
Radfahrerin entdeckt Kätzchen im Stockheimer Bruch
Ein ungewöhnlicher Notruf ging am Samstagnachmittag (08. November 2025) bei der Polizei Soest ein: Eine Radfahrerin meldete aus dem Stockheimer Bruch in Geseke, sie werde „umzingelt“. Doch statt Kriminellen handelte es sich um sechs kleine Katzenbabys, die offenbar dort ausgesetzt worden waren.
Die Frau hatte die Kätzchen auf einem Feldweg entdeckt und die Polizei alarmiert. Als die Beamten eintrafen, konnten die Tiere vor Ort niemandem zugeordnet werden – alles deutete darauf hin, dass sie dort einfach zurückgelassen wurden.
Versteck unter dem Streifenwagen
Die Polizisten standen dann vor einer besonderen Herausforderung: Die sechs verängstigten Kitten suchten Schutz unter dem Streifenwagen.
„Die Kollegen mussten daher vollen Körpereinsatz zeigen, um sie aus ihrem Versteck zu holen“, so die Polizei Soest.
Kaum war ein Kätzchen gesichert, versuchten die anderen wieder zu fliehen. Mit viel Geduld und Geschick gelang es den Beamtinnen und Beamten schließlich, alle Tiere in Sicherheit zu bringen.
Kreativer Transport ins Tierheim Lippstadt
Weil die Katzenbande immer wieder ausbrechen wollte, entschieden sich die Einsatzkräfte zu einer pragmatischen Lösung: Der Transport erfolgte in einem – selbstverständlich geöffneten – blauen Sack. Nach Rücksprache mit dem Ordnungsamt wurden die sechs Katzenbabys ins Tierheim Lippstadt gebracht.
Dort werden sie nun medizinisch untersucht und versorgt. Das Tierheim sucht nach möglichen Besitzern, hält es aber für wahrscheinlich, dass die Kitten in Geseke ausgesetzt wurden.
