
Dachsturz in Soest: Verletzter ist 48-jähriger Pole
Bei einem schweren Arbeitsunfall am Dienstag (20. Oktober) in Soest ist ein 48-jähriger Mann aus Polen durch ein Hallendach gestürzt und verletzt worden. Die Identität des Mannes war zunächst unklar - heute Nachmittag kam der Arbeitgeber mit seinem Anwalt zur Polizei und klärte die Lage. Kriminalpolizei und Arbeitsschutzamt Arnsberg ermitteln.
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Sturz durch Hallendach am Elfser Weg
Am Dienstag (20. Oktober) gegen 10 Uhr wurden Rettungsdienst und Polizei auf das Gelände zwischen Elfser Weg und Friedrich-Bertram-Weg im Soester Südosten gerufen. Dort sollten Arbeiter eines Subunternehmens Asbestplatten von einem alten Hallendach entfernen - Voraussetzung für den geplanten Abriss der Halle, auf deren Gelände eine Padelhalle entstehen soll. Bei den Arbeiten trat ein Mann auf eine Lichtplatte, die nachgab. Er brach durch das Dach und stürzte mehr als sieben Meter tief auf den Betonboden darunter.
Rettungshubschrauber brachte Verletzten nach Bochum
Arbeitskollegen alarmierten sofort den Notruf. Ersthelfer übernahmen die Erstversorgung, bis Rettungswagen und Notarzt eintrafen. Ein Rettungshubschrauber landete am nahegelegenen Feuerwehrgerätehaus. Der Mann wurde schwer verletzt ins Knappschaftskrankenhaus nach Bochum geflogen. Wie schwer er genau verletzt ist, wird zunächst nur seinen Angehörigen mitgeteilt.
Identität zunächst unklar - Arbeitgeber meldet sich bei der Polizei
Die Polizei konnte die Identität des Mannes am Dienstag (20.10.2026) an der Unfallstelle zunächst nicht feststellen. Das änderte sich am Mittwoch (21.10.2026): Der Arbeitgeber des Verunglückten erschien gemeinsam mit einem Anwalt bei der Polizei in Soest und machte Angaben zur Person. Demnach handelt es sich um einen 48-jährigen Mann aus Polen. Er war bei einem Subunternehmen beschäftigt, das den Auftrag hatte, Platten von dem Dach zu entfernen. Über den genauen Zustand des Mannes ist bislang nichts bekannt - Informationen zum Gesundheitszustand sollen zunächst nur an die Angehörigen weitergegeben werden.
Arbeitsschutzamt Arnsberg ermittelt
Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch nicht abschließend geklärt. Das Arbeitsschutzamt in Arnsberg hat die Untersuchungen übernommen. Grundsätzlich zählt das Durchbrechen durch nicht durchsturzsichere Abdeckungen zu den häufigsten und schwerwiegendsten Unfallursachen auf dem Bau. Viele Dachflächen wirken nach außen stabil, sind es aber aufgrund von Materialeigenschaften oder Alterung nicht. Die Vorschriften zum Arbeitsschutz verlangen in solchen Fällen klare Schutzmaßnahmen.
Was der Arbeitsschutz vorschreibt
Bei Arbeiten auf gefährdeten Dachflächen sind laut Arbeitsschutzregeln entweder bauliche Maßnahmen zur Verstärkung des Dachs oder das Anbringen von Auffangnetzen unterhalb der Arbeitsfläche vorgeschrieben. Diese Netze sollen bei einem Durchbruch den Absturz abfangen. Ob und welche Schutzmaßnahmen am Elfser Weg vorhanden waren, ist Teil der laufenden Untersuchung.