
Apple filmt Kreis Soest für Maps und KI
Wer das Fahrzeug sieht, erkennt es sofort: Auf dem Dach sitzt ein auffälliges Kamerasystem, das in alle Richtungen filmt. Apple setzt solche Fahrzeuge weltweit ein, um Straßen, Wege und Orte zu dokumentieren. Die dabei gewonnenen Bilder fließen in Apple Maps ein – Apples eigenem Kartendienst, der auf iPhones und anderen Apple-Geräten vorinstalliert ist. Auch die Funktion „Umsehen“ wird damit befüllt: Sie funktioniert ähnlich wie Google Street View und erlaubt es Nutzern, Straßen und Plätze aus der Perspektive eines Fußgängers virtuell zu erkunden.
Apple Maps: Kamerafahrten bis 15. September im Kreis Soest
Die Fahrten im Kreis Soest laufen noch bis Dienstag, 15. September. In diesem Zeitraum ist Apple nach eigenen Angaben an verschiedenen Orten in ganz NRW unterwegs - der Kreis Soest ist dabei ausdrücklich als Einsatzgebiet genannt. Welche Straßen genau befahren werden, teilt Apple nicht mit. Grundsätzlich können Orte, die bereits früher erfasst wurden, auch erneut aufgesucht werden, um die Karten aktuell zu halten. Apple nutzt die aufgenommenen Bilder nicht nur für Karten. Die Aufnahmen dienen laut Apple auch dazu, Modelle für Bilderkennung, Bildbearbeitung und Bildverbesserung zu trainieren - also Technologien, die in verschiedenen Apple-Produkten und -Diensten zum Einsatz kommen. Dabei werden die Bilder in einer automatisch unkenntlich gemachten Form verwendet.
Gesichter und Kennzeichen werden unkenntlich gemacht
Apple betont, den Datenschutz bei den Aufnahmen zu gewährleisten. Nach eigenen Angaben verpflichtet sich Apple, die Privatsphäre bei der Durchführung der Datenerhebungen zu schützen – Gesichter und Nummernschilder auf Bildern sollen unkenntlich gemacht werden, die in „Look Around" erscheinen. Wer dennoch Bedenken hat oder sichergehen will, dass das eigene Gesicht, das eigene Kennzeichen oder das eigene Haus in den Aufnahmen nicht zu erkennen ist, kann Apple direkt kontaktieren und eine Unkenntlichmachung beantragen.