
Flughafen Paderborn/Lippstadt bedauert skyhub PAD-Aus
Die Flugverbindung zwischen Paderborn/Lippstadt und München ist Geschichte: Die private Fluginitiative skyhub PAD stellt ihren Betrieb am Mittwoch, den 10. Juni ein - nur rund neun Monate nach dem Start. Der Flughafen Paderborn/Lippstadt reagiert mit Bedauern und richtet einen Appell an die Bundesregierung.
Veröffentlicht: Donnerstag, 28.05.2026 07:11
Aus für skyhub PAD
skyhub PAD war eine deutschlandweit ungewöhnliche Konstruktion: 103 Gesellschafter hatten sich zusammengetan, um die Flugverbindung zwischen Paderborn/Lippstadt und München privat zu finanzieren und am Leben zu halten. Der Flughafen Paderborn/Lippstadt hatte die Initiative nach eigenen Angaben von Anfang an unterstützt. Trotz des Engagements aller Beteiligten reichte es am Ende nicht.
"Es ist sehr schade, dass die deutschlandweit einmalige Fluginitiative skyhub PAD in Kürze den Betrieb einstellen muss. Alle Beteiligten und insbesondere die Gesellschafter haben mit großartigem Engagement und viel Herzblut daran gearbeitet, die Flugverbindung zwischen Paderborn/Lippstadt und München aufrechtzuerhalten. Leider ist dieses Unterfangen aufgrund der aktuell zu hohen Kostenbelastung nicht gelungen." - Christoph Rüther, Aufsichtsratsvorsitzender, und Roland Hüser, Geschäftsführer des Flughafens Paderborn/Lippstadt.
Flughafen bleibt trotzdem auf Kurs
Trotz des Endes der München-Strecke sieht sich der Flughafen Paderborn/Lippstadt gut aufgestellt. Im Jahr 2025 verzeichnete er mit 44.111 Flugbewegungen den höchsten Wert seit der Corona-Zeit. Die Verantwortlichen betonen, dass die Verbindung nach München zuletzt ohnehin eine eher untergeordnete Rolle für die Gesamtentwicklung gespielt habe.
"An zahlreichen Standorten in Deutschland sind Flughäfen auch ohne eine Hub-Anbindung erfolgreich. Mit Blick auf die Passagierzahlen spielte die München-Strecke zuletzt eher eine untergeordnete Rolle. Parallel konnten wir auskömmliche Betriebsergebnisse erzielen." - Christoph Rüther und Roland Hüser.
Appell an die Bundesregierung
Das Ende von skyhub PAD nehmen Aufsichtsrat und Geschäftsführung des Flughafens auch zum Anlass, die Politik in die Pflicht zu nehmen. Sie fordern niedrigere staatliche Abgaben für den Flugverkehr in Deutschland - und machen damit deutlich, dass sie das Scheitern der Initiative nicht allein auf das Geschäftsmodell zurückführen.
"Die Einstellung des Flugbetriebs von skyhub PAD zeigt deutlich, dass die staatlichen Abgaben für den Flugverkehr in Deutschland wesentlich zu hoch sind. Daher richten wir erneut einen dringlichen Appell an die Bundesregierung hier zeitnah für bessere Rahmenbedingungen zu sorgen, damit der Flugverkehr in Deutschland im internationalen Wettbewerb bestehen kann." - Christoph Rüther und Roland Hüser.