
Drei neue Unfallschwerpunkte im Kreis Soest
Die Unfallkommission des Kreises Soest hat bei ihrer Herbstsitzung drei neue Unfallschwerpunkte registriert. Gleichzeitig konnten drei bisher gefährliche Stellen von der Liste gestrichen werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Kreuzung am Lippertor in Lippstadt, die Ampelanlage muss komplett erneuert werden.
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Drei neue Stellen, drei entschärft
Die Unfallkommission des Kreises Soest hat in ihrer Herbstsitzung drei neue Unfallhäufungsstellen registriert. Neu auf der Liste stehen die Kreuzung Wiedenbrücker Straße/Barbarossastraße in Lippstadt, die Kreuzung Zum Alten Berg/Eickhoffer Straße in Rüthen sowie die B 229 am Möhnesee auf Höhe des Torhauses. Die Kommission arbeitet gemeinsam mit der Polizei, den Straßenbaulastträgern, der Bezirksregierung und den Straßenverkehrsbehörden der Städte Lippstadt, Soest, Werl und Warstein daran, gefährliche Stellen zu identifizieren und zu entschärfen.
Drei Stellen nicht mehr auf der Liste
Gleichzeitig gibt es gute Nachrichten: Drei bisherige Unfallschwerpunkte wurden von der Liste gestrichen. Das betrifft die Berwicker Straße in Welver, die Bismarckstraße in Lippstadt sowie den Kreisverkehr am Hiddingser Weg in Soest. An diesen Stellen hatte es nach Umsetzung gezielter Maßnahmen innerhalb eines Jahres keine vergleichbaren Unfälle mehr gegeben. Insgesamt zählt der Kreis Soest aktuell 29 Unfallhäufungsstellen - sechs davon liegen in der Zuständigkeit der Städte Lippstadt, Soest oder Werl.
Ampel am Lippertor: Technik am Limit
Besonders im Fokus der Herbstsitzung stand die Kreuzung am Lippertor in Lippstadt, einer der meistbefahrenen Knotenpunkte der Stadt. Die dortige Ampelanlage ist rund 40 Jahre alt und technisch so veraltet, dass selbst kleine Änderungen an der Schaltung derzeit nicht möglich sind. Die Unfallkommission hat deshalb beschlossen: Die gesamte Signaltechnik muss erneuert werden. Die Kreuzung gilt schon länger als Unfallschwerpunkt.
Warum die Planung noch Monate dauert
Die Erneuerung ist kein einfaches Vorhaben. Die Ampel ist direkt mit der Lichtsignalanlage am benachbarten Bahnübergang verknüpft - auch diese ist rund 40 Jahre alt. Würde nur die Kreuzungsampel ausgetauscht, bekäme der Bahnübergang keine technische Abnahme mehr durch das Eisenbahn-Bundesamt - und damit auch keine Betriebserlaubnis. Die Westfälische Landes-Eisenbahn hat den Komplettaustausch bereits eingeplant, allerdings dauert die Planung wegen des gleichzeitigen Bahnübergang-Umbaus noch mehrere Monate. Parallel prüft der Landesbetrieb Straßenbau NRW verschiedene bauliche Varianten für den Knotenpunkt.
Erste Maßnahmen bereits umgesetzt
Bis die neue Ampelanlage steht, hat die Unfallkommission bereits kurzfristige Maßnahmen umgesetzt. An den Radfurten im Kreuzungsbereich gibt es jetzt rote Markierungen, die Radfahrer besser sichtbar machen sollen. Zusätzlich wurde versuchsweise ein Verkehrsspiegel an der Ecke Lippertor/Lipperoder Straße angebracht. Er soll Autofahrern beim Rechtsabbiegen helfen, Radfahrer auf dem Radweg frühzeitig zu erkennen. Ob die Maßnahme den gewünschten Effekt hat, will die Unfallkommission im weiteren Verlauf auswerten.