
WHO warnt vor weltweiter Ausbreitung
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor einer möglichen weltweiten Ausbreitung von Masern. Trotz Fortschritten im Kampf gegen Masern und Röteln bleibt das Tempo laut WHO-Bericht weiterhin niedrig.
Im Kreis Soest ist die Lage aber ruhig: Eine ausgeprägte Impfskepsis gibt es hier nicht. Bei der Schuleingangsuntersuchung im vergangenen Jahr hatten 97,8 % der Kinder bereits eine Masernimpfung erhalten.
Masern: Hohe Ansteckungsgefahr, geringe Fallzahlen
Masern gelten als eine der ansteckendsten Krankheiten und können besonders bei kleinen Kindern zu ernsthaften Komplikationen führen. In diesem Jahr wurden bisher nur zwei Fälle gemeldet. Zum Vergleich: 2022 gab es 13 Fälle, darunter vier Kinder einer Familie aus Geseke, die nicht geimpft waren. Zwischen 2020 und 2023 wurden keine Masernerkrankungen registriert.
Impfpflicht und Schutzmaßnahmen
Seit 2020 müssen Kinder für Kita oder Schule einen Masernschutz nachweisen. Im Kreis Soest zeigt die hohe Impfquote Wirkung, dennoch appelliert der Kreis weiter an alle Eltern, ihre Kinder impfen zu lassen.
Die WHO warnt zudem vor einem wachsenden Problem: Desinformationen im Internet führen vielerorts zu Impfskepsis. Bei Kitas gilt die Impfpflicht strikt – ungeimpfte Kinder dürfen nicht teilnehmen. An Schulen hingegen überwiegt die Schulpflicht: Auch ungeimpfte Kinder müssen nach einem Beratungsgespräch am Unterricht teilnehmen.