Hellweg Radio https://www.hellwegradio.de/ de Hellweg Radio https://www.hellwegradio.de/fileadmin/default/templates/img/logo_hellweg.png https://www.hellwegradio.de/ 150 128 TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Fri, 22 Jun 2018 10:53:53 +0200 Letzte Vorbereitungen des DFB-Teams für Schweden laufen https://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/letzte-vorbereitungen-des-dfb-teams-fuer-schweden-laufen/ Sotschi (dpa) - Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft startet mit den letzten Vorbereitungen für das frühe K.o.-Duell mit Schweden. Heut nachmittag absolviert der Weltmeister in der WM-Arena von Sotschi das Abschlusstraining für das zweite Gruppenspiel gegen die Skandinavier.

Bundestrainer Joachim Löw wird kurz zuvor erstmals seit dem 0:1 gegen Mexiko wieder in einer Pressekonferenz Auskunft geben. Auch Mittelstürmer Mario Gomez spricht zu den Medienvertretern - ein Hinweis auf eine Umstellung in der Startformation?

Nach Tagen mit vielen Analysen und Besprechungen rückt die Partie gegen Schweden näher. Die deutsche Mannschaft will unbedingt den ersten Sieg in Russland bejubeln und die Chancen auf das Achtelfinale erhalten. «Jetzt gilt es, das Ganze besprochene auf dem Platz umzusetzen», sagte Mittelfeldspieler Sami Khedira. Er forderte bedingungslosen Einsatz. «Das hat Deutschland immer stark gemacht: Die Mentalität von elf Kriegern. Das müssen wir wieder reinbekommen. Dann haben wir auch die fußballerische Qualität, schöne Tore zu erzielen.»

Die routinierten Weltmeister rücken beim Versuch, den Fehlstart zu korrigieren, in den Fokus. «Erfahrung ist aber keine Garantie», sagte Innenverteidiger Mats Hummels. «Das schwedische Team ist auch erfahren, deswegen ist das kein großer Vorteil für uns.»

Viel wird spekuliert, ob Löw personelle Umbesetzungen vornimmt oder seinen Führungskräften die Chance zu einem besseren Auftritt gibt. «Wir werden definitiv ein anderes Gesicht zeigen», versprach Hummels.

Die Pflichtspielbilanz gegen Schweden ist eindeutig. In zwölf Partien gab es nur eine Niederlage. Das verlorene WM-Halbfinale von 1958 ist am Samstag fast auf den Tag 60 Jahre her.

Die vorraussichtlichen Aufstellungen:

Deutschland: 1 Neuer (Bayern München/32/77) - 18 Kimmich (Bayern München/23/30), 17 Boateng (Bayern München/29/72), 5 Hummels (Bayern München/29/65), 3 Hector (1. FC Köln/28/38) - 6 Khedira (Juventus Turin/31/76), 8 Kroos (Real Madrid/28/84) - 13 Müller (Bayern München/28/92), 10 Özil (FC Arsenal/29/91), 11 Reus (Borussia Dortmund/29/32) - 9 Werner (RB Leipzig/22/15)

Schweden: 1 Olsen (FC Kopenhagen/28 Jahre/19 Länderspiele) - 2 Lustig (Celtic Glasgow/31/67) , 18 Jansson (Leeds United/27/16), 4 Granqvist (FK Krasnodar/33/73), 6 Augustinsson (Werder Bremen/24/16) - 17 Claesson (FK Krasnodar/26/23), 7 Larsson (Hull City/33/101)), 8 Ekdal (Hamburger SV/28/35), 10 Forsberg (RB Leipzig/26/37) - 20 Toivonen (FC Toulouse/31/60), 9 Berg (Al-Ain FC/31/58)

Schiedsrichter: Szymon Marciniak (Polen)

WM-Spielplan

WM-Teilnehmer

Infos zu WM-Spielorten und dem WM-Gastgeberland

Sportliche Leitung der Nationalmannschaft

Terminplan Nationalmannschaft

Spielplan Nationalmannschaft

Team hinter dem Team

Infos zum deutschen WM-Quartier

Daten und Fakten zu Löw

Statistiken zur Fußball-WM

Deutscher WM Kader

Spielbilanz der deutschen Mannschaft gegen 91 Gegner

Offizielle WM-Broschüre des DFB online

dpa-Twitterlisten zur WM

Crowdtangle zu WM-Themen bei Social Media

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Sotschi (dpa) - Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft startet mit den letzten Vorbereitungen für das frühe K.o.-Duell mit Schweden. Heut nachmittag absolviert der Weltmeister in der WM-Arena von Sotschi das Abschlusstraining für das zweite Gruppenspiel gegen die Skandinavier.

Bundestrainer Joachim Löw wird kurz zuvor erstmals seit dem 0:1 gegen Mexiko wieder in einer Pressekonferenz Auskunft geben. Auch Mittelstürmer Mario Gomez spricht zu den Medienvertretern - ein Hinweis auf eine Umstellung in der Startformation?

Nach Tagen mit vielen Analysen und Besprechungen rückt die Partie gegen Schweden näher. Die deutsche Mannschaft will unbedingt den ersten Sieg in Russland bejubeln und die Chancen auf das Achtelfinale erhalten. «Jetzt gilt es, das Ganze besprochene auf dem Platz umzusetzen», sagte Mittelfeldspieler Sami Khedira. Er forderte bedingungslosen Einsatz. «Das hat Deutschland immer stark gemacht: Die Mentalität von elf Kriegern. Das müssen wir wieder reinbekommen. Dann haben wir auch die fußballerische Qualität, schöne Tore zu erzielen.»

Die routinierten Weltmeister rücken beim Versuch, den Fehlstart zu korrigieren, in den Fokus. «Erfahrung ist aber keine Garantie», sagte Innenverteidiger Mats Hummels. «Das schwedische Team ist auch erfahren, deswegen ist das kein großer Vorteil für uns.»

Viel wird spekuliert, ob Löw personelle Umbesetzungen vornimmt oder seinen Führungskräften die Chance zu einem besseren Auftritt gibt. «Wir werden definitiv ein anderes Gesicht zeigen», versprach Hummels.

Die Pflichtspielbilanz gegen Schweden ist eindeutig. In zwölf Partien gab es nur eine Niederlage. Das verlorene WM-Halbfinale von 1958 ist am Samstag fast auf den Tag 60 Jahre her.

Die vorraussichtlichen Aufstellungen:

Deutschland: 1 Neuer (Bayern München/32/77) - 18 Kimmich (Bayern München/23/30), 17 Boateng (Bayern München/29/72), 5 Hummels (Bayern München/29/65), 3 Hector (1. FC Köln/28/38) - 6 Khedira (Juventus Turin/31/76), 8 Kroos (Real Madrid/28/84) - 13 Müller (Bayern München/28/92), 10 Özil (FC Arsenal/29/91), 11 Reus (Borussia Dortmund/29/32) - 9 Werner (RB Leipzig/22/15)

Schweden: 1 Olsen (FC Kopenhagen/28 Jahre/19 Länderspiele) - 2 Lustig (Celtic Glasgow/31/67) , 18 Jansson (Leeds United/27/16), 4 Granqvist (FK Krasnodar/33/73), 6 Augustinsson (Werder Bremen/24/16) - 17 Claesson (FK Krasnodar/26/23), 7 Larsson (Hull City/33/101)), 8 Ekdal (Hamburger SV/28/35), 10 Forsberg (RB Leipzig/26/37) - 20 Toivonen (FC Toulouse/31/60), 9 Berg (Al-Ain FC/31/58)

Schiedsrichter: Szymon Marciniak (Polen)

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WM-Teilnehmer

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Sportliche Leitung der Nationalmannschaft

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Spielplan Nationalmannschaft

Team hinter dem Team

Infos zum deutschen WM-Quartier

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-radioline-sport Fri, 22 Jun 2018 10:53:53 +0200
Polizei wächst um 6100 Beschäftigte https://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/polizei-waechst-um-6100-beschaeftigte-1/ Wiesbaden (dpa) - Bei der Polizei in Bund und Ländern hat es mit einem Plus von 6100 Beschäftigten den größten Personalzuwachs seit mehr als 20 Jahren gegeben.

Insgesamt zählte das Statistische Bundesamt zum Stichtag Mitte 2017 rund 319 400 Polizisten, knapp zwei Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. 86 Prozent waren verbeamtet, wie das Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Bei der Bundespolizei gab es einen starken Anstieg bei den Beamtenanwärtern, 65 Prozent mehr Ausbildungsverhältnisse wurden gezählt.

Insgesamt arbeiteten Mitte vergangenen Jahres rund 4,74 Millionen Beschäftigte bundesweit im öffentlichen Dienst, genau ein Prozent mehr als Mitte des Vorjahres. Zuwachs gab es der Statistik zufolge auch in den kommunalen Kitas, die Zahl der Erzieher stieg um weitere 3,5 Prozent auf 211 600 - das sind 59 Prozent mehr als noch zehn Jahre zuvor. An den Hochschulen arbeiteten 534 800 Beschäftigte und damit 1,5 Prozent mehr als Mitte 2016.

Pressemitteilung

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Wiesbaden (dpa) - Bei der Polizei in Bund und Ländern hat es mit einem Plus von 6100 Beschäftigten den größten Personalzuwachs seit mehr als 20 Jahren gegeben.

Insgesamt zählte das Statistische Bundesamt zum Stichtag Mitte 2017 rund 319 400 Polizisten, knapp zwei Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. 86 Prozent waren verbeamtet, wie das Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Bei der Bundespolizei gab es einen starken Anstieg bei den Beamtenanwärtern, 65 Prozent mehr Ausbildungsverhältnisse wurden gezählt.

Insgesamt arbeiteten Mitte vergangenen Jahres rund 4,74 Millionen Beschäftigte bundesweit im öffentlichen Dienst, genau ein Prozent mehr als Mitte des Vorjahres. Zuwachs gab es der Statistik zufolge auch in den kommunalen Kitas, die Zahl der Erzieher stieg um weitere 3,5 Prozent auf 211 600 - das sind 59 Prozent mehr als noch zehn Jahre zuvor. An den Hochschulen arbeiteten 534 800 Beschäftigte und damit 1,5 Prozent mehr als Mitte 2016.

Pressemitteilung

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-radioline-politik-inland Fri, 22 Jun 2018 10:49:03 +0200
Kölner Dom wegen eines Verdächtigen evakuiert https://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/koelner-dom-wegen-eines-verdaechtigen-evakuiert/ Köln (dpa) - Der Kölner Dom ist wegen eines verdächtigen Mannes evakuiert worden. Der Mann habe sich auffällig verhalten und sei daraufhin von Polizisten in Gewahrsam genommen worden, sagte eine Polizeisprecherin.

Seine Identität sei noch unklar. Aus Vorsicht wurde der Dom mit Spürhunden abgesucht. Der Mann sei mit einem Transporter auf der Domplatte vorgefahren und mehrmals in das Gotteshaus gelaufen, berichtete ein Polizeisprecher vor Ort. Gegen 08.15 Uhr habe der Sicherheitsdienst des Doms deswegen die Polizei alarmiert. Bei dem Mann handele es sich laut Ausweis um einen jungen Osteuropäer aus dem Raum Aachen. Der Transporter sei leer gewesen. Ob der Mann etwas in den Dom gebracht habe, sei unklar.

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Köln (dpa) - Der Kölner Dom ist wegen eines verdächtigen Mannes evakuiert worden. Der Mann habe sich auffällig verhalten und sei daraufhin von Polizisten in Gewahrsam genommen worden, sagte eine Polizeisprecherin.

Seine Identität sei noch unklar. Aus Vorsicht wurde der Dom mit Spürhunden abgesucht. Der Mann sei mit einem Transporter auf der Domplatte vorgefahren und mehrmals in das Gotteshaus gelaufen, berichtete ein Polizeisprecher vor Ort. Gegen 08.15 Uhr habe der Sicherheitsdienst des Doms deswegen die Polizei alarmiert. Bei dem Mann handele es sich laut Ausweis um einen jungen Osteuropäer aus dem Raum Aachen. Der Transporter sei leer gewesen. Ob der Mann etwas in den Dom gebracht habe, sei unklar.

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-radioline-panorama Fri, 22 Jun 2018 10:44:10 +0200
Kinderärzte fehlt Zeit für psychosomatisch Erkrankte https://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/kinderaerzte-fehlt-zeit-fuer-psychosomatisch-erkrankte/ Berlin (dpa) - Die Behandlung psychosomatischer Erkrankungen bei Kindern kommt aus Sicht von Kinderärzten in Deutschland oft zu kurz.

Die derzeit mehr als überlasteten Ärzte hätten kaum Zeit, um der steigenden Zahl solcher Patienten nachhaltig zu helfen, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach, am Freitag vor dem Beginn des 48. Kinder- und Jugendärztetages in Berlin. Es geht etwa um Kopf- und Bauchschmerzen, gestörtes Essverhalten oder Ritzen. Solche Probleme erforderten Zeit für Gespräche mit Familien, aber etwa auch für Fortbildungen.

Dem Verband zufolge ist das Bewusstsein für psychosomatische Beschwerden bei Eltern wie Ärzten - und damit das Arbeitsaufkommen - gewachsen, eine tatsächliche Zunahme solcher Störungen bei Kindern ist jedoch nicht nachgewiesen. Psychische Auffälligkeiten zeigt einer Untersuchung zufolge seit Jahrzehnten konstant etwa jedes fünfte Kind. Davon hat aber nur ein Bruchteil Kontakt zu Psychologen oder Psychotherapeuten. Als Gründe dafür sehen Fachleute zum Beispiel Versorgungslücken und Unsicherheiten der Eltern.

Um die Versorgung betroffener Kinder zu sichern, forderte Fischbach von der Politik unter anderem neue Kassensitze in schlecht versorgten Gebieten - in Städten ebenso wie auf dem Land. Zudem müsse der «ausufernde Bürokratiewahn», der einen Großteil der Arbeitszeit und -kraft fresse, ein Ende finden. Dem Verband gehören etwa 12 000 Kinderärzte in Deutschland an.

Verbands-Webseite

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Berlin (dpa) - Die Behandlung psychosomatischer Erkrankungen bei Kindern kommt aus Sicht von Kinderärzten in Deutschland oft zu kurz.

Die derzeit mehr als überlasteten Ärzte hätten kaum Zeit, um der steigenden Zahl solcher Patienten nachhaltig zu helfen, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach, am Freitag vor dem Beginn des 48. Kinder- und Jugendärztetages in Berlin. Es geht etwa um Kopf- und Bauchschmerzen, gestörtes Essverhalten oder Ritzen. Solche Probleme erforderten Zeit für Gespräche mit Familien, aber etwa auch für Fortbildungen.

Dem Verband zufolge ist das Bewusstsein für psychosomatische Beschwerden bei Eltern wie Ärzten - und damit das Arbeitsaufkommen - gewachsen, eine tatsächliche Zunahme solcher Störungen bei Kindern ist jedoch nicht nachgewiesen. Psychische Auffälligkeiten zeigt einer Untersuchung zufolge seit Jahrzehnten konstant etwa jedes fünfte Kind. Davon hat aber nur ein Bruchteil Kontakt zu Psychologen oder Psychotherapeuten. Als Gründe dafür sehen Fachleute zum Beispiel Versorgungslücken und Unsicherheiten der Eltern.

Um die Versorgung betroffener Kinder zu sichern, forderte Fischbach von der Politik unter anderem neue Kassensitze in schlecht versorgten Gebieten - in Städten ebenso wie auf dem Land. Zudem müsse der «ausufernde Bürokratiewahn», der einen Großteil der Arbeitszeit und -kraft fresse, ein Ende finden. Dem Verband gehören etwa 12 000 Kinderärzte in Deutschland an.

Verbands-Webseite

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-radioline-panorama Fri, 22 Jun 2018 10:42:35 +0200
US-Politik ringt um Kompromiss in der Flüchtlingspolitik https://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/us-politik-ringt-um-kompromiss-in-der-fluechtlingspolitik-1/ Washington (dpa) - Die US-Migrationspolitik kommt nicht vom Fleck: Eine für heute im Repräsentantenhaus geplante Abstimmung über neue gesetzliche Regelungen wurde auf kommende Woche verschoben.

Die Republikaner von Präsident Donald Trump verfügen dort über eine größere Mehrheit. Aber selbst wenn der Entwurf diese Kongresskammer passieren sollte, wird er angesichts der knapperen Mehrheiten im Senat wenig Chancen auf Erfolg haben.

Ein Entwurf mit härteren Regelungen für die Einwanderung war am Donnerstag klar durchgefallen.

First Lady Melania Trump hatte am Donnerstag mit einem Besuch eines Aufnahmezentrums für Flüchtlingskinder an der Grenze zu Mexiko Aufsehen erregt. Sie flog einen Tag nach der Kehrtwende ihres Mannes im Streit um die Trennung von Zuwanderer-Familien nach Texas. Die Minderjährigen müssten so schnell wie möglich wieder zu ihren Familien, sagte sie.

In den vergangenen Wochen hatten die US-Behörden Familien illegal eingewanderter Menschen aus Süd- und Mittelamerika konsequent getrennt. Dies hatte international und auch in den USA scharfe Proteste verursacht. Trump hatte diese Praxis am Mittwoch unter großem Druck überraschend beendet.

Das US-Verteidigungsministerium bestätigte der Deutschen Presse-Agentur dpa, dass es vom Sozialministerium um Kapazitäten von bis zu 20 000 Betten in seinen Militärbasen gebeten worden sei. Laut Pentagon kommen vier Basen in Frage. Diese sind für Minderjährige vorgesehen, die unbegleitet über die Grenze in die USA kamen. Es geht dabei nicht um die Immigrantenkinder, die von ihren Eltern getrennt wurden.

Im Jahr 2014 wurden auch unter Präsident Barack Obama drei Militärbasen zeitlich befristet für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt.

Für reichlich Gesprächsstoff sorgte die First Lady am Rande ihres Besuchs mit einem Kleidungsstück. Als sie auf dem Flughafen Andrews bei Washington ihren Wagen verließ und die Gangway hochging, trug sie eine olivgrüne Jacke mit einem weißen Schriftzug. Im Graffiti-Stil spannt sich dort über den ganzen Rücken: «Es ist mir wirklich egal - und Euch?» («I really don't care - Do u?»)

In sozialen Medien wurde gefragt, ob dies angesichts der politischen Brisanz des Besuchs Gedankenlosigkeit oder eine Botschaft gewesen sei. «Und wenn es eine Botschaft war, wem wollte sie denn sagen, dass ihr das so egal ist?» fragten Nutzer. Im Raum stand die Frage, ob womöglich ihr Mann Adressat der Botschaft war. Dem US-Präsidenten könnte als Verursacher der viel kritisierten Flüchtlingspolitik diese Reise seiner Frau nicht gefallen haben.

In einem Tweet interpretierte der US-Präsident die Jackenaufschrift als Botschaft an die Medien. Melania habe gelernt, wie unaufrichtig diese seien, das sei ihr nunmehr egal.

Trumps Sprecherin Stephanie Grisham sagte in Texas, es habe keine verdeckte Botschaft gegeben und es sei nur eine Jacke. In Texas trug Trump die Jacke nicht - aber viel beachtet bei der Rückkehr nach Andrews am Nachmittag (Ortszeit, 28 Grad Celsius) dagegen schon.

Twitter-Konto Donald Trump

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Washington (dpa) - Die US-Migrationspolitik kommt nicht vom Fleck: Eine für heute im Repräsentantenhaus geplante Abstimmung über neue gesetzliche Regelungen wurde auf kommende Woche verschoben.

Die Republikaner von Präsident Donald Trump verfügen dort über eine größere Mehrheit. Aber selbst wenn der Entwurf diese Kongresskammer passieren sollte, wird er angesichts der knapperen Mehrheiten im Senat wenig Chancen auf Erfolg haben.

Ein Entwurf mit härteren Regelungen für die Einwanderung war am Donnerstag klar durchgefallen.

First Lady Melania Trump hatte am Donnerstag mit einem Besuch eines Aufnahmezentrums für Flüchtlingskinder an der Grenze zu Mexiko Aufsehen erregt. Sie flog einen Tag nach der Kehrtwende ihres Mannes im Streit um die Trennung von Zuwanderer-Familien nach Texas. Die Minderjährigen müssten so schnell wie möglich wieder zu ihren Familien, sagte sie.

In den vergangenen Wochen hatten die US-Behörden Familien illegal eingewanderter Menschen aus Süd- und Mittelamerika konsequent getrennt. Dies hatte international und auch in den USA scharfe Proteste verursacht. Trump hatte diese Praxis am Mittwoch unter großem Druck überraschend beendet.

Das US-Verteidigungsministerium bestätigte der Deutschen Presse-Agentur dpa, dass es vom Sozialministerium um Kapazitäten von bis zu 20 000 Betten in seinen Militärbasen gebeten worden sei. Laut Pentagon kommen vier Basen in Frage. Diese sind für Minderjährige vorgesehen, die unbegleitet über die Grenze in die USA kamen. Es geht dabei nicht um die Immigrantenkinder, die von ihren Eltern getrennt wurden.

Im Jahr 2014 wurden auch unter Präsident Barack Obama drei Militärbasen zeitlich befristet für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt.

Für reichlich Gesprächsstoff sorgte die First Lady am Rande ihres Besuchs mit einem Kleidungsstück. Als sie auf dem Flughafen Andrews bei Washington ihren Wagen verließ und die Gangway hochging, trug sie eine olivgrüne Jacke mit einem weißen Schriftzug. Im Graffiti-Stil spannt sich dort über den ganzen Rücken: «Es ist mir wirklich egal - und Euch?» («I really don't care - Do u?»)

In sozialen Medien wurde gefragt, ob dies angesichts der politischen Brisanz des Besuchs Gedankenlosigkeit oder eine Botschaft gewesen sei. «Und wenn es eine Botschaft war, wem wollte sie denn sagen, dass ihr das so egal ist?» fragten Nutzer. Im Raum stand die Frage, ob womöglich ihr Mann Adressat der Botschaft war. Dem US-Präsidenten könnte als Verursacher der viel kritisierten Flüchtlingspolitik diese Reise seiner Frau nicht gefallen haben.

In einem Tweet interpretierte der US-Präsident die Jackenaufschrift als Botschaft an die Medien. Melania habe gelernt, wie unaufrichtig diese seien, das sei ihr nunmehr egal.

Trumps Sprecherin Stephanie Grisham sagte in Texas, es habe keine verdeckte Botschaft gegeben und es sei nur eine Jacke. In Texas trug Trump die Jacke nicht - aber viel beachtet bei der Rückkehr nach Andrews am Nachmittag (Ortszeit, 28 Grad Celsius) dagegen schon.

Twitter-Konto Donald Trump

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-radioline-politik-ausland Fri, 22 Jun 2018 10:06:56 +0200
Merkel besucht Schule für Flüchtlinge in Beirut https://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/merkel-sagt-dem-libanon-weitere-unterstuetzung-zu/ Beirut (dpa) - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre Nahostreise mit dem Besuch einer Schule in der libanesischen Hauptstadt Beirut fortgesetzt, wo einheimische und Flüchtlingskinder im Schichtbetrieb unterrichtet werden.

In der Schule werden vormittags libanesische und nachmittags rund 600 syrische Flüchtlingskinder unterrichtet. Deutschland unterstützt ein Hilfsprogramm, das es ermöglicht hat, dass im Schuljahr 2017/18 insgesamt 270 000 Kinder in die Schule gehen können, darunter mehr als 100 000 syrische Mädchen und Jungen.

Eine Vertreterin des UN-Kinderhilfswerks Unicef sagte am Rande des Besuchs, im ganzen Land lebten 400 000 Flüchtlingskinder im Schulalter, 220 000 von ihnen besuchten eine Schule im Libanon. Insgesamt gebe es in den Schulen des Landes derzeit mehr syrische als libanesische Kinder. Die hohe Zahl der Flüchtlingskinder stelle das libanesische Schulsystem vor große Herausforderungen. Wegen des Unterrichts in Doppelschichten an etwa 360 Schulen im Land müssten auch doppelt so viele Lehrer und Unterrichtskapazitäten bereitgestellt werden.

Am Nachmittag will Merkel mit dem libanesischen Ministerpräsidenten Saad Hariri zusammentreffen. Gemeinsam wollen beide an einer Gesprächsrunde mit Wirtschaftsvertretern teilnehmen.

Der Libanon hat nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks UNHCR fast eine Million syrische Flüchtlinge aufgenommen. Gemessen an der Bevölkerung sind in dem Land weltweit die meisten Flüchtlinge untergekommen, 164 pro 1000 Einwohner. In Deutschland waren es 12, obwohl das deutsche Bruttoinlandsprodukt pro Kopf viermal so hoch ist. Das Gespräch mit Hariri findet auch vor dem Hintergrund des Asylstreits mit der CSU statt.

Im Libanon hat die vom Iran unterstützte Schiitenmiliz Hisbollah stark an Einfluss gewonnen, sie agiert in Teilen des Landes wie ein Staat im Staate. Die Regierung erlaubt keine offiziellen Flüchtlingslager, weil sie verhindern will, dass die Menschen bleiben. Syrer müssen für eine Arbeitserlaubnis Geld bezahlen, das sie nicht haben. Viele Kinder können nicht zur Schule gehen. Hier droht eine Generation ohne Ausbildung und Hoffnung heranzuwachsen.

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Beirut (dpa) - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre Nahostreise mit dem Besuch einer Schule in der libanesischen Hauptstadt Beirut fortgesetzt, wo einheimische und Flüchtlingskinder im Schichtbetrieb unterrichtet werden.

In der Schule werden vormittags libanesische und nachmittags rund 600 syrische Flüchtlingskinder unterrichtet. Deutschland unterstützt ein Hilfsprogramm, das es ermöglicht hat, dass im Schuljahr 2017/18 insgesamt 270 000 Kinder in die Schule gehen können, darunter mehr als 100 000 syrische Mädchen und Jungen.

Eine Vertreterin des UN-Kinderhilfswerks Unicef sagte am Rande des Besuchs, im ganzen Land lebten 400 000 Flüchtlingskinder im Schulalter, 220 000 von ihnen besuchten eine Schule im Libanon. Insgesamt gebe es in den Schulen des Landes derzeit mehr syrische als libanesische Kinder. Die hohe Zahl der Flüchtlingskinder stelle das libanesische Schulsystem vor große Herausforderungen. Wegen des Unterrichts in Doppelschichten an etwa 360 Schulen im Land müssten auch doppelt so viele Lehrer und Unterrichtskapazitäten bereitgestellt werden.

Am Nachmittag will Merkel mit dem libanesischen Ministerpräsidenten Saad Hariri zusammentreffen. Gemeinsam wollen beide an einer Gesprächsrunde mit Wirtschaftsvertretern teilnehmen.

Der Libanon hat nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks UNHCR fast eine Million syrische Flüchtlinge aufgenommen. Gemessen an der Bevölkerung sind in dem Land weltweit die meisten Flüchtlinge untergekommen, 164 pro 1000 Einwohner. In Deutschland waren es 12, obwohl das deutsche Bruttoinlandsprodukt pro Kopf viermal so hoch ist. Das Gespräch mit Hariri findet auch vor dem Hintergrund des Asylstreits mit der CSU statt.

Im Libanon hat die vom Iran unterstützte Schiitenmiliz Hisbollah stark an Einfluss gewonnen, sie agiert in Teilen des Landes wie ein Staat im Staate. Die Regierung erlaubt keine offiziellen Flüchtlingslager, weil sie verhindern will, dass die Menschen bleiben. Syrer müssen für eine Arbeitserlaubnis Geld bezahlen, das sie nicht haben. Viele Kinder können nicht zur Schule gehen. Hier droht eine Generation ohne Ausbildung und Hoffnung heranzuwachsen.

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-radioline-politik-ausland Fri, 22 Jun 2018 10:06:43 +0200
Unionsstreit über Asylpolitik erzürnt die SPD https://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/unionsstreit-ueber-asylpolitik-erzuernt-spd/ Berlin (dpa) - Der erbitterte Unionsstreit über die Asylpolitik sorgt beim Koalitionspartner SPD zunehmend für Unmut.

Sie sei «sehr verärgert über die Art und Weise, wie hier mit Deutschland auch gespielt wird, weil man offensichtlich Panik hat, dass man in Bayern die absolute Mehrheit verliert», sagte die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles am Donnerstagabend in den ARD-«tagesthemen» mit Blick auf die CSU und die bayerische Landtagswahl im Oktober.

Es gehe in dem Streit gar nicht mehr um die Flüchtlingspolitik, sondern vielmehr um Machtkämpfe, Rivalitäten sowie um «innerparteilichen Geländegewinn», «und ganz Deutschland und fast Europa werden in Geiselhaft genommen für diese Spielchen». Als SPD-Vorsitzende und Fraktionschefin sei sie «nicht bereit, diese Mätzchen noch weiter mitzumachen», warnte Nahles.

Die CSU hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Asylpolitik eine Frist bis zum EU-Gipfel Ende Juni gesetzt. Sollte es dort keine Einigung geben, will Innenminister und CSU-Chef Horst Seehofer - gegen den Willen der Kanzlerin - ab Anfang Juli Flüchtlinge, die bereits in einem anderen EU-Land registriert sind, an den Grenzen zurückweisen lassen. Merkel will in bilateralen Abkommen mit europäischen Nachbarstaaten erreichen, dass diese Flüchtlinge an der Grenze abgewiesen und in diese Länder zurückgeschickt werden können.

«Wenn es keine europäische Lösung gibt, werden wir national handeln müssen», betonte Seehofer in der «Passauer Neuen Presse». «Wir haben drei Jahre lang geredet. Jetzt ist Zeit für Entscheidungen.» Er fügte hinzu: «Sollte der Kanzlerin eine europäische Lösung gelingen, wird niemand glücklicher sein als ich.»

Seehofer sagte weiter: «Ich bin froh, dass ich die Europäische Union wachgeküsst habe.» Innerhalb von nur einer Woche gebe es plötzlich in Europa die Bereitschaft, sich zusammenzusetzen und die Probleme zu lösen. «So etwas habe ich noch nie erlebt.»

Zugleich warnte er Merkel davor, ihn wegen eines möglichen Alleingangs zu entlassen. «Wenn man mit dieser Begründung einen Minister entließe, der sich um die Sicherheit und Ordnung seines Landes sorgt und kümmert, wäre das eine weltweite Uraufführung. Wo sind wir denn?», sagte er der Zeitung. «Ich bin Vorsitzender der CSU, einer von drei Koalitionsparteien, und handele mit voller Rückendeckung meiner Partei. Wenn man im Kanzleramt mit der Arbeit des Bundesinnenministers unzufrieden wäre, dann sollte man die Koalition beenden.»

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte am Abend in der ZDF-Sendung «Maybrit Illner»: «Es geht nicht um eine Person. Wir wollen das gemeinsam mit der Kanzlerin lösen.» Aber: Es gebe eine Vertrauenskrise.

Merkel hatte der CSU zuletzt mit ihrer Richtlinienkompetenz als Regierungschefin gedroht. Derzeit ist sie zu Besuch im Libanon.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sprachen sich 43 Prozent der Befragten dafür aus, dass Merkel zurücktritt und ihr Amt an einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin übergibt. Mit 42 Prozent wünschen sich etwa genauso viele Befragte, dass die CDU-Vorsitzende Kanzlerin bleibt. Die restlichen 15 Prozent machten keine Angaben.

Nach ihrer Rückkehr will Merkel am Sonntag mit mehreren europäischen Staats- und Regierungschefs in Brüssel über die Flüchtlingspolitik debattieren. Doch auch hier gibt es Wirbel: Der Ministerpräsident Italiens, Giuseppe Conte, hatte mitgeteilt, Merkel habe ihm zugesagt, dass der Entwurf der geplanten Erklärung «beiseite gelegt» werde. Das Land fühlt sich bei der Vorbereitung des Treffens übergangen. In deutschen Regierungskreisen wurde betont: «Das Treffen am Sonntag hat lediglich vorbereitenden Charakter.» Die Bundesregierung sei in konstruktiven Gesprächen mit Italien.

Der Gastgeber des Brüsseler Treffens, EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker, hatte eine vierseitige Erklärung angepeilt. Mit dieser wollte er die Verständigung der Teilnehmer auf eine Reihe von Grundprinzipien im Asylstreit befördern. In dem Entwurf des Papiers heißt es: «Wir werden einen flexiblen gemeinsamen Rücknahmemechanismus nahe an den Binnengrenzen einrichten.» Nach seinem Willen sollen Merkel und die anderen Teilnehmer auch eine Reihe von Maßnahmen auf den Weg bringen, um die Weiterreise von Asylsuchenden zwischen EU-Staaten zu unterbinden. «Es gibt kein Recht, den Mitgliedsstaat, in dem Asyl beantragt wird, frei zu wählen», hieß es in dem Entwurf.

Nach Ansicht des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) bedarf es für die bilateralen Abkommen auch finanzieller Leistungen. «Natürlich wird das auch Geld kosten», sagte Laschet der «Rheinischen Post». «Natürlich muss ganz Europa Italien und den anderen Ländern an den Außengrenzen bei dieser schwierigen Aufgabe helfen.» Dies sei Konsens mit den Osteuropäern, mit Ungarn und Österreich. Das CSU-Vorstandsmitglied Markus Ferber hatte mit Blick auf das Brüsseler Treffen am Sonntag gesagt: «Wir haben die Sorge, dass Angela Merkel jetzt mit dem Scheckbuch durch Europa läuft.»

Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer kritisierte die große Koalition - 100 Tage nach ihrer Bildung - scharf. «Man hat den Eindruck, die Koalitionspartner liegen sich in den Haaren und kommen ihrer Arbeit nicht nach», sagte er der «Bild». Die CSU positioniere sich momentan deutlicher als eigenständige Partei denn als Teil der Union. «Aber ein "Bayern first" kann für Deutschland und Europa nicht die Lösung sein.»

Nahles in der ARD

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Berlin (dpa) - Der erbitterte Unionsstreit über die Asylpolitik sorgt beim Koalitionspartner SPD zunehmend für Unmut.

Sie sei «sehr verärgert über die Art und Weise, wie hier mit Deutschland auch gespielt wird, weil man offensichtlich Panik hat, dass man in Bayern die absolute Mehrheit verliert», sagte die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles am Donnerstagabend in den ARD-«tagesthemen» mit Blick auf die CSU und die bayerische Landtagswahl im Oktober.

Es gehe in dem Streit gar nicht mehr um die Flüchtlingspolitik, sondern vielmehr um Machtkämpfe, Rivalitäten sowie um «innerparteilichen Geländegewinn», «und ganz Deutschland und fast Europa werden in Geiselhaft genommen für diese Spielchen». Als SPD-Vorsitzende und Fraktionschefin sei sie «nicht bereit, diese Mätzchen noch weiter mitzumachen», warnte Nahles.

Die CSU hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Asylpolitik eine Frist bis zum EU-Gipfel Ende Juni gesetzt. Sollte es dort keine Einigung geben, will Innenminister und CSU-Chef Horst Seehofer - gegen den Willen der Kanzlerin - ab Anfang Juli Flüchtlinge, die bereits in einem anderen EU-Land registriert sind, an den Grenzen zurückweisen lassen. Merkel will in bilateralen Abkommen mit europäischen Nachbarstaaten erreichen, dass diese Flüchtlinge an der Grenze abgewiesen und in diese Länder zurückgeschickt werden können.

«Wenn es keine europäische Lösung gibt, werden wir national handeln müssen», betonte Seehofer in der «Passauer Neuen Presse». «Wir haben drei Jahre lang geredet. Jetzt ist Zeit für Entscheidungen.» Er fügte hinzu: «Sollte der Kanzlerin eine europäische Lösung gelingen, wird niemand glücklicher sein als ich.»

Seehofer sagte weiter: «Ich bin froh, dass ich die Europäische Union wachgeküsst habe.» Innerhalb von nur einer Woche gebe es plötzlich in Europa die Bereitschaft, sich zusammenzusetzen und die Probleme zu lösen. «So etwas habe ich noch nie erlebt.»

Zugleich warnte er Merkel davor, ihn wegen eines möglichen Alleingangs zu entlassen. «Wenn man mit dieser Begründung einen Minister entließe, der sich um die Sicherheit und Ordnung seines Landes sorgt und kümmert, wäre das eine weltweite Uraufführung. Wo sind wir denn?», sagte er der Zeitung. «Ich bin Vorsitzender der CSU, einer von drei Koalitionsparteien, und handele mit voller Rückendeckung meiner Partei. Wenn man im Kanzleramt mit der Arbeit des Bundesinnenministers unzufrieden wäre, dann sollte man die Koalition beenden.»

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte am Abend in der ZDF-Sendung «Maybrit Illner»: «Es geht nicht um eine Person. Wir wollen das gemeinsam mit der Kanzlerin lösen.» Aber: Es gebe eine Vertrauenskrise.

Merkel hatte der CSU zuletzt mit ihrer Richtlinienkompetenz als Regierungschefin gedroht. Derzeit ist sie zu Besuch im Libanon.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sprachen sich 43 Prozent der Befragten dafür aus, dass Merkel zurücktritt und ihr Amt an einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin übergibt. Mit 42 Prozent wünschen sich etwa genauso viele Befragte, dass die CDU-Vorsitzende Kanzlerin bleibt. Die restlichen 15 Prozent machten keine Angaben.

Nach ihrer Rückkehr will Merkel am Sonntag mit mehreren europäischen Staats- und Regierungschefs in Brüssel über die Flüchtlingspolitik debattieren. Doch auch hier gibt es Wirbel: Der Ministerpräsident Italiens, Giuseppe Conte, hatte mitgeteilt, Merkel habe ihm zugesagt, dass der Entwurf der geplanten Erklärung «beiseite gelegt» werde. Das Land fühlt sich bei der Vorbereitung des Treffens übergangen. In deutschen Regierungskreisen wurde betont: «Das Treffen am Sonntag hat lediglich vorbereitenden Charakter.» Die Bundesregierung sei in konstruktiven Gesprächen mit Italien.

Der Gastgeber des Brüsseler Treffens, EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker, hatte eine vierseitige Erklärung angepeilt. Mit dieser wollte er die Verständigung der Teilnehmer auf eine Reihe von Grundprinzipien im Asylstreit befördern. In dem Entwurf des Papiers heißt es: «Wir werden einen flexiblen gemeinsamen Rücknahmemechanismus nahe an den Binnengrenzen einrichten.» Nach seinem Willen sollen Merkel und die anderen Teilnehmer auch eine Reihe von Maßnahmen auf den Weg bringen, um die Weiterreise von Asylsuchenden zwischen EU-Staaten zu unterbinden. «Es gibt kein Recht, den Mitgliedsstaat, in dem Asyl beantragt wird, frei zu wählen», hieß es in dem Entwurf.

Nach Ansicht des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) bedarf es für die bilateralen Abkommen auch finanzieller Leistungen. «Natürlich wird das auch Geld kosten», sagte Laschet der «Rheinischen Post». «Natürlich muss ganz Europa Italien und den anderen Ländern an den Außengrenzen bei dieser schwierigen Aufgabe helfen.» Dies sei Konsens mit den Osteuropäern, mit Ungarn und Österreich. Das CSU-Vorstandsmitglied Markus Ferber hatte mit Blick auf das Brüsseler Treffen am Sonntag gesagt: «Wir haben die Sorge, dass Angela Merkel jetzt mit dem Scheckbuch durch Europa läuft.»

Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer kritisierte die große Koalition - 100 Tage nach ihrer Bildung - scharf. «Man hat den Eindruck, die Koalitionspartner liegen sich in den Haaren und kommen ihrer Arbeit nicht nach», sagte er der «Bild». Die CSU positioniere sich momentan deutlicher als eigenständige Partei denn als Teil der Union. «Aber ein "Bayern first" kann für Deutschland und Europa nicht die Lösung sein.»

Nahles in der ARD

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-radioline-politik-inland Fri, 22 Jun 2018 10:05:20 +0200
Umfrage: Fast jeder zweite Deutsche für Ablösung Merkels https://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/umfrage-fast-jeder-zweite-deutsche-fuer-abloesung-merkels-1/ Berlin (dpa) - Angesichts der aktuellen Regierungskrise um die Asylpolitik ist fast jeder zweite Deutsche für eine Ablösung von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sprachen sich 43 Prozent dafür aus, dass Merkel zurücktritt und ihr Amt an einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin übergibt. Mit 42 Prozent wünschen sich etwa genausoviele Befragte, dass die CDU-Vorsitzende Regierungschefin bleibt. Die restlichen 15 Prozent machten keine Angaben.

Von den Unions-Wählern stehen 63 Prozent zu Merkel, 27 Prozent wünschen sich einen Wechsel an der Regierungsspitze. Noch mehr Rückhalt hat die Kanzlerin mit 66 Prozent bei den Grünen-Wählern. Dahinter folgen die Anhänger der Linken (48 Prozent) vor denen der SPD (46 Prozent), der FDP (45 Prozent) und der AfD (6 Prozent).

Der Streit zwischen CDU und CSU um eine Abweisung von Asylsuchenden, die andernorts in der Europäischen Union bereits registriert wurden, hat die gesamte Regierung in eine tiefe Krise gestürzt. Merkel will nun bis zum EU-Gipfel am 28. und 29. Juni bilaterale Vereinbarungen treffen, um den Konflikt beizulegen.

Nur jeder Dritte (32 Prozent) glaubt laut Umfrage, dass die Koalition daran zerbrechen wird. 45 Prozent meinen, das Bündnis aus Union und SPD wird die Krise überstehen. Allerdings glaubt jeder Zweite nicht daran, dass die große Koalition die volle Legislaturperiode bis 2021 durchhalten wird. Nur 31 Prozent meinen, das Bündnis hält bis zur nächsten Wahl.

Was erwartet Merkel beim Asyltreffen in Brüssel?

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Berlin (dpa) - Angesichts der aktuellen Regierungskrise um die Asylpolitik ist fast jeder zweite Deutsche für eine Ablösung von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sprachen sich 43 Prozent dafür aus, dass Merkel zurücktritt und ihr Amt an einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin übergibt. Mit 42 Prozent wünschen sich etwa genausoviele Befragte, dass die CDU-Vorsitzende Regierungschefin bleibt. Die restlichen 15 Prozent machten keine Angaben.

Von den Unions-Wählern stehen 63 Prozent zu Merkel, 27 Prozent wünschen sich einen Wechsel an der Regierungsspitze. Noch mehr Rückhalt hat die Kanzlerin mit 66 Prozent bei den Grünen-Wählern. Dahinter folgen die Anhänger der Linken (48 Prozent) vor denen der SPD (46 Prozent), der FDP (45 Prozent) und der AfD (6 Prozent).

Der Streit zwischen CDU und CSU um eine Abweisung von Asylsuchenden, die andernorts in der Europäischen Union bereits registriert wurden, hat die gesamte Regierung in eine tiefe Krise gestürzt. Merkel will nun bis zum EU-Gipfel am 28. und 29. Juni bilaterale Vereinbarungen treffen, um den Konflikt beizulegen.

Nur jeder Dritte (32 Prozent) glaubt laut Umfrage, dass die Koalition daran zerbrechen wird. 45 Prozent meinen, das Bündnis aus Union und SPD wird die Krise überstehen. Allerdings glaubt jeder Zweite nicht daran, dass die große Koalition die volle Legislaturperiode bis 2021 durchhalten wird. Nur 31 Prozent meinen, das Bündnis hält bis zur nächsten Wahl.

Was erwartet Merkel beim Asyltreffen in Brüssel?

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-radioline-politik-inland Fri, 22 Jun 2018 10:05:13 +0200
Merkel besucht Doppelschicht-Schule für Flüchtlinge in Beirut https://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/merkel-besucht-doppelschicht-schule-fuer-fluechtlinge-in-beirut/ Beirut (dpa) - Kanzlerin Angela Merkel hat ihre Nahostreise mit dem Besuch einer Schule in der libanesischen Hauptstadt Beirut fortgesetzt, wo einheimische und Flüchtlingskinder im Schichtbetrieb unterrichtet werden. In der Schule werden vormittags libanesische und nachmittags rund 600 syrische Flüchtlingskinder unterrichtet. Deutschland unterstützt ein Hilfsprogramm, das es ermöglicht hat, dass im Schuljahr 2017/18 insgesamt 270 000 Kinder in die Schule gehen können, darunter mehr als 100 000 syrische Mädchen und Jungen.

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Beirut (dpa) - Kanzlerin Angela Merkel hat ihre Nahostreise mit dem Besuch einer Schule in der libanesischen Hauptstadt Beirut fortgesetzt, wo einheimische und Flüchtlingskinder im Schichtbetrieb unterrichtet werden. In der Schule werden vormittags libanesische und nachmittags rund 600 syrische Flüchtlingskinder unterrichtet. Deutschland unterstützt ein Hilfsprogramm, das es ermöglicht hat, dass im Schuljahr 2017/18 insgesamt 270 000 Kinder in die Schule gehen können, darunter mehr als 100 000 syrische Mädchen und Jungen.

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-radioline-schlaglichter Fri, 22 Jun 2018 09:58:56 +0200
Süd- und Nordkorea sprechen über neue Familientreffen https://www.hellwegradio.de//nachrichten/der-kreis-soest/single/article/sued-und-nordkorea-sprechen-ueber-neue-familientreffen/ Seoul (dpa) - Im Zuge ihrer Annäherung haben Süd- und Nordkorea Gespräche über neue Begegnungen zwischen Familien aufgenommen, die durch den Korea-Krieg (1950-53) auseinandergerissen worden waren.

Unterhändler beider Seiten kamen dazu am Freitag in einem Erholungsgebiet am Kumgang-Gebirge an der nordkoreanischen Ostküste zusammen, wie südkoreanische Sender berichteten.

Die Gespräche über neue Familientreffen und andere humanitäre Fragen sind Teil der Vereinbarungen, die Südkoreas Präsident Moon Jae In und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un bei ihrem Gipfeltreffen Ende April getroffen hatten. Einer gemeinsamen Erklärung der beiden zufolge sollen neue Familientreffen um den Befreiungstag am 15. August stattfinden. Zuletzt fanden solche kurzfristigen Familien-Wiedersehen im Oktober 2015 statt.

Seoul hofft darüber hinaus, dass regelmäßige Treffen zwischen getrennten Familien ermöglicht werden. Wie der Sender KBS berichtete, wollte die südkoreanische Delegation bei den Gesprächen auch einen Briefwechsel zwischen den betroffenen Familien und Heimatbesuche vorschlagen.

Bei ihrem Gipfel hatten sich Moon und Kim auch auf Gespräche über militärische Entspannungsmaßnahmen und den Austausch im Sportbereich geeinigt. Kim hatte zudem zugesagt, zur Schaffung einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel mit Südkorea zusammenzuarbeiten. Hintergrund ist der Streit über das nordkoreanische Atomwaffenprogramm. Auch bei einem Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump in der vergangenen Woche in Singapur bekräftigte Kim seine Bereitschaft zur Abrüstung.

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Seoul (dpa) - Im Zuge ihrer Annäherung haben Süd- und Nordkorea Gespräche über neue Begegnungen zwischen Familien aufgenommen, die durch den Korea-Krieg (1950-53) auseinandergerissen worden waren.

Unterhändler beider Seiten kamen dazu am Freitag in einem Erholungsgebiet am Kumgang-Gebirge an der nordkoreanischen Ostküste zusammen, wie südkoreanische Sender berichteten.

Die Gespräche über neue Familientreffen und andere humanitäre Fragen sind Teil der Vereinbarungen, die Südkoreas Präsident Moon Jae In und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un bei ihrem Gipfeltreffen Ende April getroffen hatten. Einer gemeinsamen Erklärung der beiden zufolge sollen neue Familientreffen um den Befreiungstag am 15. August stattfinden. Zuletzt fanden solche kurzfristigen Familien-Wiedersehen im Oktober 2015 statt.

Seoul hofft darüber hinaus, dass regelmäßige Treffen zwischen getrennten Familien ermöglicht werden. Wie der Sender KBS berichtete, wollte die südkoreanische Delegation bei den Gesprächen auch einen Briefwechsel zwischen den betroffenen Familien und Heimatbesuche vorschlagen.

Bei ihrem Gipfel hatten sich Moon und Kim auch auf Gespräche über militärische Entspannungsmaßnahmen und den Austausch im Sportbereich geeinigt. Kim hatte zudem zugesagt, zur Schaffung einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel mit Südkorea zusammenzuarbeiten. Hintergrund ist der Streit über das nordkoreanische Atomwaffenprogramm. Auch bei einem Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump in der vergangenen Woche in Singapur bekräftigte Kim seine Bereitschaft zur Abrüstung.

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-radioline-politik-ausland Fri, 22 Jun 2018 09:58:35 +0200