Hellweg Radio http://www.hellwegradio.de/ de Hellweg Radio http://www.hellwegradio.de/fileadmin/default/templates/img/logo_hellweg.png http://www.hellwegradio.de/ 150 128 TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Fri, 22 Sep 2017 19:53:25 +0200 «Spiegel»: Haarrisse in Tihange und Doel schon in Bauphase http://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/spiegel-haarrisse-in-tihange-und-doel-schon-in-bauphase/ Brüssel (dpa) - Die Haarrisse in den belgischen Reaktoren Tihange 2 und Doel 3 sind nach einem Bericht des «Spiegel» schon in der Bauphase Mitte der Siebzigerjahre entdeckt worden.

Das meldet das Magazin unter Berufung auf interne Sitzungsprotokolle und Analysen, die die belgische Atomaufsicht FANC der deutschen Grünen-Abgeordneten Sylvia Kotting-Uhl zur Verfügung gestellt habe.

Bereits ab April 1975 wurden dem Bericht zufolge Risse in Bauteilen für die Druckbehälter der beiden Reaktoren festgestellt. In den Behältern befinden sich unter anderem die nuklearen Brennstäbe. Dem «Spiegel» zufolge wurden die problematischen Teile eingebaut, obwohl sie nach Einschätzung eines belgischen Gutachters nicht die Anforderungen an höchste Qualität erfüllten.

Der Zustand der belgischen Kernkraftwerke Tihage (ca. 60 Kilometer von Aachen entfernt) und Doel (ca. 140 Kilometer) beunruhigt vor allem Bevölkerung und Politik in Nordrhein-Westfalen. Zuletzt empfahlen belgische Wissenschaftler die Abschaltung von Tihange 2 und Doel 3, weil sie die Hüllen als zu schwach für den Weiterbetrieb einschätzten. Die belgische Atomaufsicht FANC hält eine Schließung hingegen für unnötig.

Artikel bei "Spiegel Online"

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Brüssel (dpa) - Die Haarrisse in den belgischen Reaktoren Tihange 2 und Doel 3 sind nach einem Bericht des «Spiegel» schon in der Bauphase Mitte der Siebzigerjahre entdeckt worden.

Das meldet das Magazin unter Berufung auf interne Sitzungsprotokolle und Analysen, die die belgische Atomaufsicht FANC der deutschen Grünen-Abgeordneten Sylvia Kotting-Uhl zur Verfügung gestellt habe.

Bereits ab April 1975 wurden dem Bericht zufolge Risse in Bauteilen für die Druckbehälter der beiden Reaktoren festgestellt. In den Behältern befinden sich unter anderem die nuklearen Brennstäbe. Dem «Spiegel» zufolge wurden die problematischen Teile eingebaut, obwohl sie nach Einschätzung eines belgischen Gutachters nicht die Anforderungen an höchste Qualität erfüllten.

Der Zustand der belgischen Kernkraftwerke Tihage (ca. 60 Kilometer von Aachen entfernt) und Doel (ca. 140 Kilometer) beunruhigt vor allem Bevölkerung und Politik in Nordrhein-Westfalen. Zuletzt empfahlen belgische Wissenschaftler die Abschaltung von Tihange 2 und Doel 3, weil sie die Hüllen als zu schwach für den Weiterbetrieb einschätzten. Die belgische Atomaufsicht FANC hält eine Schließung hingegen für unnötig.

Artikel bei "Spiegel Online"

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-radioline-politik-ausland Fri, 22 Sep 2017 19:53:25 +0200
Wahlkampf: Merkel und Seehofer demonstrieren Einigkeit http://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/wahlkampf-merkel-und-seehofer-demonstrieren-einigkeit/ München (dpa) - Kurz vor der Bundestagswahl am Sonntag haben CDU-Chefin Angela Merkel und der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer Einigkeit demonstriert. Beim CSU-Wahlkampfabschluss am Abend in München lobte die Kanzlerin mehrfach die Politik der CSU in Bayern - und Seehofer Merkels Regierungszeit als «gute Jahre». Den Konflikt um eine feste Obergrenze für Flüchtlinge von 200 000 pro Jahr blendeten die beiden Parteivorsitzenden in ihren Reden weitgehend aus. Gestört wurde die Kundgebung auf dem Marienplatz von einem massiven Pfeifkonzert und Sprechchören von Unions-Kritikern von links und rechts.

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München (dpa) - Kurz vor der Bundestagswahl am Sonntag haben CDU-Chefin Angela Merkel und der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer Einigkeit demonstriert. Beim CSU-Wahlkampfabschluss am Abend in München lobte die Kanzlerin mehrfach die Politik der CSU in Bayern - und Seehofer Merkels Regierungszeit als «gute Jahre». Den Konflikt um eine feste Obergrenze für Flüchtlinge von 200 000 pro Jahr blendeten die beiden Parteivorsitzenden in ihren Reden weitgehend aus. Gestört wurde die Kundgebung auf dem Marienplatz von einem massiven Pfeifkonzert und Sprechchören von Unions-Kritikern von links und rechts.

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-radioline-schlaglichter Fri, 22 Sep 2017 19:49:04 +0200
AKP-Bürgermeister von Istanbul tritt überraschend zurück http://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/akp-buergermeister-von-istanbul-tritt-ueberraschend-zurueck/ Istanbul (dpa) - Nach mehr als 13 Jahren im Amt ist der Bürgermeister der türkischen Millionenmetropole Istanbul überraschend zurückgetreten. Der AKP-Politiker Kadir Topbas kündigte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu an, sein Amt als Bürgermeister der größten Stadt des Landes mit sofortiger Wirkung niederzulegen. Seine Verbindungen zur regierenden AKP von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan werde er aber beibehalten. Topbas machte keine Angaben zu den Gründen seines Rücktritts.

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Istanbul (dpa) - Nach mehr als 13 Jahren im Amt ist der Bürgermeister der türkischen Millionenmetropole Istanbul überraschend zurückgetreten. Der AKP-Politiker Kadir Topbas kündigte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu an, sein Amt als Bürgermeister der größten Stadt des Landes mit sofortiger Wirkung niederzulegen. Seine Verbindungen zur regierenden AKP von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan werde er aber beibehalten. Topbas machte keine Angaben zu den Gründen seines Rücktritts.

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-radioline-schlaglichter Fri, 22 Sep 2017 19:46:12 +0200
Großbritannien will Übergangsphase nach Brexit http://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/may-haelt-mit-spannung-erwartete-brexit-rede-in-florenz/ London (dpa) - Die britische Premierministerin Theresa May will eine etwa zweijährige Übergangsphase für ihr Land nach dem Brexit. Das werde «wertvolle Sicherheit schaffen», sagte May in ihrer Grundsatzrede zum EU-Austritt am Freitag in Florenz.

May deutete an, dass Großbritannien während dieser Zeit Beiträge in den EU-Haushalt zahlen und so im Binnenmarkt bleiben könnte. Kein Mitgliedsland der EU müsse wegen des Brexits mehr Geld einzahlen oder bekomme weniger heraus. «Großbritannien wird Verpflichtungen einhalten, die wir während unserer Mitgliedschaft gemacht haben.»

EU-Brexitunterhändler Michel Barnier zeigte sich grundsätzlich offen für eine Übergangsphase. «Die Aussagen sind ein Schritt nach vorn, aber sie müssen nun in konkrete Verhandlungspositionen übersetzt werden.» Er sprach von einem konstruktiven Ansatz.

Großbritannien zahlt jährlich etwa zehn Milliarden Euro netto in den EU-Haushalt ein. Bei einer zweijährigen Übergangsphase müsste London demnach noch ungefähr 20 Milliarden Euro trotz Brexits einzahlen.

Damit wäre allerdings nur ein Teil der 60 bis 100 Milliarden Euro abgegolten, die London nach EU-Schätzungen noch zahlen muss. Diese Rechnung umfasst gemeinsam eingegangene EU-Finanzverpflichtungen für Haushalt, Fördertöpfe und Pensionslasten. Die Schlussrechnung ist der größte Knackpunkt bei den bislang sehr zäh verlaufenden Brexit-Verhandlungen. Großbritannien wird die Staatengemeinschaft im März 2019 verlassen.

EU-Ausländer sollen sich auch während der Brexit-Übergangsphase in Großbritannien niederlassen dürfen, sagte May weiter. Es werde aber Änderungen geben: «Wir werden EU-Bürger darum bitten, sich zu registrieren.» Das werde ein Teil der neuen Einwanderungsregeln sein, die nach der Übergangsphase in Kraft treten sollen.

Beim Thema Europäischer Gerichtshof blieb May unnachgiebig. Für die Zukunft müsse ein neuer Mechanismus gefunden werden, um Streitigkeiten zwischen der EU und Großbritannien zu lösen.

Nach Ansicht des britischen Labour-Chefs Jeremy Corbyn hat die Rede keine Klarheit gebracht. Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber sagte, dass er nun noch besorgter sei. Der Grünen-Europaabgeordnete Reinhard Bütikofer meinte: «Nur in einem Punkt war Frau May sehr klar. Sie braucht angesichts des Chaos, dass ihre Regierung bisher schon beim Brexit angerichtet hat, mehr Zeit.» FDP-Europapolitiker Alexander Graf Lambsdorff sagte hingegen, eine Übergangsregelung biete die Chance, das Risiko eines ungeordneten Brexits zu minimieren.

May legte auch ihre Vision für eine neue «tiefe und besondere» Beziehung zwischen der Europäischen Union und Großbritannien dar. Über die künftigen Beziehungen will Brüssel aber erst sprechen, wenn «ausreichender Fortschritt» bei wichtigen Trennungsfragen erreicht ist. Dazu gehören neben dem Streit ums Geld auch die Rechte der rund 3,2 Millionen EU-Bürger in Großbritannien und die Frage, wie die neue EU-Außengrenze zwischen der Republik Irland und dem britischen Nordirland aussehen könnte.

May hielt ihre Rede in einem eher schlichten Raum der gotischen Klosteranlage Santa Maria Novella. Sie habe die italienische Stadt ausgewählt, weil es das «historische Herz» Europas sei, hieß es in Downing Street. Vertreter der EU-Kommission waren nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur nicht geladen. Vor der Klosteranlage protestierten rund 100 Brexit-Gegner. Kurz vor der Brexit-Rede hisste der Bürgermeister der Stadt EU-Flaggen am Rathaus.

Begleitet wurde die Premierministerin von Außenminister Boris Johnson, Schatzkanzler Philip Hammond und Brexit-Minister David Davis - offenbar, um Geschlossenheit zu demonstrieren. Johnson twitterte: «Wir werden die Kontrolle über Geld, Grenzen und Gesetze wiederbekommen!» Das britische Kabinett hatte sich in der Vergangenheit immer wieder uneins über den Brexit-Kurs gezeigt. Streit trugen die Minister zum Teil öffentlich aus.

An diesem Montag beginnt die vierte Runde der Austrittsgespräche. Die Briten hatten sich in einem historischen Referendum im Juni 2016 mit knapper Mehrheit für den Austritt aus der EU ausgesprochen.

Mays Rede in Florenz

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London (dpa) - Die britische Premierministerin Theresa May will eine etwa zweijährige Übergangsphase für ihr Land nach dem Brexit. Das werde «wertvolle Sicherheit schaffen», sagte May in ihrer Grundsatzrede zum EU-Austritt am Freitag in Florenz.

May deutete an, dass Großbritannien während dieser Zeit Beiträge in den EU-Haushalt zahlen und so im Binnenmarkt bleiben könnte. Kein Mitgliedsland der EU müsse wegen des Brexits mehr Geld einzahlen oder bekomme weniger heraus. «Großbritannien wird Verpflichtungen einhalten, die wir während unserer Mitgliedschaft gemacht haben.»

EU-Brexitunterhändler Michel Barnier zeigte sich grundsätzlich offen für eine Übergangsphase. «Die Aussagen sind ein Schritt nach vorn, aber sie müssen nun in konkrete Verhandlungspositionen übersetzt werden.» Er sprach von einem konstruktiven Ansatz.

Großbritannien zahlt jährlich etwa zehn Milliarden Euro netto in den EU-Haushalt ein. Bei einer zweijährigen Übergangsphase müsste London demnach noch ungefähr 20 Milliarden Euro trotz Brexits einzahlen.

Damit wäre allerdings nur ein Teil der 60 bis 100 Milliarden Euro abgegolten, die London nach EU-Schätzungen noch zahlen muss. Diese Rechnung umfasst gemeinsam eingegangene EU-Finanzverpflichtungen für Haushalt, Fördertöpfe und Pensionslasten. Die Schlussrechnung ist der größte Knackpunkt bei den bislang sehr zäh verlaufenden Brexit-Verhandlungen. Großbritannien wird die Staatengemeinschaft im März 2019 verlassen.

EU-Ausländer sollen sich auch während der Brexit-Übergangsphase in Großbritannien niederlassen dürfen, sagte May weiter. Es werde aber Änderungen geben: «Wir werden EU-Bürger darum bitten, sich zu registrieren.» Das werde ein Teil der neuen Einwanderungsregeln sein, die nach der Übergangsphase in Kraft treten sollen.

Beim Thema Europäischer Gerichtshof blieb May unnachgiebig. Für die Zukunft müsse ein neuer Mechanismus gefunden werden, um Streitigkeiten zwischen der EU und Großbritannien zu lösen.

Nach Ansicht des britischen Labour-Chefs Jeremy Corbyn hat die Rede keine Klarheit gebracht. Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber sagte, dass er nun noch besorgter sei. Der Grünen-Europaabgeordnete Reinhard Bütikofer meinte: «Nur in einem Punkt war Frau May sehr klar. Sie braucht angesichts des Chaos, dass ihre Regierung bisher schon beim Brexit angerichtet hat, mehr Zeit.» FDP-Europapolitiker Alexander Graf Lambsdorff sagte hingegen, eine Übergangsregelung biete die Chance, das Risiko eines ungeordneten Brexits zu minimieren.

May legte auch ihre Vision für eine neue «tiefe und besondere» Beziehung zwischen der Europäischen Union und Großbritannien dar. Über die künftigen Beziehungen will Brüssel aber erst sprechen, wenn «ausreichender Fortschritt» bei wichtigen Trennungsfragen erreicht ist. Dazu gehören neben dem Streit ums Geld auch die Rechte der rund 3,2 Millionen EU-Bürger in Großbritannien und die Frage, wie die neue EU-Außengrenze zwischen der Republik Irland und dem britischen Nordirland aussehen könnte.

May hielt ihre Rede in einem eher schlichten Raum der gotischen Klosteranlage Santa Maria Novella. Sie habe die italienische Stadt ausgewählt, weil es das «historische Herz» Europas sei, hieß es in Downing Street. Vertreter der EU-Kommission waren nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur nicht geladen. Vor der Klosteranlage protestierten rund 100 Brexit-Gegner. Kurz vor der Brexit-Rede hisste der Bürgermeister der Stadt EU-Flaggen am Rathaus.

Begleitet wurde die Premierministerin von Außenminister Boris Johnson, Schatzkanzler Philip Hammond und Brexit-Minister David Davis - offenbar, um Geschlossenheit zu demonstrieren. Johnson twitterte: «Wir werden die Kontrolle über Geld, Grenzen und Gesetze wiederbekommen!» Das britische Kabinett hatte sich in der Vergangenheit immer wieder uneins über den Brexit-Kurs gezeigt. Streit trugen die Minister zum Teil öffentlich aus.

An diesem Montag beginnt die vierte Runde der Austrittsgespräche. Die Briten hatten sich in einem historischen Referendum im Juni 2016 mit knapper Mehrheit für den Austritt aus der EU ausgesprochen.

Mays Rede in Florenz

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-radioline-politik-ausland Fri, 22 Sep 2017 19:39:35 +0200
Hurrikan «Maria» tobt weiter http://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/hurrikan-maria-haelt-auf-turks-und-caicosinseln-zu/ Santo Domingo/San Juan (dpa) - Der Hurrikan «Maria» hat auf seinem Weg durch die Karibik schwere Schäden angerichtet und in Puerto Rico mindestens sechs Menschen getötet. Das teilte die Inselregierung am Freitag mit. Die Zahl könne weiter steigen.

Bisher starben infolge des Wirbelsturms auf den Karibikinseln Dominica, Guadalupe und Puerto Rico damit fast 25 Menschen. Rund 20 Menschen werden noch vermisst.

Der Tropensturm zog nach den Verwüstungen in Puerto Rico an der Dominikanischen Republik vorbei und verursachte Überschwemmungen und Stromausfälle. Er zog weiter Richtung Turks- und Caicosinseln und wird danach auf den Bahamas erwartet, wie das US-Hurrikanzentrum mitteilte. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 205 Kilometern pro Stunde ist «Maria» ein Hurrikan der Kategorie drei. Ausläufer könnten am Wochenende auf die südöstliche Küste der Vereinigten Staaten treffen.

Deutsche Karibik-Touristen überstanden «Maria» nach Angaben ihrer Reiseveranstalter unversehrt. Alle Gäste seien wohlauf, teilte die DER Touristik in Frankfurt mit. In der Dominikanischen Republik habe es keine größeren Schäden gegeben. Der Anbieter Tui teilte mit, dass rund 1700 deutsche Gäste in der Dominikanischen Republik ihren Urlaub fortsetzen können. Einzelne Anbieter sagten wegen der Schäden bis Mitte Oktober Puerto-Rico-Reisen ab.

Besonders heftig schlug «Maria» in Puerto Rico zu. Fast alle 3,4 Millionen Einwohner auf der Insel sind ohne Strom. Auch das Kommunikationsnetz brach vielerorts zusammen, weshalb die Informationslage schwierig war. Viele Gegenden waren komplett abgeschnitten. Eine Hoffnung war, dass der Flughafen in Puerto Rico wieder den Betrieb aufnimmt, damit US-Hilfsflüge die Karibikinsel ansteuern können. US-Präsident Donald Trump rief den Katstrophenzustand aus und erklärte, er wolle die Insel bald besuchen.

Mit Ausrufung des Katastrophenzustandes bekommt das US-Außengebiet, wo viele Menschen in Armut leben, Geld aus Washington. Dazu zählen Hilfen für Unterkünfte und Reparaturen. Trump sagte, Puerto Rico sei «vollkommen ausradiert» und von Winden getroffen worden, wie die Insel sie nie zuvor erlebt habe. Die USA würden den Wiederaufbau mit großem Enthusiasmus angehen. Das US-Militär teilte mit, es werde mit sechs Hubschraubern und vier Transportflugzeugen helfen.

Bisher ist Puerto Rico nur ein assoziierter Freistaat. Per Referendum hatte die von der Pleite bedrohte Insel beschlossen, dass man der 51. Bundesstaat der USA werden möchte. Dieser Wunsch muss aber vom US-Kongress gebilligt werden. Puerto Rico ist mit 9000 Quadratkilometern in etwa so groß wie Zypern.

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Santo Domingo/San Juan (dpa) - Der Hurrikan «Maria» hat auf seinem Weg durch die Karibik schwere Schäden angerichtet und in Puerto Rico mindestens sechs Menschen getötet. Das teilte die Inselregierung am Freitag mit. Die Zahl könne weiter steigen.

Bisher starben infolge des Wirbelsturms auf den Karibikinseln Dominica, Guadalupe und Puerto Rico damit fast 25 Menschen. Rund 20 Menschen werden noch vermisst.

Der Tropensturm zog nach den Verwüstungen in Puerto Rico an der Dominikanischen Republik vorbei und verursachte Überschwemmungen und Stromausfälle. Er zog weiter Richtung Turks- und Caicosinseln und wird danach auf den Bahamas erwartet, wie das US-Hurrikanzentrum mitteilte. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 205 Kilometern pro Stunde ist «Maria» ein Hurrikan der Kategorie drei. Ausläufer könnten am Wochenende auf die südöstliche Küste der Vereinigten Staaten treffen.

Deutsche Karibik-Touristen überstanden «Maria» nach Angaben ihrer Reiseveranstalter unversehrt. Alle Gäste seien wohlauf, teilte die DER Touristik in Frankfurt mit. In der Dominikanischen Republik habe es keine größeren Schäden gegeben. Der Anbieter Tui teilte mit, dass rund 1700 deutsche Gäste in der Dominikanischen Republik ihren Urlaub fortsetzen können. Einzelne Anbieter sagten wegen der Schäden bis Mitte Oktober Puerto-Rico-Reisen ab.

Besonders heftig schlug «Maria» in Puerto Rico zu. Fast alle 3,4 Millionen Einwohner auf der Insel sind ohne Strom. Auch das Kommunikationsnetz brach vielerorts zusammen, weshalb die Informationslage schwierig war. Viele Gegenden waren komplett abgeschnitten. Eine Hoffnung war, dass der Flughafen in Puerto Rico wieder den Betrieb aufnimmt, damit US-Hilfsflüge die Karibikinsel ansteuern können. US-Präsident Donald Trump rief den Katstrophenzustand aus und erklärte, er wolle die Insel bald besuchen.

Mit Ausrufung des Katastrophenzustandes bekommt das US-Außengebiet, wo viele Menschen in Armut leben, Geld aus Washington. Dazu zählen Hilfen für Unterkünfte und Reparaturen. Trump sagte, Puerto Rico sei «vollkommen ausradiert» und von Winden getroffen worden, wie die Insel sie nie zuvor erlebt habe. Die USA würden den Wiederaufbau mit großem Enthusiasmus angehen. Das US-Militär teilte mit, es werde mit sechs Hubschraubern und vier Transportflugzeugen helfen.

Bisher ist Puerto Rico nur ein assoziierter Freistaat. Per Referendum hatte die von der Pleite bedrohte Insel beschlossen, dass man der 51. Bundesstaat der USA werden möchte. Dieser Wunsch muss aber vom US-Kongress gebilligt werden. Puerto Rico ist mit 9000 Quadratkilometern in etwa so groß wie Zypern.

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-radioline-panorama Fri, 22 Sep 2017 19:27:19 +0200
Kokain in Bananenkisten: Drogenfunde in Supermärkten http://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/kokain-in-bananenkisten-drogenfunde-in-supermaerkten/ München (dpa) - In mehreren bayerischen Supermärkten ist Kokain in Bananenkisten gefunden worden. Bis zum Abend wurden in mindestens zehn Märkten Päckchen mit der Droge entdeckt. Weitere Funde auch in anderen Bundesländern wurden nicht ausgeschlossen. «Wir sind komplett am Anfang der Ermittlungen», sagte ein Sprecher des Bayerischen Landeskriminalamtes. Zunächst war demnach nur eine Supermarktkette betroffen. Das geschmuggelte Kokain könnte unbemerkt aus einem Konzerngroßlager auf die einzelnen Märkte verteilt worden sein.

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München (dpa) - In mehreren bayerischen Supermärkten ist Kokain in Bananenkisten gefunden worden. Bis zum Abend wurden in mindestens zehn Märkten Päckchen mit der Droge entdeckt. Weitere Funde auch in anderen Bundesländern wurden nicht ausgeschlossen. «Wir sind komplett am Anfang der Ermittlungen», sagte ein Sprecher des Bayerischen Landeskriminalamtes. Zunächst war demnach nur eine Supermarktkette betroffen. Das geschmuggelte Kokain könnte unbemerkt aus einem Konzerngroßlager auf die einzelnen Märkte verteilt worden sein.

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-radioline-schlaglichter Fri, 22 Sep 2017 19:20:52 +0200
Dax vor Bundestagswahl kaum bewegt http://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/dax-vor-bundestagswahl-kaum-bewegt/ Frankfurt/Main (dpa) - Angesichts des wieder hochgekochten Nordkorea-Konflikts ist dem Dax die Kraft ausgegangen. Zudem warteten die Anleger auf die Bundestagswahl an diesem Wochenende. Der deutsche Leitindex schloss 0,06 Prozent tiefer bei 12 592,35 Punkten. Der Euro legte zu: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1961 US-Dollar fest.

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Frankfurt/Main (dpa) - Angesichts des wieder hochgekochten Nordkorea-Konflikts ist dem Dax die Kraft ausgegangen. Zudem warteten die Anleger auf die Bundestagswahl an diesem Wochenende. Der deutsche Leitindex schloss 0,06 Prozent tiefer bei 12 592,35 Punkten. Der Euro legte zu: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1961 US-Dollar fest.

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-radioline-schlaglichter Fri, 22 Sep 2017 19:18:51 +0200
Kämna erlöst deutsches Team mit WM-Silber http://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/kaemna-erloest-deutsches-team-mit-wm-silber/ Bergen (dpa) - Die ganz große Freude wollte bei Lennard Kämna auf dem Festplassen von Bergen bei der Siegerehrung noch nicht aufkommen. Nach einer überragenden Vorstellung war für das deutsche Supertalent die Silbermedaille fast schon zu wenig.

«Es war eine beinahe perfekte WM, schöner wäre es mit Gold gewesen», sagte Kämna und ergänzte: «Ich bin einfach nicht vorbeigekommen. Ich kann mir nichts vorwerfen.»

Mit letzter Kraft hatte er im Zielsprint gegen den französischen Mitausreißer Benoit Cosnefroy in die Pedale getreten, doch es fehlte eine Radlänge. «Wenn es eine Zentimeter-Entscheidung gewesen wäre, würde ich jetzt hadern. So bin ich auch mit dem zweiten Platz glücklich.» Immerhin erlöste Kämna das deutsche Radsport-Team mit dem ersten Podestplatz bei der WM im norwegischen Bergen.

Zwischenzeitlich hatte es im Straßenrennen der U23-Männer über 191 Kilometer sogar nach einem Erfolg von Kämna ausgesehen. Zwölf Kilometer vor dem Ziel war der Youngster alleine ausgerissen. Später gesellte sich der Franzose hinzu, der im Sprint schließlich das größere Stehvermögen besaß. Dritter wurde der Däne Michael Carbel Svendgaard. «Ich war schockiert, als der Franzose von hinten kam», räumte Kämna ein.

Der 21-Jährige ist aus deutscher Sicht der große WM-Gewinner. Mit seinem Sunweb-Team hatte Kämna bereits zum Auftakt am Sonntag den Weltmeistertitel im Mannschaftszeitfahren der Profiteams geholt.

«Wir haben alles auf eine Karte gesetzt und uns auf den letzten Anstieg konzentriert. Man kann enttäuscht sein, dass er nur Zweiter geworden ist. Aber wer es schafft, da ranzufahren, hat es auch verdient. Es war eine ganz starke Leistung von Lennard», sagte U23-Bundestrainer Ralf Grabsch.

Durch Kämnas Erfolg bleibt der Mannschaft des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) eine medaillenlose WM erspart. Denn große Chancen auf eine Top-Platzierung gibt es in den Eliterennen der Männer und Frauen nicht mehr. So geht das Männer-Team nach dem krankheitsbedingten Aus von John Degenkolb, der sich zu weiteren Untersuchungen gar ins Krankenhaus begeben hat, ohne festen Kapitän ins anspruchsvolle 267,5-Kilometer-Rennen am Sonntag.

Damit war wieder einmal auf Kämna Verlass. 2014 hatte der Youngster bereits Gold im Zeitfahren der Junioren geholt. Ein Jahr später wurde er Dritter im Kampf gegen die Uhr der U23-Männer, 2016 folgte der EM-Titel.

Kämna gilt bereits seit langer Zeit als Versprechen für die Zukunft. Bei der Suche nach dem nächsten deutschen Rundfahrt-Spezialisten fällt immer wieder sein Name, zumal er auch gut über die Berge kommt. «Wir wollen irgendwann einmal mit einem deutschen Fahrer bei einer großen Rundfahrt vorne mitfahren», sagt Sunweb-Teamchef Iwan Spekenbrink. Kämna könnte dieser Fahrer sein. In seinem ersten Profijahr hat er sich gleich etabliert. Jüngst belegte er im Zeitfahren bei der Spanien-Rundfahrt Platz acht.

Zuvor hatte am Freitag Hannah Ludwig die Podestplätze im Straßenrennen der Juniorinnen als 15. klar verfehlt. Den Sieg holte sich die Italienerin Elena Pirrone. Auf die Plätze zwei und drei fuhren Emma Jörgensen aus Dänemark und Pirrones Teamkollegin Letizia Paternoster.

WM-Homepage

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Bergen (dpa) - Die ganz große Freude wollte bei Lennard Kämna auf dem Festplassen von Bergen bei der Siegerehrung noch nicht aufkommen. Nach einer überragenden Vorstellung war für das deutsche Supertalent die Silbermedaille fast schon zu wenig.

«Es war eine beinahe perfekte WM, schöner wäre es mit Gold gewesen», sagte Kämna und ergänzte: «Ich bin einfach nicht vorbeigekommen. Ich kann mir nichts vorwerfen.»

Mit letzter Kraft hatte er im Zielsprint gegen den französischen Mitausreißer Benoit Cosnefroy in die Pedale getreten, doch es fehlte eine Radlänge. «Wenn es eine Zentimeter-Entscheidung gewesen wäre, würde ich jetzt hadern. So bin ich auch mit dem zweiten Platz glücklich.» Immerhin erlöste Kämna das deutsche Radsport-Team mit dem ersten Podestplatz bei der WM im norwegischen Bergen.

Zwischenzeitlich hatte es im Straßenrennen der U23-Männer über 191 Kilometer sogar nach einem Erfolg von Kämna ausgesehen. Zwölf Kilometer vor dem Ziel war der Youngster alleine ausgerissen. Später gesellte sich der Franzose hinzu, der im Sprint schließlich das größere Stehvermögen besaß. Dritter wurde der Däne Michael Carbel Svendgaard. «Ich war schockiert, als der Franzose von hinten kam», räumte Kämna ein.

Der 21-Jährige ist aus deutscher Sicht der große WM-Gewinner. Mit seinem Sunweb-Team hatte Kämna bereits zum Auftakt am Sonntag den Weltmeistertitel im Mannschaftszeitfahren der Profiteams geholt.

«Wir haben alles auf eine Karte gesetzt und uns auf den letzten Anstieg konzentriert. Man kann enttäuscht sein, dass er nur Zweiter geworden ist. Aber wer es schafft, da ranzufahren, hat es auch verdient. Es war eine ganz starke Leistung von Lennard», sagte U23-Bundestrainer Ralf Grabsch.

Durch Kämnas Erfolg bleibt der Mannschaft des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) eine medaillenlose WM erspart. Denn große Chancen auf eine Top-Platzierung gibt es in den Eliterennen der Männer und Frauen nicht mehr. So geht das Männer-Team nach dem krankheitsbedingten Aus von John Degenkolb, der sich zu weiteren Untersuchungen gar ins Krankenhaus begeben hat, ohne festen Kapitän ins anspruchsvolle 267,5-Kilometer-Rennen am Sonntag.

Damit war wieder einmal auf Kämna Verlass. 2014 hatte der Youngster bereits Gold im Zeitfahren der Junioren geholt. Ein Jahr später wurde er Dritter im Kampf gegen die Uhr der U23-Männer, 2016 folgte der EM-Titel.

Kämna gilt bereits seit langer Zeit als Versprechen für die Zukunft. Bei der Suche nach dem nächsten deutschen Rundfahrt-Spezialisten fällt immer wieder sein Name, zumal er auch gut über die Berge kommt. «Wir wollen irgendwann einmal mit einem deutschen Fahrer bei einer großen Rundfahrt vorne mitfahren», sagt Sunweb-Teamchef Iwan Spekenbrink. Kämna könnte dieser Fahrer sein. In seinem ersten Profijahr hat er sich gleich etabliert. Jüngst belegte er im Zeitfahren bei der Spanien-Rundfahrt Platz acht.

Zuvor hatte am Freitag Hannah Ludwig die Podestplätze im Straßenrennen der Juniorinnen als 15. klar verfehlt. Den Sieg holte sich die Italienerin Elena Pirrone. Auf die Plätze zwei und drei fuhren Emma Jörgensen aus Dänemark und Pirrones Teamkollegin Letizia Paternoster.

WM-Homepage

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-radioline-sport Fri, 22 Sep 2017 18:54:42 +0200
Verkehrssündern drohen deutlich abschreckendere Strafen http://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/verkehrssuendern-drohen-deutlich-abschreckendere-strafen/ Berlin (dpa) - Gefängnis für extreme Raser, drastisch höhere Bußen für Handys am Steuer und blockierte Rettungsgassen: Abschreckendere Sanktionen sollen Autofahrer künftig stärker von lebensgefährlichen Manövern auf deutschen Straßen abhalten. Der Bundesrat machte heute in der letzten Sitzung vor der Bundestagswahl den Weg für eine Reihe von Neuregelungen frei. Sicherheitsexperten begrüßten die Verschärfungen, mahnten aber zugleich mehr Polizeikontrollen an.

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Berlin (dpa) - Gefängnis für extreme Raser, drastisch höhere Bußen für Handys am Steuer und blockierte Rettungsgassen: Abschreckendere Sanktionen sollen Autofahrer künftig stärker von lebensgefährlichen Manövern auf deutschen Straßen abhalten. Der Bundesrat machte heute in der letzten Sitzung vor der Bundestagswahl den Weg für eine Reihe von Neuregelungen frei. Sicherheitsexperten begrüßten die Verschärfungen, mahnten aber zugleich mehr Polizeikontrollen an.

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-radioline-schlaglichter Fri, 22 Sep 2017 18:50:14 +0200
Studie: Jeder fünfte Deutsche ist tätowiert http://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/studie-jeder-fuenfte-deutsche-ist-taetowiert/ Leipzig (dpa) - Tattoos werden einer Studie der Uni Leipzig zufolge immer beliebter. Jeder fünfte Deutsche ist demnach tätowiert.

«Und es werden mehr. Die Lust an der Körpermodifikation nimmt vor allem bei Frauen und älteren Menschen zu», teilte die Universität mit. Rund die Hälfte aller Frauen zwischen 25 und 34 Jahren sei tätowiert - 19 Prozent mehr als 2009. In der Gruppe der 35- bis 44-Jährigen liege der Anstieg bei 15 Prozent. Auch Piercings blieben vorrangig Frauensache. Rund ein Drittel der Frauen und 14,4 Prozent der Männer zwischen 14 und 34 Jahren seien gepierct.

«Früher gehörten Tattoos und Piercings in die Schmuddelecke. Seemänner und Prostituierte waren tätowiert. Heute gelten Menschen mit Körpermodifikationen als aufgeweckte, interessierte Menschen, die sich zu einer sozialen Gruppe bekennen», sagt Elmar Brähler, emeritierter Professor für Psychologie an der Uni Leipzig. Für die Studie wurden im Herbst 2016 bundesweit 2510 Personen im Alter zwischen 14 und 94 Jahren befragt. Dabei wurde auch deutlich, dass Frauen wie Männer immer häufiger ihre Körperhaare entfernen.

«Körper sollen heute möglichst jugendlich aussehen», erklärte die an der Studie beteiligte Psychologin Ada Borkenhagen. Aber auch der normative Druck spiele eine Rolle. Wenn sich der Großteil der eigenen sozialen Gruppe pierce, tätowiere oder rasiere, dann sei es schwerer, es nicht zu tun. «Die soziale Herkunft ist ebenfalls von Bedeutung. So haben Personen, die ein Tattoo tragen, häufiger einen geringeren Bildungsabschluss als Menschen ohne eine Tätowierung», hieß es.

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Leipzig (dpa) - Tattoos werden einer Studie der Uni Leipzig zufolge immer beliebter. Jeder fünfte Deutsche ist demnach tätowiert.

«Und es werden mehr. Die Lust an der Körpermodifikation nimmt vor allem bei Frauen und älteren Menschen zu», teilte die Universität mit. Rund die Hälfte aller Frauen zwischen 25 und 34 Jahren sei tätowiert - 19 Prozent mehr als 2009. In der Gruppe der 35- bis 44-Jährigen liege der Anstieg bei 15 Prozent. Auch Piercings blieben vorrangig Frauensache. Rund ein Drittel der Frauen und 14,4 Prozent der Männer zwischen 14 und 34 Jahren seien gepierct.

«Früher gehörten Tattoos und Piercings in die Schmuddelecke. Seemänner und Prostituierte waren tätowiert. Heute gelten Menschen mit Körpermodifikationen als aufgeweckte, interessierte Menschen, die sich zu einer sozialen Gruppe bekennen», sagt Elmar Brähler, emeritierter Professor für Psychologie an der Uni Leipzig. Für die Studie wurden im Herbst 2016 bundesweit 2510 Personen im Alter zwischen 14 und 94 Jahren befragt. Dabei wurde auch deutlich, dass Frauen wie Männer immer häufiger ihre Körperhaare entfernen.

«Körper sollen heute möglichst jugendlich aussehen», erklärte die an der Studie beteiligte Psychologin Ada Borkenhagen. Aber auch der normative Druck spiele eine Rolle. Wenn sich der Großteil der eigenen sozialen Gruppe pierce, tätowiere oder rasiere, dann sei es schwerer, es nicht zu tun. «Die soziale Herkunft ist ebenfalls von Bedeutung. So haben Personen, die ein Tattoo tragen, häufiger einen geringeren Bildungsabschluss als Menschen ohne eine Tätowierung», hieß es.

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-radioline-panorama Fri, 22 Sep 2017 18:47:25 +0200