
Brandserie in Rüthen: Feuerwehrmann unter Verdacht
Nach einer monatelangen Brandserie in und um Rüthen hat die Polizei drei Männer festgenommen - darunter ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Alle drei sitzen in Untersuchungshaft, ihnen werden mindestens 17 Brandstiftungen vorgeworfen.
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Festnahme am Feuerwehrhaus: Waldbrand führt Polizei auf die Spur
Am Freitagabend, dem 14. August, brannte es erneut in Rüthen - diesmal am Kitzelbachweg, wo eine Waldfläche von rund 350 Quadratmetern in Flammen aufging. Noch in derselben Nacht nahm die Polizei drei Männer aus Rüthen fest: einen 19-Jährigen, einen 20-Jährigen und einen 29-Jährigen. Sie alle stehen im Verdacht, hinter der seit Monaten andauernden Brandserie zu stecken. Wegen der Häufung der Brände hatte die Polizei eigens eine Ermittlungskommission eingerichtet, deren Arbeit schließlich zur Festnahme führte.
Rüthen: Feuerwehrmitglied soll Brände selbst gelegt haben
Einer der drei Festgenommenen ist laut Staatsanwaltschaft Arnsberg Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Rüthen. Er wurde am Freitagabend am Feuerwehrgerätehaus festgenommen - offenbar in dem Moment, als er dabei helfen wollte, den Waldbrand am Kitzelbachweg zu löschen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll er diesen Brand selbst gelegt haben. Staatsanwalt Christian Lang bestätigte gegenüber Hellwegradio die Mitgliedschaft des Mannes in der Freiwilligen Feuerwehr. Die Verdächtigen sollen zwischen April 2025 und August 2026 in wechselnder Besetzung mindestens 17 Brände gelegt haben. Teile der Taten haben die Männer nach Angaben der Staatsanwaltschaft bereits eingeräumt.
Eine Brandserie, die Rüthen seit Monaten beschäftigt
Die Brandserie hatte die Region im Sommer 2026 über Monate hinweg in Atem gehalten. Mitte Juli traf es den Bio-Hof Maas in Rüthen besonders schwer: Maschinen, Stroh und das gesamte Winterheu gingen in den Flammen verloren. In der Nacht zu Montag, dem 10. August, brannten auf einem Feld zwischen den Ortsteilen Menzel und Rüthen - der Schaden lag nach ersten Schätzungen im niedrigen fünfstelligen Bereich. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Verdächtigen planvoll und koordiniert vorgegangen sind. Ob sie auch für weitere Taten verantwortlich sind, prüfen die Behörden noch.
Untersuchungshaft wegen Wiederholungsgefahr
Am Samstag, dem 15. August, erließ ein Haftrichter des Amtsgerichts Arnsberg auf Antrag der Staatsanwaltschaft Arnsberg Untersuchungshaftbefehle gegen alle drei Verdächtigen. Als Grund nannte die Staatsanwaltschaft unter anderem die hohe Wiederholungsgefahr. Angesichts der anhaltenden Trockenheit wäre weiteres Feuer nach Einschätzung der Behörden besonders gefährlich gewesen. Die Ermittlungen dauern an.