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Appell für bewussteren Umgang mit Alkohol im Kreis Soest
© Hannah Osterhoff/ Kreis Soest
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Appell für bewussteren Umgang mit Alkohol im Kreis Soest

Die Schützenfestsaison im Kreis Soest läuft - und damit ruft der Arbeitskreis "Prävention im Team" zur Besinnung auf. Die Fachleute machen auf die Vorbildrolle von Erwachsenen aufmerksam: Kinder und Jugendliche schauen genau hin, wie die Erwachsenen mit Alkohol umgehen. Der Appell: bewusster feiern und alkoholfreie Alternativen sichtbarer machen.

Veröffentlicht: Freitag, 29.05.2026 04:13

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Mit dem anstehenden Höhepunkt der Schützenfestsaison meldet sich der Arbeitskreis "Prävention im Team" im Kreis Soest zu Wort. Das Netzwerk aus Fachleuten verschiedener Bereiche macht darauf aufmerksam, dass der gesellschaftlich oft selbstverständliche Umgang mit Alkohol - ob im Festzelt, auf Geburtstagsfeiern oder beim Feierabendbier - Risiken birgt. Besonders im Blick haben die Fachleute dabei Kinder und Jugendliche, die das Verhalten von Erwachsenen häufig übernehmen.

„Besonders problematisch ist, dass Alkohol in vielen Alltagssituationen nicht nur toleriert, sondern aktiv gefördert wird. Wer keinen Alkohol trinkt, muss sich oft rechtfertigen" - Alexa Krause, Suchtpräventionskraft beim Kreis Soest.
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Vorbildfunktion: Was Erwachsene bewirken können

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Eltern, Bezugspersonen und andere Erwachsene haben nach Einschätzung des Arbeitskreises eine entscheidende Rolle. Wer bewusst mit Alkohol umgeht, alkoholfreie Alternativen wählt und offen über Risiken spricht, kann jungen Menschen ein anderes Bild vermitteln. Das sei gerade in Festsituationen wichtig, in denen Alkohol oft als selbstverständlicher Teil des Zusammenseins gilt.

„Erwachsene können durch ihr Verhalten zeigen, dass Genuss auch ohne Alkohol möglich ist. Sie können bewusst Grenzen setzen, alkoholfreie Alternativen wählen und offen über Risiken sprechen" - Stefanie Gernhold, Leitung der Suchtberatungsstellen der Diakonie Ruhr-Hellweg im Kreis Soest.
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Was Alkohol mit dem Körper macht

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Die gesundheitlichen Folgen von Alkohol sind wissenschaftlich eindeutig belegt. Laut Bundesministerium für Gesundheit zählt Alkohol zu den Risikofaktoren für mehr als 200 Erkrankungen - darunter Krebs, Demenz, Leber- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie psychische Beeinträchtigungen. Auch hinter vielen Unfällen steckt Alkohol. Für Kinder und Jugendliche sind die Risiken dabei besonders groß, da sich ihr Körper und Gehirn noch in der Entwicklung befinden.

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Positiver Trend - aber Handlungsbedarf bleibt

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Es gibt auch gute Nachrichten: Der Alkoholkonsum in Deutschland ist in den vergangenen Jahrzehnten insgesamt zurückgegangen. Jugendliche trinken laut Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit seltener oder fangen später damit an. Alkoholfreie Alternativen gewinnen außerdem zunehmend an Beliebtheit. Dennoch bleibt Deutschland im internationalen Vergleich ein Hochkonsumland - und Rauschtrinken ist bei Jugendlichen weiterhin verbreitet.

„Unser Ziel ist es, den Kreis Soest kinder- und gesundheitsfreundlich zu gestalten und das Bewusstsein dafür zu stärken, dass Alkohol nicht selbstverständlich zu jedem Fest dazugehören muss. Durch Aufklärung fördern wir das Risikobewusstsein und möchten Erwachsene dazu ermutigen, ihre Rolle als Vorbilder aktiv wahrzunehmen" - Alexa Krause, Suchtpräventionskraft beim Kreis Soest.
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Auch Veranstalter und Festwirte sind gefragt

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Der Appell richtet sich nicht nur an Privatpersonen. Auch Veranstalter und Festwirte tragen nach Ansicht des Arbeitskreises eine Mitverantwortung: Sie können Rahmenbedingungen schaffen, die den Jugendschutz ernst nehmen und alkoholfreie Getränke sichtbar anbieten.

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Wer steckt hinter "Prävention im Team"?

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Die Arbeitsgemeinschaft "Prävention im Team" ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Fachleuten und Einrichtungen im Kreis Soest. Dazu gehören unter anderem das Kreisgesundheitsamt, die Jugendämter, die Kreispolizeibehörde, das Medienzentrum des Kreises Soest, Fachkräfte aus der Schulsozialarbeit sowie die Suchtberatung der Diakonie und die LWL-Kliniken. Das Netzwerk setzt auf Prävention, Aufklärung über Risiken und die Förderung von Alternativen zum Alkoholkonsum.

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