
ADAC warnt vor Staus zum 1.-Mai-Wochenende
Vor dem ersten Mai-Wochenende rechnet der ADAC in NRW am Donnerstag (30. April) mit deutlich mehr Verkehr und langen Staus - auch auf den Autobahnen in der Hellweg-Region. Besonders betroffen sein dürften die A44 zwischen Dortmund und Kassel, die A1 im Bereich Unna, Werl und Hamm sowie das Kamener Kreuz.
Veröffentlicht: Donnerstag, 30.04.2026 05:02
Tradtioneller Stau-Tag
Laut ADAC gehört der Tag vor dem Maifeiertag zu den kritischsten Reisetagen in Nordrhein-Westfalen. Zum ohnehin starken Berufsverkehr kommt ab dem Nachmittag zusätzlicher Reiseverkehr hinzu, weil viele Menschen das lange Wochenende für einen Kurzurlaub nutzen.
ADAC-Verkehrsexperte Prof. Dr. Roman Suthold sagt: „Der Donnerstag ist grundsätzlich schon der zweitstaureichste Tag der Woche. Zum starken Berufsverkehr kommen ab Mittag noch Reisende hinzu, die das lange Wochenende für einen Kurzurlaub nutzen.“
A1, A44 und Kamener Kreuz besonders belastet
Für Autofahrerinnen und Autofahrer aus der Hellweg-Region dürften vor allem die bekannten Engstellen zum Problem werden. Der ADAC erwartet eine besonders hohe Belastung auf der A44 zwischen Dortmund und Kassel sowie auf der A1 rund um Unna, Werl und Hamm. Auch das Kamener Kreuz zählt laut ADAC erneut zu den größten Stau-Hotspots in ganz NRW.
Vor allem im Bereich von Baustellen sollten Verkehrsteilnehmer mehr Zeit einplanen. Der ADAC rät außerdem dazu, Alternativrouten nicht vorschnell zu wählen.
Ausweichstrecken bringen oft keinen Vorteil
Wer bei Stau die Autobahn verlässt und über Landstraßen ausweicht, spart nach Einschätzung des ADAC oft kaum Zeit. Viele Navigationssysteme schlagen zwar in Echtzeit Alternativrouten vor, doch diese Strecken sind häufig schnell überlastet.
ADAC-Experte Suthold warnt: „Oft beträgt der prognostizierte Zeitgewinn aber nur wenige Minuten und die Lage auf der Alternativstrecke verschlechtert sich innerhalb kürzester Zeit. Dann braucht man unter dem Strich noch länger.“
Nach Angaben des ADAC lohnt sich das Verlassen der Autobahn in der Regel erst bei Staus von mehr als zehn Kilometern oder bei einer Vollsperrung.
Beliebte Reiseziele: Küste und Niederlande
Viele Reisende aus Nordrhein-Westfalen zieht es über das lange Wochenende wieder an die Nordsee, Ostsee oder in die Niederlande. Der Tag vor dem 1. Mai gehörte bereits im vergangenen Jahr zu den staureichsten Tagen in NRW. Damals wurden laut ADAC mehr als 880 Staustunden gezählt.
Allerdings weist der Verkehrsclub darauf hin, dass die Lage in diesem Jahr auch von den hohen Kraftstoffpreisen beeinflusst werden könnte. Einige Autofahrer könnten auf Freizeitfahrten verzichten oder ihre Abreise auf Freitag verschieben.
Am Feiertag selbst weniger Staugefahr
Für den 1. Mai sowie für das anschließende Wochenende erwartet der ADAC in NRW dagegen keine außergewöhnlich hohe Staugefahr. Bei gutem Wetter könnte es allerdings von Freitag bis Sonntag auf den Ausfallstraßen in Richtung Naherholungsgebiete zu Verzögerungen durch Tagesausflügler kommen.
ADAC-Stauberater auf NRW-Autobahnen unterwegs
Um Autofahrern im Stau zu helfen, sind am Donnerstag (30. April) auch wieder die Stauberater des ADAC Nordrhein auf Motorrädern auf den Autobahnen in NRW unterwegs. Sie unterstützen unter anderem bei der Routenplanung, geben Reisehinweise, erklären die Rettungsgasse und verteilen Getränke sowie Spielsachen an Kinder.