Anzeige
 Falscher Polizist in Möhnesee: Neffe stellt Betrüger
Teilen:

Falscher Polizist in Möhnesee: Neffe stellt Betrüger

In Möhnesee-Echtrop hat ein Mann am Mittwoch (30. September) versucht, eine Seniorin um Bargeld und Schmuck zu bringen. Die Frau reagierte richtig - und ihr Neffe sorgte dafür, dass der Tatverdächtige noch am selben Tag festgenommen wurde.

Veröffentlicht:

Anzeige

Mann gibt sich als Polizeibeamter aus

Anzeige

Gegen 14 Uhr klingelte ein unbekannter Mann an der Wohnanschrift einer Seniorin in Möhnesee-Echtrop. Er gab sich als Polizeibeamter aus und behauptete, ihr Neffe habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Um eine angeblich nötige Kaution zu bezahlen, forderte er Bargeld und Schmuck von der Frau.

Anzeige

Seniorin reagiert sofort richtig

Anzeige

Die Seniorin ließ sich nicht einschüchtern. Noch während der Mann an ihrer Tür stand, rief sie ihren Neffen an. Der meldete sich - und ihm ging es gut. Damit war der Betrugsversuch für die Frau sofort erkennbar. Die Polizei lobt ausdrücklich ihr besonnenes Verhalten in dieser Situation.

Anzeige

Neffe und seine Frau behalten den Mann im Blick

Anzeige

Nachdem der Neffe von dem Vorfall erfahren hatte, fuhr er gemeinsam mit seiner Frau zur Wohnanschrift seiner Tante. Dort konnten die beiden den Tatverdächtigen noch beim Verlassen des Grundstücks beobachten. Gleichzeitig verständigten sie die Polizei und verfolgten den Mann mit dem Auto in Richtung einer Bushaltestelle an der Kreisstraße 33. Die Polizei wurde dabei fortlaufend über den Aufenthaltsort des Mannes informiert.

Anzeige

Polizei nimmt Mann an Bushaltestelle fest

Anzeige

Anhand der übermittelten Beschreibung konnten die eintreffenden Beamten den Tatverdächtigen an der Bushaltestelle antreffen und vorläufig festnehmen. Bei dem Mann handelt es sich laut Polizei um einen 28-jährigen Polen. Die Festnahme erfolgte wegen bestehender Fluchtgefahr. Sein Fahrzeug wurde als Beweismittel beschlagnahmt.

Anzeige

Kein Schaden entstanden - Kriminalpolizei ermittelt

Anzeige

Eine anschließende Überprüfung ergab: Obwohl möglicherweise bereits Schmuck aus der Wohnung der Seniorin bereitgelegt worden war, konnte dieser in der Wohnung aufgefunden werden. Auch die Laufroute des Tatverdächtigen und sein Fahrzeug wurden abgesucht - Hinweise auf weiteres Diebesgut gab es zunächst nicht. Die weiteren Ermittlungen liegen bei der Kriminalpolizei.

Anzeige

Was die Polizei rät

Anzeige

Wer an der Haustür oder am Telefon von angeblichen Polizisten oder anderen Personen aufgefordert wird, Geld oder Wertgegenstände herauszugeben, sollte dem niemals nachkommen. Im Zweifel: Gespräch beenden, selbst die 110 anrufen und keine fremden Personen in die Wohnung lassen.

Anzeige
Anzeige
Anzeige