
Baum in Oberleitung: Zugausfälle bei Dedinghausen
Ein Güterzug ist am Mittwoch bei Lippstadt-Dedinghausen mit einem Baum zusammengestoßen, der in die Oberleitung ragte. Die Bahnstrecke zwischen Lippstadt und Paderborn ist weiterhin nur eingeschränkt befahrbar - es kommt zu Ausfällen und Verspätungen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 06.05.2026 14:12
Güterzug trifft Baum: Zugverkehr bei Lippstadt gestört
Am Mittwochvormittag (06.05.) ist ein Güterzug auf der Strecke zwischen Lippstadt und Geseke gegen einen Baum geprallt. Der Baum ragte in den Fahrweg und in die Oberleitung der Bahnstrecke. Der Vorfall ereignete sich in Höhe der Bahnunterführung Zur Meerpfanne im Lippstädter Stadtteil Dedinghausen. Der Güterzug bestand aus leeren Kesselwagen. Der Lokführer leitete unmittelbar nach dem Zusammenstoß eine Vollbremsung ein. Nach rund 400 Metern kam der Zug zum Stehen.
Feuerwehr Lippstadt beseitigte Baumreste
Die Feuerwehr Lippstadt wurde um 11.41 Uhr alarmiert. Ein Notfallmanager der Deutschen Bahn erschien vor Ort und erdete die Oberleitung, die eine Spannung von 15.000 Volt führt. Reste des Baums hatten sich oberhalb des letzten Kesselwagens verkeilt. Die Einsatzkräfte zerkleinerten den Baum mit einer Motorkettensäge und beseitigten die Überreste. Der Lokführer wurde von den Einsatzkräften betreut. Ein Transport in ein Krankenhaus war nicht erforderlich.
Strecke Lippstadt-Paderborn weiter eingeschränkt
Die Bahnstrecke zwischen Lippstadt und Paderborn Hauptbahnhof ist nach dem Vorfall weiterhin nur eingeschränkt befahrbar. Laut zuginfo.nrw müssen Züge im betroffenen Abschnitt langsamer fahren, weil die Oberleitung repariert werden muss. Es kommt zu Verspätungen und Teilausfällen. Ein Schienenersatzverkehr ist eingerichtet. Fahrgäste auf der Strecke zwischen Lippstadt und Paderborn müssen sich weiterhin auf kurzfristige Änderungen einstellen. Fahrten können abweichend von den auf dem Fahrplan angegebenen Gleisen stattfinden. Die Deutsche Bahn empfiehlt, die Onlinereiseauskunft zu nutzen und auf Durchsagen am Bahnsteig zu achten. Ein Ende der Beeinträchtigungen ist derzeit noch nicht absehbar.


