Hellweg Radio https://www.hellwegradio.de/ de Hellweg Radio https://www.hellwegradio.de/fileadmin/default/templates/img/logo_hellweg.png https://www.hellwegradio.de/ 150 128 TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Sat, 16 Feb 2019 20:52:18 +0100 Verhärtete Fronten in München: Merkel rechnet mit Trump ab https://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/sicherheitskonferenz-rededuell-zwischen-merkel-und-pence/ München (dpa) - Bei der Münchner Sicherheitskonferenz sind die großen Spannungen zwischen Deutschland und den USA offen zutage getreten. Bundeskanzlerin Angela Merkel rügte am Samstag die Alleingänge von US-Präsident Donald Trump in der Außen- und Handelspolitik scharf.

Trumps Vize Mike Pence forderte die Europäer auf, dem harten Kurs der USA gegen Iran und Russland zu folgen. Doch Merkel denkt nicht daran. Sie setzt auf Strukturen internationaler Zusammenarbeit: «Wir dürfen sie nicht einfach zerschlagen», sagte sie bei der Tagung vor zahlreichen Staat- und Regierungschefs in Anspielung auf Trump.

Die Kanzlerin kritisierte, dass die USA offensichtlich planen, Sonderzölle auf deutsche Autos zu erheben. Wenn deutsche Autos «plötzlich eine Bedrohung der nationalen Sicherheit der Vereinigten Staaten von Amerika sind, dann erschreckt uns das», sagte sie. Die Kanzlerin widersprach Trump in einer Reihe von außenpolitischen Fragen energisch. Sie halte es für einen Fehler des Westens, die Kontakte zu Russland und dem Iran zu kappen.

Dagegen forderte Pence die Verbündeten erneut zum Rückzug aus dem Atomabkommen mit dem Iran auf. «Die Zeit für unsere europäischen Partner ist gekommen, an unserer Seite zu stehen», sagte Pence, der in München nach Merkel sprach. «Das iranische Regime befürwortet einen Holocaust und versucht ihn auch zu erreichen», sagte Trumps Stellvertreter. «Antisemitismus ist nicht nur falsch, er ist böse.»

Pence warnte die Europäer zudem davor, sich von russischem Gas abhängig zu machen. «Wir können die Verteidigung des Westens nicht garantieren, wenn unsere Bündnispartner sich vom Osten abhängig machen.» Er dankte allen europäischen Partnern, die sich ganz klar gegen die deutsch-russische Gaspipeline Nord Stream 2 gestellt hätten. «Wir möchten auch, dass andere Länder sich so positionieren.»

Merkel sieht in Russland aber weiter einen Partner. Wenn man die Kontakte zu Russland kappe, überlasse man die Zusammenarbeit mit Moskau ganz China. «Wir wollen auch ein bisschen an den Handelsbeziehungen teilnehmen.» Die Abhängigkeit Europas von russischem Gas hänge nicht davon ab, ob die Pipeline gebaut werde oder nicht. «Ein russisches Gasmolekül bleibt ein russisches Gasmolekül, egal, ob es über die Ukraine kommt oder ob es über die Ostsee kommt.»

Die CDU-Chefin sprach sich auch dafür aus, das Abkommen zur Verhinderung einer iranischen Atombombe beizubehalten. Diesen «kleinen Anker» müsse man nutzen, um auf anderen Gebieten Druck zu machen. Die USA und die Europäer sind sich zwar einig, dass die Einmischung des Irans in regionale Konflikte unterbunden werden muss. Sie setzen dabei aber auf unterschiedliche Mittel. Deutschland will das Abkommen, das im Gegenzug wirtschaftliche Anreize setzt, zusammen mit Frankreich und Großbritannien retten. Die USA sind ausgestiegen und wollen den Iran mit immer härteren Sanktionen unter Druck setzen.

Der Iran kritisierte die Behauptung von Pence, Iran bereite einen zweiten Holocaust vor. «Der Holocaust war ein Desaster. Doch niemand, auch der US-Vizepräsident nicht, darf mit dem Holocaust Stimmung machen», sagte Außenminister Mohammed Dschawad Sarif dem «Spiegel».

Merkel erklärte in München, das US-Handelsministerium schätze europäische Autos als Gefahr für die nationale Sicherheit ein. Auf Grundlage könnte Trump neue Sonderzölle einführen. Der Wert europäischer Auto- und Autoteilexporte in die USA wurde zuletzt von der EU-Kommission auf mehr als 50 Milliarden Euro pro Jahr beziffert.

Merkel sagte, sie verstehe nicht, wie die Amerikaner deutsche Autos als Gefahr für die nationale Sicherheit einstufen könnten. «Wir sind stolz auf unsere Autos. Das dürfen wir ja auch.» Noch dazu würden viele der Wagen in den USA gefertigt. «Ich glaube, es wäre gut, wir kommen in gute Gespräche miteinander.»

Merkel warnte die USA davor, sich vorschnell aus dem Bürgerkriegsland Syrien zurückzuziehen. «Ist es denn nun gut, jetzt aus Syrien sofort und schnell abzuziehen vonseiten der Amerikaner? Oder ist es nicht auch wieder eine Stärkung der Möglichkeiten des Iran und Russlands, dort Einfluss zu nehmen? Auch darüber müssen wir sprechen.»

Die USA wollen von ihren Nato-Verbündeten Truppen für eine Ablösung amerikanischer Soldaten in Syrien. Dazu habe es am Samstag Konsultationen gegeben, die weitergeführt werden sollen, sagte Pence Journalisten. «Wir wollen unsere Soldaten nach Hause bringen.» Dass Länder wie Deutschland Soldaten zur Verfügung stellen, ist unwahrscheinlich. Als Voraussetzung gilt ein UN-Mandat.

Merkel rief China dazu auf, sich an Versuchen zur Rettung des INF-Abrüstungsvertrages zu beteiligen. Der oberste Außenpolitiker Chinas, Yang Jiechi, sagte laut offizieller Übersetzung in München, Peking sei gegen die «Multilateralisierung» des INF-Vertrags. Die USA hatten den INF-Vertrag Anfang des Monats mit Rückendeckung der Nato-Partner zum 2. August gekündigt. Offizielle Begründung sind Vorwürfe gegen Russland, das Abkommen seit Jahren zu verletzen.

Pence pochte erneut auf höhere Wehretats der Nato-Verbündeten. Inzwischen habe sich die Zahl der Nato-Staaten verdoppelt, die zwei Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes für Verteidigung ausgeben. Dies sei das Ergebnis der Forderung von Trump, der auf wirtschaftliche und militärische Stärke setze. «Amerika ist heute stärker als je zuvor und Amerika führt die Welt einmal mehr.»

Die Kanzlerin stellte eine weitere Steigerung der deutschen Verteidigungsausgaben in Aussicht, wies aber auch auf die Bedeutung einer umfassenden Entwicklungspolitik hin. Trump drängt seinen Nato-Partner Deutschland, den Verteidigungsetat in fünf Jahren auf zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes aufzustocken. Das würde Mehrausgaben in zweistelliger Milliardenhöhe bedeuten. Merkel stellte in Aussicht, bis 2025 1,5 Prozent zu schaffen.

Gegen eine weitere Aufrüstung gingen mehrere Tausend Menschen auf die Straße. Auf dem Marienplatz versammelten sich nach Schätzungen der Polizei am Samstagnachmittag rund 3500 Menschen. Die Veranstalter nannten mindestens 6500 Teilnehmer. Es blieb friedlich.

Münchner Sicherheitskonferenz

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München (dpa) - Bei der Münchner Sicherheitskonferenz sind die großen Spannungen zwischen Deutschland und den USA offen zutage getreten. Bundeskanzlerin Angela Merkel rügte am Samstag die Alleingänge von US-Präsident Donald Trump in der Außen- und Handelspolitik scharf.

Trumps Vize Mike Pence forderte die Europäer auf, dem harten Kurs der USA gegen Iran und Russland zu folgen. Doch Merkel denkt nicht daran. Sie setzt auf Strukturen internationaler Zusammenarbeit: «Wir dürfen sie nicht einfach zerschlagen», sagte sie bei der Tagung vor zahlreichen Staat- und Regierungschefs in Anspielung auf Trump.

Die Kanzlerin kritisierte, dass die USA offensichtlich planen, Sonderzölle auf deutsche Autos zu erheben. Wenn deutsche Autos «plötzlich eine Bedrohung der nationalen Sicherheit der Vereinigten Staaten von Amerika sind, dann erschreckt uns das», sagte sie. Die Kanzlerin widersprach Trump in einer Reihe von außenpolitischen Fragen energisch. Sie halte es für einen Fehler des Westens, die Kontakte zu Russland und dem Iran zu kappen.

Dagegen forderte Pence die Verbündeten erneut zum Rückzug aus dem Atomabkommen mit dem Iran auf. «Die Zeit für unsere europäischen Partner ist gekommen, an unserer Seite zu stehen», sagte Pence, der in München nach Merkel sprach. «Das iranische Regime befürwortet einen Holocaust und versucht ihn auch zu erreichen», sagte Trumps Stellvertreter. «Antisemitismus ist nicht nur falsch, er ist böse.»

Pence warnte die Europäer zudem davor, sich von russischem Gas abhängig zu machen. «Wir können die Verteidigung des Westens nicht garantieren, wenn unsere Bündnispartner sich vom Osten abhängig machen.» Er dankte allen europäischen Partnern, die sich ganz klar gegen die deutsch-russische Gaspipeline Nord Stream 2 gestellt hätten. «Wir möchten auch, dass andere Länder sich so positionieren.»

Merkel sieht in Russland aber weiter einen Partner. Wenn man die Kontakte zu Russland kappe, überlasse man die Zusammenarbeit mit Moskau ganz China. «Wir wollen auch ein bisschen an den Handelsbeziehungen teilnehmen.» Die Abhängigkeit Europas von russischem Gas hänge nicht davon ab, ob die Pipeline gebaut werde oder nicht. «Ein russisches Gasmolekül bleibt ein russisches Gasmolekül, egal, ob es über die Ukraine kommt oder ob es über die Ostsee kommt.»

Die CDU-Chefin sprach sich auch dafür aus, das Abkommen zur Verhinderung einer iranischen Atombombe beizubehalten. Diesen «kleinen Anker» müsse man nutzen, um auf anderen Gebieten Druck zu machen. Die USA und die Europäer sind sich zwar einig, dass die Einmischung des Irans in regionale Konflikte unterbunden werden muss. Sie setzen dabei aber auf unterschiedliche Mittel. Deutschland will das Abkommen, das im Gegenzug wirtschaftliche Anreize setzt, zusammen mit Frankreich und Großbritannien retten. Die USA sind ausgestiegen und wollen den Iran mit immer härteren Sanktionen unter Druck setzen.

Der Iran kritisierte die Behauptung von Pence, Iran bereite einen zweiten Holocaust vor. «Der Holocaust war ein Desaster. Doch niemand, auch der US-Vizepräsident nicht, darf mit dem Holocaust Stimmung machen», sagte Außenminister Mohammed Dschawad Sarif dem «Spiegel».

Merkel erklärte in München, das US-Handelsministerium schätze europäische Autos als Gefahr für die nationale Sicherheit ein. Auf Grundlage könnte Trump neue Sonderzölle einführen. Der Wert europäischer Auto- und Autoteilexporte in die USA wurde zuletzt von der EU-Kommission auf mehr als 50 Milliarden Euro pro Jahr beziffert.

Merkel sagte, sie verstehe nicht, wie die Amerikaner deutsche Autos als Gefahr für die nationale Sicherheit einstufen könnten. «Wir sind stolz auf unsere Autos. Das dürfen wir ja auch.» Noch dazu würden viele der Wagen in den USA gefertigt. «Ich glaube, es wäre gut, wir kommen in gute Gespräche miteinander.»

Merkel warnte die USA davor, sich vorschnell aus dem Bürgerkriegsland Syrien zurückzuziehen. «Ist es denn nun gut, jetzt aus Syrien sofort und schnell abzuziehen vonseiten der Amerikaner? Oder ist es nicht auch wieder eine Stärkung der Möglichkeiten des Iran und Russlands, dort Einfluss zu nehmen? Auch darüber müssen wir sprechen.»

Die USA wollen von ihren Nato-Verbündeten Truppen für eine Ablösung amerikanischer Soldaten in Syrien. Dazu habe es am Samstag Konsultationen gegeben, die weitergeführt werden sollen, sagte Pence Journalisten. «Wir wollen unsere Soldaten nach Hause bringen.» Dass Länder wie Deutschland Soldaten zur Verfügung stellen, ist unwahrscheinlich. Als Voraussetzung gilt ein UN-Mandat.

Merkel rief China dazu auf, sich an Versuchen zur Rettung des INF-Abrüstungsvertrages zu beteiligen. Der oberste Außenpolitiker Chinas, Yang Jiechi, sagte laut offizieller Übersetzung in München, Peking sei gegen die «Multilateralisierung» des INF-Vertrags. Die USA hatten den INF-Vertrag Anfang des Monats mit Rückendeckung der Nato-Partner zum 2. August gekündigt. Offizielle Begründung sind Vorwürfe gegen Russland, das Abkommen seit Jahren zu verletzen.

Pence pochte erneut auf höhere Wehretats der Nato-Verbündeten. Inzwischen habe sich die Zahl der Nato-Staaten verdoppelt, die zwei Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes für Verteidigung ausgeben. Dies sei das Ergebnis der Forderung von Trump, der auf wirtschaftliche und militärische Stärke setze. «Amerika ist heute stärker als je zuvor und Amerika führt die Welt einmal mehr.»

Die Kanzlerin stellte eine weitere Steigerung der deutschen Verteidigungsausgaben in Aussicht, wies aber auch auf die Bedeutung einer umfassenden Entwicklungspolitik hin. Trump drängt seinen Nato-Partner Deutschland, den Verteidigungsetat in fünf Jahren auf zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes aufzustocken. Das würde Mehrausgaben in zweistelliger Milliardenhöhe bedeuten. Merkel stellte in Aussicht, bis 2025 1,5 Prozent zu schaffen.

Gegen eine weitere Aufrüstung gingen mehrere Tausend Menschen auf die Straße. Auf dem Marienplatz versammelten sich nach Schätzungen der Polizei am Samstagnachmittag rund 3500 Menschen. Die Veranstalter nannten mindestens 6500 Teilnehmer. Es blieb friedlich.

Münchner Sicherheitskonferenz

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-radioline-politik-inland Sat, 16 Feb 2019 20:52:18 +0100
«Gelbwesten» protestieren wieder in Frankreich https://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/gelbwesten-protestieren-wieder-in-frankreich-2/ Paris (dpa) - Fast auf den Tag genau drei Monate nach Beginn der «Gelbwesten»-Proteste in Frankreich haben erneut Tausende Menschen gegen die Politik der Regierung demonstriert. In ganz Frankreich gingen rund 41 500 Menschen auf die Straße, davon 5000 in der Hauptstadt, wie eine Sprecherin des Innenministeriums sagte. Damit sank die Teilnehmerzahl weiter. In Paris verlief der Protest nach Angaben aus Polizeikreisen überwiegend friedlich. Vereinzelt setzten die Sicherheitskräfte Tränengas ein.

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Paris (dpa) - Fast auf den Tag genau drei Monate nach Beginn der «Gelbwesten»-Proteste in Frankreich haben erneut Tausende Menschen gegen die Politik der Regierung demonstriert. In ganz Frankreich gingen rund 41 500 Menschen auf die Straße, davon 5000 in der Hauptstadt, wie eine Sprecherin des Innenministeriums sagte. Damit sank die Teilnehmerzahl weiter. In Paris verlief der Protest nach Angaben aus Polizeikreisen überwiegend friedlich. Vereinzelt setzten die Sicherheitskräfte Tränengas ein.

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-radioline-schlaglichter Sat, 16 Feb 2019 20:50:02 +0100
Drama «Synonyme» gewinnt den Goldenen Bären https://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/drama-synonyme-gewinnt-den-goldenen-baeren/ Berlin (dpa) - Das Drama «Synonyme» über einen jungen Israeli hat bei der Berlinale überraschend den Goldenen Bären gewonnen.

Regisseur Nadav Lapid erzählt darin die Geschichte eines Mannes, der in Paris seine israelischen Wurzeln hinter sich lassen möchte. Den Gewinner des Hauptpreises gab Jurypräsidentin Juliette Binoche am Samstagabend in Berlin bekannt.

Auch deutsche Kandidaten waren bei den 69. Internationalen Filmfestspielen erfolgreich. So ging der Silberne Bär für die beste Regie an Angela Schanelec. Die 57-Jährige erzählt in «Ich war zuhause, aber» davon, wie eine Mutter mit dem Tod ihres Partners umgeht. Es ist aber auch ein Film über die Kunst an sich.

Das Drama «Systemsprenger» der deutschen Regisseurin Nora Fingscheidt bekam den Alfred-Bauer-Preis. Damit wird ein Spielfilm geehrt, der «neue Perspektiven eröffnet». Der Film handelt von einem gewalttätigen Mädchen, das von einer Unterbringung in die nächste geschoben wird und das Jugendhilfesystem an seine Grenzen bringt.

Die Berlinale gehört neben Cannes und Venedig zu den wichtigsten Filmfestivals der Welt. Es ist das erste Mal, dass ein Regisseur aus Israel den Goldenen Bären gewinnt.

«Synonyme» handelt vom jungen Yoav (Tom Mercier) aus Tel Aviv, der seine Vergangenheit hinter sich lassen will. Er zieht nach Paris und lernt wie wild Französisch, weil er kein Hebräisch mehr sprechen will. Die Geschichte ist angelehnt an Nadav Lapids eigene Biografie.

Lapid wurde 1975 in Tel Aviv geboren, zog nach seinem Militärdienst nach Paris und wieder zurück. «Ich glaube, das sind Fragen, die Menschen überall in der Welt angehen: Wie weit wir uns von unserer Identität lossagen und eine neue entwickeln können», sagte Lapid über seinen Film. Die französisch-israelisch-deutsche Koproduktion galt unter Kritikern nicht unbedingt als Favorit.

Den Großen Preis der Jury holte am Samstagabend der französische Regisseur François Ozon mit «Gelobt sei Gott» über Missbrauch in der katholischen Kirche. Als beste Darsteller wurden die Chinesen Yong Mei und Wang Jingchun ausgezeichnet: Sie spielen in «So Long, My Son» ein Ehepaar, dessen Schicksal über 30 Jahre hinweg begleitet wird.

Der Silberne Bär für das beste Drehbuch geht an ein Team um den Autor und Mafiakritiker Roberto Saviano. Der Italiener stellte auf der Berlinale den Film «Piranhas» vor, der von einer Jugendbande in Neapel erzählt, die in Drogengeschäfte abrutscht. Geehrt wurde auch der Kameramann Rasmus Videbæk für eine «herausragende künstlerische Leistung» im skandinavischen Film «Pferde stehlen».

Die Berlinale wurde in diesem Jahr zum letzten Mal von Dieter Kosslick geleitet. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) würdigte Kosslick als «wahren Filmhelden». Er habe die Berlinale stets an den Fronten der großen, kontroversen Debatten unserer Zeit positioniert. Unter Kosslick habe sich die Berlinale zum größten Publikumsfestival entwickelt.

Rund 400 Filme standen in diesem Jahr auf dem Programm. Nach Kosslick übernimmt eine Doppelspitze die Führung: Neuer künstlerischer Leiter der Berlinale wird der Italiener Carlo Chatrian, ihm zur Seite steht Mariette Rissenbeek als geschäftsführende Leiterin.

Informationen zum Film "Synonyme"

Berlinale-Website

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Berlin (dpa) - Das Drama «Synonyme» über einen jungen Israeli hat bei der Berlinale überraschend den Goldenen Bären gewonnen.

Regisseur Nadav Lapid erzählt darin die Geschichte eines Mannes, der in Paris seine israelischen Wurzeln hinter sich lassen möchte. Den Gewinner des Hauptpreises gab Jurypräsidentin Juliette Binoche am Samstagabend in Berlin bekannt.

Auch deutsche Kandidaten waren bei den 69. Internationalen Filmfestspielen erfolgreich. So ging der Silberne Bär für die beste Regie an Angela Schanelec. Die 57-Jährige erzählt in «Ich war zuhause, aber» davon, wie eine Mutter mit dem Tod ihres Partners umgeht. Es ist aber auch ein Film über die Kunst an sich.

Das Drama «Systemsprenger» der deutschen Regisseurin Nora Fingscheidt bekam den Alfred-Bauer-Preis. Damit wird ein Spielfilm geehrt, der «neue Perspektiven eröffnet». Der Film handelt von einem gewalttätigen Mädchen, das von einer Unterbringung in die nächste geschoben wird und das Jugendhilfesystem an seine Grenzen bringt.

Die Berlinale gehört neben Cannes und Venedig zu den wichtigsten Filmfestivals der Welt. Es ist das erste Mal, dass ein Regisseur aus Israel den Goldenen Bären gewinnt.

«Synonyme» handelt vom jungen Yoav (Tom Mercier) aus Tel Aviv, der seine Vergangenheit hinter sich lassen will. Er zieht nach Paris und lernt wie wild Französisch, weil er kein Hebräisch mehr sprechen will. Die Geschichte ist angelehnt an Nadav Lapids eigene Biografie.

Lapid wurde 1975 in Tel Aviv geboren, zog nach seinem Militärdienst nach Paris und wieder zurück. «Ich glaube, das sind Fragen, die Menschen überall in der Welt angehen: Wie weit wir uns von unserer Identität lossagen und eine neue entwickeln können», sagte Lapid über seinen Film. Die französisch-israelisch-deutsche Koproduktion galt unter Kritikern nicht unbedingt als Favorit.

Den Großen Preis der Jury holte am Samstagabend der französische Regisseur François Ozon mit «Gelobt sei Gott» über Missbrauch in der katholischen Kirche. Als beste Darsteller wurden die Chinesen Yong Mei und Wang Jingchun ausgezeichnet: Sie spielen in «So Long, My Son» ein Ehepaar, dessen Schicksal über 30 Jahre hinweg begleitet wird.

Der Silberne Bär für das beste Drehbuch geht an ein Team um den Autor und Mafiakritiker Roberto Saviano. Der Italiener stellte auf der Berlinale den Film «Piranhas» vor, der von einer Jugendbande in Neapel erzählt, die in Drogengeschäfte abrutscht. Geehrt wurde auch der Kameramann Rasmus Videbæk für eine «herausragende künstlerische Leistung» im skandinavischen Film «Pferde stehlen».

Die Berlinale wurde in diesem Jahr zum letzten Mal von Dieter Kosslick geleitet. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) würdigte Kosslick als «wahren Filmhelden». Er habe die Berlinale stets an den Fronten der großen, kontroversen Debatten unserer Zeit positioniert. Unter Kosslick habe sich die Berlinale zum größten Publikumsfestival entwickelt.

Rund 400 Filme standen in diesem Jahr auf dem Programm. Nach Kosslick übernimmt eine Doppelspitze die Führung: Neuer künstlerischer Leiter der Berlinale wird der Italiener Carlo Chatrian, ihm zur Seite steht Mariette Rissenbeek als geschäftsführende Leiterin.

Informationen zum Film "Synonyme"

Berlinale-Website

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-radioline-kino Sat, 16 Feb 2019 20:49:50 +0100
Rekord-Torschütze Pizarro rettet Werder gegen Hertha BSC https://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/rekord-torschuetze-pizarro-rettet-werder-gegenhertha-bsc/ Berlin (dpa) - Hertha BSC hat den ersten Sieg gegen Werder Bremen nach fünf Jahren verpasst. Das Team von Trainer Pal Dardai musste sich in der Fußball-Bundesliga mit einem 1:1 begnügen. Davie Selke brachte Hertha in der 25. Minute in Führung. Claudio Pizarro glich in der Nachspielzeit mit der letzten Aktion per Freistoß aus. Der Stürmer ist mit nun mit 40 Jahren und 136 Tagen der älteste Torschütze der Bundesliga. Die Berliner bleiben mit 32 Punkten Neunter, Werder hat einen Zähler weniger und ist weiter Zehnter.

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Berlin (dpa) - Hertha BSC hat den ersten Sieg gegen Werder Bremen nach fünf Jahren verpasst. Das Team von Trainer Pal Dardai musste sich in der Fußball-Bundesliga mit einem 1:1 begnügen. Davie Selke brachte Hertha in der 25. Minute in Führung. Claudio Pizarro glich in der Nachspielzeit mit der letzten Aktion per Freistoß aus. Der Stürmer ist mit nun mit 40 Jahren und 136 Tagen der älteste Torschütze der Bundesliga. Die Berliner bleiben mit 32 Punkten Neunter, Werder hat einen Zähler weniger und ist weiter Zehnter.

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-radioline-schlaglichter Sat, 16 Feb 2019 20:42:27 +0100
Abstiegskandidaten Stuttgart und Hannover verlieren https://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/abstiegskandidaten-stuttgart-und-hannover-verlieren/ Berlin (dpa) - Auch nach der Installierung des neuen Sportvorstands Thomas Hitzlsperger steckt der VfB Stuttgart weiter in der Krise.

Die Schwaben verloren gegen Champions-League-Anwärter RB Leipzig 1:3 (1:1) und liegen damit weiter nur ein Punkt vor den direkten Abstiegsplätzen. Dort befindet sich weiterhin Hannover 96 nach dem 0:3 (0:2) bei 1899 Hoffenheim.

Die nächste Enttäuschung setzte es für Vizemeister FC Schalke 04, der nach dem 0:0 gegen den SC Freiburg nicht aus dem Tabellenkeller herauskommt. Die Königsblauen bleiben mit 23 Punkten auf Platz 14. Dagegen schaffte der VfL Wolfsburg, der in den vergangenen beiden Spielzeiten erst in der Relegation die Rettung schaffte, durch ein 3:0 (1:0) gegen den FSV Mainz 05 den vorläufigen Sprung auf einen Europacup-Platz. Den haben auch Hertha BSC und Werder Bremen nach dem 1:1 (1:0) im direkten Aufeinandertreffen im Visier.

Am Ende einer turbulenten Woche mit der Ablösung des Sportvorstands Michael Reschke durch Hitzlsperger blieb es für den VfB sportlich alles beim Alten. Marcel Sabitzer per Freistoß (68. Minute) und Yussuf Poulsen (74.) besiegelten die elfte Niederlage im 15. Saisonspiel unter dem glücklosen Trainer Markus Weinzierl, der nun um seinen Job fürchten muss. Stuttgarts Winter-Zugang Steven Zuber hatte zuvor per Handelfmeter (16.) die erstmalige Führung der Sachsen durch Yussuf Poulsen (6.) ausgeglichen. Als Vierter liegt RB aktuell sechs Zähler vor Wolfsburg.

Die 14. Pleite im 22. Spiel von Hannover war quasi schon nach 14 Minuten besiegelt. Nach den Toren von Joelinton (4.) und Ishak Belfodil (14.) kamen die Niedersachsen im dritten Spiel unter dem neuen Trainer Thomas Doll nicht mehr zurück. Außerdem traf Kerem Demirbay für die klar überlegenen Gastgeber (80.). 96 ist damit seit Oktober 2017 ohne Auswärtssieg.

In Wolfsburg schossen Maximilian Arnold (4.), Wout Weghorst per Handelfmeter (69.) und Robin Knoche (76.) den VfL-Sieg heraus. Damit hat die Mannschaft von Bruno Labbadia mit 35 Punkten schon zwölf Spiele vor Schluss die Ausbeute aus der Vorsaison (33) übertroffen.

Dies wird dem letztjährigen Zweiten Schalke kaum mehr gelingen. Gegen Freiburg kam für die Mannschaft von Domenico Tedesco erschwerend hinzu, dass Suat Serdar wegen groben Foulspiels schon in der ersten Halbzeit die Rote Karte sah (42.). Der bislang so enttäuschende Königstransfer Sebastian Rudy kam gar nicht zum Einsatz. Auf Freiburger Seite sah Christian Günter in der Nachspielzeit die Gelb-Rote Karte (90.+2).

In Berlin brachte der Ex-Bremer Davie Selkie die Hertha in Führung (25.), doch Oldie Claudio Pizarro gelang in der Nachspielzeit per Freistoß noch der Ausgleich (90.+5). Damit avancierte Pizarro mit 40 Jahren und 136 Tagen zum ältesten Torschützen der Liga-Geschichte. Zuvor hatte Mirko Votava mit 40 Jahren und 121 Tagen die Bestmarke gehalten.

Bundesliga-Homepage

Bundesliga-Tabelle

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Berlin (dpa) - Auch nach der Installierung des neuen Sportvorstands Thomas Hitzlsperger steckt der VfB Stuttgart weiter in der Krise.

Die Schwaben verloren gegen Champions-League-Anwärter RB Leipzig 1:3 (1:1) und liegen damit weiter nur ein Punkt vor den direkten Abstiegsplätzen. Dort befindet sich weiterhin Hannover 96 nach dem 0:3 (0:2) bei 1899 Hoffenheim.

Die nächste Enttäuschung setzte es für Vizemeister FC Schalke 04, der nach dem 0:0 gegen den SC Freiburg nicht aus dem Tabellenkeller herauskommt. Die Königsblauen bleiben mit 23 Punkten auf Platz 14. Dagegen schaffte der VfL Wolfsburg, der in den vergangenen beiden Spielzeiten erst in der Relegation die Rettung schaffte, durch ein 3:0 (1:0) gegen den FSV Mainz 05 den vorläufigen Sprung auf einen Europacup-Platz. Den haben auch Hertha BSC und Werder Bremen nach dem 1:1 (1:0) im direkten Aufeinandertreffen im Visier.

Am Ende einer turbulenten Woche mit der Ablösung des Sportvorstands Michael Reschke durch Hitzlsperger blieb es für den VfB sportlich alles beim Alten. Marcel Sabitzer per Freistoß (68. Minute) und Yussuf Poulsen (74.) besiegelten die elfte Niederlage im 15. Saisonspiel unter dem glücklosen Trainer Markus Weinzierl, der nun um seinen Job fürchten muss. Stuttgarts Winter-Zugang Steven Zuber hatte zuvor per Handelfmeter (16.) die erstmalige Führung der Sachsen durch Yussuf Poulsen (6.) ausgeglichen. Als Vierter liegt RB aktuell sechs Zähler vor Wolfsburg.

Die 14. Pleite im 22. Spiel von Hannover war quasi schon nach 14 Minuten besiegelt. Nach den Toren von Joelinton (4.) und Ishak Belfodil (14.) kamen die Niedersachsen im dritten Spiel unter dem neuen Trainer Thomas Doll nicht mehr zurück. Außerdem traf Kerem Demirbay für die klar überlegenen Gastgeber (80.). 96 ist damit seit Oktober 2017 ohne Auswärtssieg.

In Wolfsburg schossen Maximilian Arnold (4.), Wout Weghorst per Handelfmeter (69.) und Robin Knoche (76.) den VfL-Sieg heraus. Damit hat die Mannschaft von Bruno Labbadia mit 35 Punkten schon zwölf Spiele vor Schluss die Ausbeute aus der Vorsaison (33) übertroffen.

Dies wird dem letztjährigen Zweiten Schalke kaum mehr gelingen. Gegen Freiburg kam für die Mannschaft von Domenico Tedesco erschwerend hinzu, dass Suat Serdar wegen groben Foulspiels schon in der ersten Halbzeit die Rote Karte sah (42.). Der bislang so enttäuschende Königstransfer Sebastian Rudy kam gar nicht zum Einsatz. Auf Freiburger Seite sah Christian Günter in der Nachspielzeit die Gelb-Rote Karte (90.+2).

In Berlin brachte der Ex-Bremer Davie Selkie die Hertha in Führung (25.), doch Oldie Claudio Pizarro gelang in der Nachspielzeit per Freistoß noch der Ausgleich (90.+5). Damit avancierte Pizarro mit 40 Jahren und 136 Tagen zum ältesten Torschützen der Liga-Geschichte. Zuvor hatte Mirko Votava mit 40 Jahren und 121 Tagen die Bestmarke gehalten.

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-radioline-sport Sat, 16 Feb 2019 20:37:02 +0100
Drama «Synonyme» gewinnt den Goldenen Bären https://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/drama-synonyme-gewinnt-den-goldenen-baeren-1/ Berlin (dpa) - Das Drama «Synonyme» über einen jungen Israeli hat bei der Berlinale überraschend den Goldenen Bären gewonnen. Regisseur Nadav Lapid erzählt darin die Geschichte eines Mannes, der in Paris seine israelischen Wurzeln hinter sich lassen möchte. Auch deutsche Kandidaten waren bei den 69. Internationalen Filmfestspielen erfolgreich. So ging der Silberne Bär für die beste Regie an Angela Schanelec. Die 57-Jährige erzählt in «Ich war zuhause, aber» davon, wie eine Mutter mit dem Tod ihres Partners umgeht.

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Berlin (dpa) - Das Drama «Synonyme» über einen jungen Israeli hat bei der Berlinale überraschend den Goldenen Bären gewonnen. Regisseur Nadav Lapid erzählt darin die Geschichte eines Mannes, der in Paris seine israelischen Wurzeln hinter sich lassen möchte. Auch deutsche Kandidaten waren bei den 69. Internationalen Filmfestspielen erfolgreich. So ging der Silberne Bär für die beste Regie an Angela Schanelec. Die 57-Jährige erzählt in «Ich war zuhause, aber» davon, wie eine Mutter mit dem Tod ihres Partners umgeht.

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-radioline-schlaglichter Sat, 16 Feb 2019 20:30:02 +0100
Rund 2000 Teilnehmer an «Bunte Westen»-Demos in Deutschland https://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/bunte-westen-wollen-bundesweit-mobil-machen/ Berlin (dpa) - Nach dem Vorbild der französischen «Gelbwesten» haben in vielen deutschen Landeshauptstädten die «Bunten Westen» demonstriert. Addiert man die Angaben von Polizei und Beobachtern, versammelten sich am Samstag rund 2000 Menschen bei den Protestkundgebungen.

Die «Aktion #Bunte Westen» fordert bundesweit bessere Arbeitsbedingungen, bessere Bildung und Pflege. Zu den Demonstrationen in 14 Städten unter dem Motto «Wir sind Viele. Wir sind vielfältig. Wir haben die Schnauze voll!» hatte die Sammlungsbewegung «Aufstehen» der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht aufgerufen.

An einer Kundgebung in Berlin beteiligten sich nach Polizeiangaben etwa 500 Menschen. Mehrere Hundert Teilnehmer kamen in Hamburg, Kiel und Schwerin zusammen. In der Innenstadt von Magdeburg zählte die Polizei rund 100 Teilnehmer. Es habe sich um eine friedliche Kundgebung gehandelt, teilte die Polizei mit. Auch in Erfurt trafen sich nach Polizeiangaben rund 100 Menschen zu einer Kundgebung. Menschen mit farbigen Westen seien allerdings nur vereinzelt darunter gewesen, sagte ein Sprecher.

Eine Kundgebung in Mainz erwies sich als Flop. Nur drei Menschen folgten dort dem Aufruf, wie die Polizei mitteilte. «Wahrscheinlich liegen die Prioritäten der Mainzer in Zeiten der Fastnacht anders», sagte eine Sprecherin. Gleichzeitig mit der Kundgebung feierten zehntausend Menschen in Mainz den Start in die Straßenfastnacht.

Die im Sommer 2018 gegründete Bewegung «Aufstehen» hat bundesweit nach eigenen Angaben inzwischen rund 170.000 Mitglieder. Vorbild für die «Aktion #Bunte Westen» ist die «Gelbwesten»-Bewegung in Frankreich, die im November 2018 mit Protesten gegen geplante Benzinpreiserhöhungen begonnen hatte. Inzwischen richtet sie sich aber allgemein gegen die Reformpolitik der Mitte-Regierung von Präsident Emmanuel Macron.

Im Nachbarland demonstrierten am Samstag erneut rund 41.500 Menschen gegen die französische Regierung. Damit sank die Teilnehmerzahl weiter. In Paris verlief der Protest nach Angaben aus Polizeikreisen überwiegend friedlich. 26 Menschen wurden demnach kurzzeitig festgenommen. Vereinzelt setzten die Sicherheitskräfte Tränengas ein. Auch in vielen anderen Städten fanden wieder «Gelbwesten»-Demonstrationen statt, darunter Marseille, Bordeaux und Straßburg. Auch hier blieb es Berichten zufolge weitgehend friedlich, am Nachmittag kam es jedoch mancherorts zu Zusammenstößen mit der Polizei.

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Berlin (dpa) - Nach dem Vorbild der französischen «Gelbwesten» haben in vielen deutschen Landeshauptstädten die «Bunten Westen» demonstriert. Addiert man die Angaben von Polizei und Beobachtern, versammelten sich am Samstag rund 2000 Menschen bei den Protestkundgebungen.

Die «Aktion #Bunte Westen» fordert bundesweit bessere Arbeitsbedingungen, bessere Bildung und Pflege. Zu den Demonstrationen in 14 Städten unter dem Motto «Wir sind Viele. Wir sind vielfältig. Wir haben die Schnauze voll!» hatte die Sammlungsbewegung «Aufstehen» der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht aufgerufen.

An einer Kundgebung in Berlin beteiligten sich nach Polizeiangaben etwa 500 Menschen. Mehrere Hundert Teilnehmer kamen in Hamburg, Kiel und Schwerin zusammen. In der Innenstadt von Magdeburg zählte die Polizei rund 100 Teilnehmer. Es habe sich um eine friedliche Kundgebung gehandelt, teilte die Polizei mit. Auch in Erfurt trafen sich nach Polizeiangaben rund 100 Menschen zu einer Kundgebung. Menschen mit farbigen Westen seien allerdings nur vereinzelt darunter gewesen, sagte ein Sprecher.

Eine Kundgebung in Mainz erwies sich als Flop. Nur drei Menschen folgten dort dem Aufruf, wie die Polizei mitteilte. «Wahrscheinlich liegen die Prioritäten der Mainzer in Zeiten der Fastnacht anders», sagte eine Sprecherin. Gleichzeitig mit der Kundgebung feierten zehntausend Menschen in Mainz den Start in die Straßenfastnacht.

Die im Sommer 2018 gegründete Bewegung «Aufstehen» hat bundesweit nach eigenen Angaben inzwischen rund 170.000 Mitglieder. Vorbild für die «Aktion #Bunte Westen» ist die «Gelbwesten»-Bewegung in Frankreich, die im November 2018 mit Protesten gegen geplante Benzinpreiserhöhungen begonnen hatte. Inzwischen richtet sie sich aber allgemein gegen die Reformpolitik der Mitte-Regierung von Präsident Emmanuel Macron.

Im Nachbarland demonstrierten am Samstag erneut rund 41.500 Menschen gegen die französische Regierung. Damit sank die Teilnehmerzahl weiter. In Paris verlief der Protest nach Angaben aus Polizeikreisen überwiegend friedlich. 26 Menschen wurden demnach kurzzeitig festgenommen. Vereinzelt setzten die Sicherheitskräfte Tränengas ein. Auch in vielen anderen Städten fanden wieder «Gelbwesten»-Demonstrationen statt, darunter Marseille, Bordeaux und Straßburg. Auch hier blieb es Berichten zufolge weitgehend friedlich, am Nachmittag kam es jedoch mancherorts zu Zusammenstößen mit der Polizei.

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-radioline-politik-inland Sat, 16 Feb 2019 19:56:11 +0100
Die Gewinnzahlen vom Samstag, 16. Februar https://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/die-gewinnzahlen-vom-samstag-9-februar/ Lottozahlen: 6 - 9 - 10 - 11 - 18 - 22 Superzahl: 7 Spiel 77: 3 7 4 1 1 4 2 Super 6: 2 7 2 5 8 0

(ohne Gewähr)

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Lottozahlen: 6 - 9 - 10 - 11 - 18 - 22
Superzahl: 7
Spiel 77: 3 7 4 1 1 4 2
Super 6: 2 7 2 5 8 0

(ohne Gewähr)

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-radioline-leben-lotto Sat, 16 Feb 2019 19:45:21 +0100
Schauspieler Bruno Ganz gestorben https://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/bruno-ganz-im-alter-von-77-jahren-gestorben/ Zürich (dpa) - Bruno Ganz, einer der bedeutendsten Film- und Theaterschauspieler im deutschsprachigen Raum, ist tot. Er starb im Alter von 77 Jahren am Samstag in seiner Heimatstadt Zürich.

Ganz sei in den frühen Morgenstunden im Kreise seiner engsten Familie seiner Krebserkrankung erlegen, teilte seine Agentin Patricia Baumbauer mit. Sein Tod löste große Trauer aus.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte Ganz als «einen großartigen Menschen und Schauspieler von Weltrang». «Nicht, was gesagt, gezeigt oder gespielt wird, ist entscheidend, sondern wie es gesagt, gezeigt oder gespielt wird. Bruno Ganz besaß diesen magischen Schlüssel, der große Kunst erschließt», hieß es in einem Kondolenzschreiben Steinmeiers. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) bezeichnete Ganz als «eine Ikone des deutschsprachigen Theaters und einen herausragenden Könner auch der internationalen Schauspielkunst». Der frühere Schweizer Bundespräsident Alain Berset erklärte, Bühne und Film verlören einen großen Schweizer Darsteller.

Ganz war Träger des Iffland-Rings als bedeutendster und würdigster Bühnenkünstler des deutschsprachigen Theaters. Nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Film war er einer der Großen seines Fachs. Von der Kritik in höchsten Tönen gelobt und nach seinen eigenen Worten ein Einschnitt in seinem künstlerischen Wirken war seine Verkörperung des Diktators Adolf Hitler in «Der Untergang» (2004). 2017 spielte Ganz in «Der Trafikant» den Psychoanalytiker Sigmund Freud.

Der kürzlich neugewählte Präsident der Deutschen Filmakademie, Ulrich Matthes, zeigte sich «bestürzt und sehr traurig über den Tod meines großen, wenn nicht größten Kollegen». Markus Hinterhäuser, Intendant der Salzburger Festspiele, sagte: «Sein Tod hinterlässt eine große Leere. Seine einzigartige Kunst, seine Stimme und sein unvergleichliches Lächeln werden mir, werden uns unendlich fehlen.» In Salzburg spielte Ganz unter anderem in der Uraufführung von Peter Handkes «Prometheus, gefesselt» (1986).

Als Sohn eines Schweizer Fabrikarbeiters und einer italienischen Mutter wuchs Bruno Ganz in Zürich auf. Schon als Schüler entdeckte er die Bühne für sich. Er verließ kurz vor dem Abitur das Gymnasium. Es folgten Abendkurse am Zürcher Bühnenstudio und erste Engagements in Göttingen und Bremen. In Bremen traf er mit Peter Stein einen Regisseur, mit dem er lange zusammenarbeitete.

Die von Stein geleitete Berliner Schaubühne wurde in den 1970er Jahren zum Dreh- und Angelpunkt des europäischen Theaterlebens. Dort spielte Ganz unter anderem die Titelrolle in Ibsens «Peer Gynt» und in «Kleists Traum vom Prinzen Homburg». «Wir trauern um den großen Bruno Ganz», twitterte die Schaubühne am Samstag. In Peter Steins monumentalem 21-stündigen «Faust»-Projekt (2000/2001) verkörperte Ganz den Faust.

Mitte der 70er Jahre wurde auch der Film zu seinem Metier. Zu den ersten Streifen zählten die Literaturverfilmung «Die Marquise von O.» (1976), in der Ganz den Grafen spielte, und Peter Steins Verfilmung der «Sommergäste». Später folgten Werner Herzogs «Nosferatu» (1978) und Volker Schlöndorffs «Die Fälschung» (1981). Zu seinen Freunden zählte Ganz den deutschen Regisseur Wim Wenders, unter dessen Regie er 1977 die Hauptrolle in «Der amerikanische Freund» spielte und mit dem er 1987 «Der Himmel über Berlin» drehte. In dem Film «In Zeiten des abnehmenden Lichts» (2017) mimte Ganz einen DDR-Funktionär kurz vor dem Mauerfall.

Für den Fernsehfilm «Gegen Ende der Nacht» über Schicksale und Schuld unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt er 1999 als einer der Darsteller den Adolf-Grimme-Preis. Unvergessen ist sein Auftritt als trauriger Kellner in der vielfach ausgezeichneten italienischen Komödie «Brot und Tulpen». Das höchste Staatsamt seiner Heimat hatte Ganz auch inne - zumindest im Film. In «Der große Kater» spielte er 2010 den Bundespräsidenten der Schweiz, der durch eine Intrige aus dem Amt gedrängt werden soll.

Im Sommer 2018 sollte Ganz bei den Salzburger Festspielen den Erzähler in der Mozart-Oper «Die Zauberflöte» spielen. Dazu kam es nicht mehr. Die Proben musste er auf dringenden ärztlichen Rat abbrechen.

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Zürich (dpa) - Bruno Ganz, einer der bedeutendsten Film- und Theaterschauspieler im deutschsprachigen Raum, ist tot. Er starb im Alter von 77 Jahren am Samstag in seiner Heimatstadt Zürich.

Ganz sei in den frühen Morgenstunden im Kreise seiner engsten Familie seiner Krebserkrankung erlegen, teilte seine Agentin Patricia Baumbauer mit. Sein Tod löste große Trauer aus.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte Ganz als «einen großartigen Menschen und Schauspieler von Weltrang». «Nicht, was gesagt, gezeigt oder gespielt wird, ist entscheidend, sondern wie es gesagt, gezeigt oder gespielt wird. Bruno Ganz besaß diesen magischen Schlüssel, der große Kunst erschließt», hieß es in einem Kondolenzschreiben Steinmeiers. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) bezeichnete Ganz als «eine Ikone des deutschsprachigen Theaters und einen herausragenden Könner auch der internationalen Schauspielkunst». Der frühere Schweizer Bundespräsident Alain Berset erklärte, Bühne und Film verlören einen großen Schweizer Darsteller.

Ganz war Träger des Iffland-Rings als bedeutendster und würdigster Bühnenkünstler des deutschsprachigen Theaters. Nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Film war er einer der Großen seines Fachs. Von der Kritik in höchsten Tönen gelobt und nach seinen eigenen Worten ein Einschnitt in seinem künstlerischen Wirken war seine Verkörperung des Diktators Adolf Hitler in «Der Untergang» (2004). 2017 spielte Ganz in «Der Trafikant» den Psychoanalytiker Sigmund Freud.

Der kürzlich neugewählte Präsident der Deutschen Filmakademie, Ulrich Matthes, zeigte sich «bestürzt und sehr traurig über den Tod meines großen, wenn nicht größten Kollegen». Markus Hinterhäuser, Intendant der Salzburger Festspiele, sagte: «Sein Tod hinterlässt eine große Leere. Seine einzigartige Kunst, seine Stimme und sein unvergleichliches Lächeln werden mir, werden uns unendlich fehlen.» In Salzburg spielte Ganz unter anderem in der Uraufführung von Peter Handkes «Prometheus, gefesselt» (1986).

Als Sohn eines Schweizer Fabrikarbeiters und einer italienischen Mutter wuchs Bruno Ganz in Zürich auf. Schon als Schüler entdeckte er die Bühne für sich. Er verließ kurz vor dem Abitur das Gymnasium. Es folgten Abendkurse am Zürcher Bühnenstudio und erste Engagements in Göttingen und Bremen. In Bremen traf er mit Peter Stein einen Regisseur, mit dem er lange zusammenarbeitete.

Die von Stein geleitete Berliner Schaubühne wurde in den 1970er Jahren zum Dreh- und Angelpunkt des europäischen Theaterlebens. Dort spielte Ganz unter anderem die Titelrolle in Ibsens «Peer Gynt» und in «Kleists Traum vom Prinzen Homburg». «Wir trauern um den großen Bruno Ganz», twitterte die Schaubühne am Samstag. In Peter Steins monumentalem 21-stündigen «Faust»-Projekt (2000/2001) verkörperte Ganz den Faust.

Mitte der 70er Jahre wurde auch der Film zu seinem Metier. Zu den ersten Streifen zählten die Literaturverfilmung «Die Marquise von O.» (1976), in der Ganz den Grafen spielte, und Peter Steins Verfilmung der «Sommergäste». Später folgten Werner Herzogs «Nosferatu» (1978) und Volker Schlöndorffs «Die Fälschung» (1981). Zu seinen Freunden zählte Ganz den deutschen Regisseur Wim Wenders, unter dessen Regie er 1977 die Hauptrolle in «Der amerikanische Freund» spielte und mit dem er 1987 «Der Himmel über Berlin» drehte. In dem Film «In Zeiten des abnehmenden Lichts» (2017) mimte Ganz einen DDR-Funktionär kurz vor dem Mauerfall.

Für den Fernsehfilm «Gegen Ende der Nacht» über Schicksale und Schuld unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt er 1999 als einer der Darsteller den Adolf-Grimme-Preis. Unvergessen ist sein Auftritt als trauriger Kellner in der vielfach ausgezeichneten italienischen Komödie «Brot und Tulpen». Das höchste Staatsamt seiner Heimat hatte Ganz auch inne - zumindest im Film. In «Der große Kater» spielte er 2010 den Bundespräsidenten der Schweiz, der durch eine Intrige aus dem Amt gedrängt werden soll.

Im Sommer 2018 sollte Ganz bei den Salzburger Festspielen den Erzähler in der Mozart-Oper «Die Zauberflöte» spielen. Dazu kam es nicht mehr. Die Proben musste er auf dringenden ärztlichen Rat abbrechen.

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-radioline-kino Sat, 16 Feb 2019 19:44:49 +0100
Reaktionen zum Tod von Bruno Ganz https://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/reaktionen-zum-tod-von-bruno-ganz/ Berlin (dpa) - Als Ikone und einzigartiger Könner seines Fachs wird der verstorbene Schauspieler Bruno Ganz gewürdigt.

Bundespräsident FRANK-WALTER STEINMEIER:

«Die Nachricht hat mich sehr erschüttert - verlieren wir mit ihm doch einen großartigen Menschen und Schauspieler von Weltrang. (...) Im Kino, auf der Bühne und im Fernsehen hat Bruno Ganz unzählige Menschen mit seiner Kunst fasziniert. So manche Figur der Weltliteratur hat erst durch ihn Profil und Farbe erhalten. (...) Nicht, was gesagt, gezeigt oder gespielt wird, ist entscheidend, sondern wie es gesagt, gezeigt oder gespielt wird. Bruno Ganz besaß diesen magischen Schlüssel, der große Kunst erschließt. (...) In all diesen Rollen hat Bruno Ganz den höchsten Höhen und den tiefsten Tiefen der deutschen Geschichte Ausdruck gegeben. Damit hat er unsere Kultur nicht nur bereichert, sondern entscheidend mitgeprägt. Wir werden ihn schmerzlich vermissen.»

Kulturstaatsministerin MONIKA GRÜTTERS, CDU:

«Mit Bruno Ganz verlieren wir eine Ikone des deutschsprachigen Theaters und einen herausragenden Könner auch der internationalen Schauspielkunst. (...) Weltweit wird er verehrt: ob als Engel Damiel in «Der Himmel über Berlin» oder als trauriger Kellner Fernando in «Brot und Tulpen». (...) Wir werden Bruno Ganz sehr vermissen und hoffen, dass er als «Damiel» weiter mit uns ist.»

Berlinale-Chef DIETER KOSSLICK mit Blick auf den strahlenden Sonnenschein am Samstag in Berlin und in Anlehnung an «Der Himmel über Berlin» - einen der bekanntesten Filme mit Bruno Ganz:

«Ich habe das Gefühl, dass nichts im Weg sein soll, wenn er auf seinem Weg ist in den 'Himmel über Berlin'.»

Schauspielerin IRIS BERBEN, bis vor kurzem Präsidentin der Deutschen Filmakademie - sie hatte das Amt zu Beginn einige Jahre gemeinsam mit Bruno Ganz ausgeübt:

«Sein Wissen um den Beruf, seine Klugheit und vor allem seine Haltung haben mich gestärkt und mir meinen Weg dann geebnet. Sein nationales wie internationales Renommee ist unumstritten, aber mir wird er vor allem als Freund fehlen.»

Schauspieler ULRICH MATTHES, neugewählter Präsident der Deutschen Filmakademie:

«Ich bin bestürzt und sehr traurig über den Tod meines großen, wenn nicht größten Kollegen. (...) Eine Bitte: Hören Sie Bruno Ganz liest Hölderlins 'Diotima' auf YouTube.»

Schauspielerin ALEXANDRA MARIA LARA, die an der Seite von Bruno Ganz in «Der Untergang» Hitlers Sekretärin Traudl Junge spielte:

«Mein Herz ist gebrochen. Bruno. Du warst mein Held, mein großes Vorbild. Ich durfte so viel von Dir lernen und ich werde Dich für immer in meinem Herzen tragen. Ruhe in Frieden»

MARKUS HINTERHÄUSER, Intendant der Salzburger Festspiele:

«Sein Tod hinterlässt eine große Leere. Seine einzigartige Kunst, seine Stimme und sein unvergleichliches Lächeln werden mir, werden uns unendlich fehlen.»

Die Präsidentin der Salzburger Festspiele, HELGA RABL-STADLER:

«Die Theaterwelt hat einen der ganz Großen verloren. (...) Die Festspiele sind dankbar, dass wir ihn in Salzburg haben durften. Durch sein Werk lebt er in uns fort.»

Der frühere Schweizer Bundespräsident ALAIN BERSET:

«Selbst in den boshaften Rollen schimmert bei Bruno Ganz und seinen Charakteren immer Menschlichkeit durch. Das macht sein Wirken und Werk so bedeutsam, weil es differenziert und dadurch verstörend wirkt. Er spielte die Rolle nicht, er lebte sie.»

Berlins Regierender Bürgermeister MICHAEL MÜLLER, SPD:

«Der Tod von Bruno Ganz ist ein großer Verlust für die deutschsprachige Theater- und Filmwelt. Bruno Ganz gehörte zu den Großen seines Metiers.»

Alexandra Maria Lara bei Instagram

Lars Eidinger bei Instagram

Diotima (Friedrich Hölderlin), Bruno Ganz - bei YouTube

Schaubühne bei Twitter

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Berlin (dpa) - Als Ikone und einzigartiger Könner seines Fachs wird der verstorbene Schauspieler Bruno Ganz gewürdigt.

Bundespräsident FRANK-WALTER STEINMEIER:

«Die Nachricht hat mich sehr erschüttert - verlieren wir mit ihm doch einen großartigen Menschen und Schauspieler von Weltrang. (...) Im Kino, auf der Bühne und im Fernsehen hat Bruno Ganz unzählige Menschen mit seiner Kunst fasziniert. So manche Figur der Weltliteratur hat erst durch ihn Profil und Farbe erhalten. (...) Nicht, was gesagt, gezeigt oder gespielt wird, ist entscheidend, sondern wie es gesagt, gezeigt oder gespielt wird. Bruno Ganz besaß diesen magischen Schlüssel, der große Kunst erschließt. (...) In all diesen Rollen hat Bruno Ganz den höchsten Höhen und den tiefsten Tiefen der deutschen Geschichte Ausdruck gegeben. Damit hat er unsere Kultur nicht nur bereichert, sondern entscheidend mitgeprägt. Wir werden ihn schmerzlich vermissen.»

Kulturstaatsministerin MONIKA GRÜTTERS, CDU:

«Mit Bruno Ganz verlieren wir eine Ikone des deutschsprachigen Theaters und einen herausragenden Könner auch der internationalen Schauspielkunst. (...) Weltweit wird er verehrt: ob als Engel Damiel in «Der Himmel über Berlin» oder als trauriger Kellner Fernando in «Brot und Tulpen». (...) Wir werden Bruno Ganz sehr vermissen und hoffen, dass er als «Damiel» weiter mit uns ist.»

Berlinale-Chef DIETER KOSSLICK mit Blick auf den strahlenden Sonnenschein am Samstag in Berlin und in Anlehnung an «Der Himmel über Berlin» - einen der bekanntesten Filme mit Bruno Ganz:

«Ich habe das Gefühl, dass nichts im Weg sein soll, wenn er auf seinem Weg ist in den 'Himmel über Berlin'.»

Schauspielerin IRIS BERBEN, bis vor kurzem Präsidentin der Deutschen Filmakademie - sie hatte das Amt zu Beginn einige Jahre gemeinsam mit Bruno Ganz ausgeübt:

«Sein Wissen um den Beruf, seine Klugheit und vor allem seine Haltung haben mich gestärkt und mir meinen Weg dann geebnet. Sein nationales wie internationales Renommee ist unumstritten, aber mir wird er vor allem als Freund fehlen.»

Schauspieler ULRICH MATTHES, neugewählter Präsident der Deutschen Filmakademie:

«Ich bin bestürzt und sehr traurig über den Tod meines großen, wenn nicht größten Kollegen. (...) Eine Bitte: Hören Sie Bruno Ganz liest Hölderlins 'Diotima' auf YouTube.»

Schauspielerin ALEXANDRA MARIA LARA, die an der Seite von Bruno Ganz in «Der Untergang» Hitlers Sekretärin Traudl Junge spielte:

«Mein Herz ist gebrochen. Bruno. Du warst mein Held, mein großes Vorbild. Ich durfte so viel von Dir lernen und ich werde Dich für immer in meinem Herzen tragen. Ruhe in Frieden»

MARKUS HINTERHÄUSER, Intendant der Salzburger Festspiele:

«Sein Tod hinterlässt eine große Leere. Seine einzigartige Kunst, seine Stimme und sein unvergleichliches Lächeln werden mir, werden uns unendlich fehlen.»

Die Präsidentin der Salzburger Festspiele, HELGA RABL-STADLER:

«Die Theaterwelt hat einen der ganz Großen verloren. (...) Die Festspiele sind dankbar, dass wir ihn in Salzburg haben durften. Durch sein Werk lebt er in uns fort.»

Der frühere Schweizer Bundespräsident ALAIN BERSET:

«Selbst in den boshaften Rollen schimmert bei Bruno Ganz und seinen Charakteren immer Menschlichkeit durch. Das macht sein Wirken und Werk so bedeutsam, weil es differenziert und dadurch verstörend wirkt. Er spielte die Rolle nicht, er lebte sie.»

Berlins Regierender Bürgermeister MICHAEL MÜLLER, SPD:

«Der Tod von Bruno Ganz ist ein großer Verlust für die deutschsprachige Theater- und Filmwelt. Bruno Ganz gehörte zu den Großen seines Metiers.»

Alexandra Maria Lara bei Instagram

Lars Eidinger bei Instagram

Diotima (Friedrich Hölderlin), Bruno Ganz - bei YouTube

Schaubühne bei Twitter

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-radioline-kino Sat, 16 Feb 2019 19:44:04 +0100