
Dutzende Sturmeinsätze: So traf Manja den Kreis Soest
Sturmtief Manja hat die Feuerwehren im Kreis Soest am Wochenende in Atem gehalten. Von Werl bis Warstein, von Soest bis Möhnesee - überall mussten Einsatzkräfte ausrücken, um umgestürzte Bäume und blockierte Straßen zu beseitigen. Verletzt wurde nach aktuellem Stand niemand.
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Das Wichtigste auf einen Blick
- Schwerpunkt der Einsätze: Nacht von Samstag auf Sonntag (24./25. Oktober)
- Allein in Soest rund 22, in Werl rund 20 Sturmeinsätze
- Keine Verletzten nach aktuellem Stand
- Bahnverkehr rund um Soest am Montagmorgen (26. Oktober) noch beeinträchtigt
Sturm trifft fast alle Kommunen im Kreis
Sturmtief Manja hat die Feuerwehren im Kreis Soest am Wochenende stark gefordert. In fast allen Kommunen des Kreises rückten die Einsatzkräfte aus, um Straßen von umgestürzten Bäumen und Ästen zu räumen. Der Schwerpunkt der Einsätze lag in der Nacht von Samstag auf Sonntag (24./25. Oktober 2026). Die Einsatzkräfte waren vielerorts bis in den Sonntagvormittag hinein im Dauereinsatz. Verletzt wurde nach aktuellen Erkenntnissen niemand.
Soest und Werl: Je rund 20 Einsätze
In der Kreisstadt Soest rückte die Feuerwehr ab Mitternacht zu rund 22 Sturmeinsätzen im gesamten Stadtgebiet aus. Auch in Werl waren es rund 20 Einsätze, bei denen Bäume und Äste von Straßen geräumt wurden. In der Nacht von Sonntag auf Montag (25./26. Oktober) musste die Feuerwehr Werl außerdem zu einem Brand in einer Doppelgarage ausrücken.
Warstein: Schon ab Freitag im Einsatz
In Warstein hatte schon Manjas Vorgängerin Luise für Probleme gesorgt. Am Freitag (23. Oktober) um 13:00 Uhr wurden die Löschgruppen Allagen und Mülheim/Sichtigvor zur Möhnestraße zwischen Allagen und Niederbergheim gerufen, wo Totholz über der Fahrbahn hing. Mit der Drehleiter wurde es entfernt. In der Nacht zum Samstag folgte ein weiterer Einsatz in Belecke, erneut mit Drehleiter. Insgesamt verzeichnete die Feuerwehr Warstein neun sturmbedingte Einsätze.
Im direkten Vergleich fiel die Bilanz durch Sturm Luise aber deutlich ruhiger aus.
Einsatz endet, bevor er begonnen hat
Eine Kuriosität am Rande: In der Nacht zum Sonntag (25. Oktober) wurde in Belecke ein Einsatz alarmiert, der auf dem Papier bereits abgeschlossen war, bevor er begonnen hatte. Die Leitstelle brach ihn ab, weil die Polizei die Äste bereits entfernt hatte. Da die Uhren in dieser Nacht von Sommer- auf Winterzeit zurückgestellt wurden, lag die Abbruchzeit in der Einsatzdokumentation vor der Alarmierungszeit.
Von Ense bis Möhnesee: Überall blockierte Straßen
In Ense rückte die Feuerwehr am Sonntag (25. Oktober) zu vier Einsätzen aus. Zwischen 02:43 Uhr und 08:22 Uhr beseitigten verschiedene Löschgruppen umgestürzte Bäume und sturmbedingte Gefahrenstellen im Gemeindegebiet. Am östlichen Ortsausgang von Bremen blockierten zwei Bäume mit einem Kronendurchmesser von jeweils rund zehn Metern die Fahrbahn - sie mussten mit der Motorsäge zerkleinert werden. In Geseke zählte die Feuerwehr fünf Sturmeinsätze, am Möhnesee waren es sieben - überall mussten Gefahrenstellen beseitigt werden.
Erwitte, Welver und Lippetal
In Erwitte wurde die Feuerwehr ab Mitternacht des Sonntags (25. Oktober) zu neun sturmbedingten Einsätzen im gesamten Stadtgebiet alarmiert, ein weiterer Einsatz folgte am Sonntagmittag. In Welver gab es vier Einsätze zwischen Samstag (24. Oktober) und Sonntag (25. Oktober). Darunter war auch eine heruntergehängte Leitung in Illingen, die zunächst als mögliche Stromleitung gemeldet worden war - es stellte sich als Telefonleitung heraus, die die Einsatzkräfte sicherten. In Lippetal rückte die Feuerwehr sturmbedingt einmal aus: In Lippborg musste ein umgestürzter Baum mit der Kettensäge beseitigt werden.
Containerbrand in Herzfeld
Ebenfalls in Lippetal, aber unabhängig vom Sturm: Am späten Samstagabend geriet in Herzfeld auf dem Gelände eines Entsorgungsbetriebes ein rund 40 Kubikmeter großer Container mit Restmüll in Brand. Die Ursache ist bislang ungeklärt. Das Feuer drohte auf eine angrenzende Halle überzugreifen, in der ebenfalls Müll gelagert wird. Die Einsatzkräfte entleerten den Container auf dem Betriebshof und löschten den brennenden Müll unter Atemschutz mit mehreren Löschleitungen ab. Um tiefer liegende Glutnester zu erreichen, wurde der Müllhaufen mit einem Bagger und einem Radlader umgeschichtet. Danach konnte die Einsatzstelle an den Betreiber übergeben werden.
Frisch ausgebildet - direkt im Einsatz
In Bad Sassendorf hatten mehrere Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr am Samstag (24. Oktober) den Lehrgang "TH Wald" erfolgreich abgeschlossen. Dass das frisch erworbene Wissen schnell gebraucht werden würde, zeigte sich bereits in der darauffolgenden Nacht. Sturmtief Manja sorgte für mehrere umgestürzte Bäume, die Straßen und Gehwege blockierten. Die neu ausgebildeten Kameraden konnten direkt mit anpacken und bei der Beseitigung der Sturmschäden helfen.
Bahn rund um Soest noch beeinträchtigt
Nicht nur die Feuerwehr hatte mit den Folgen des Sturms zu tun. Auch der Bahnverkehr rund um Soest war betroffen. Am Montagmorgen (26. Oktober) sorgten die Sturmauswirkungen nach Angaben der Bahn noch immer für Probleme im Zugverkehr. Hier hatte ein Baum auf den Gleisen die Strecke zwischen Soest und Werl blockiert.


