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Geseke-Störmede: Bombenräumung am Fliegerhorst beendet
© Stadt Geseke
Luftbild des betroffenen Areals, des ehemaligen Fliegerhorstes in Geseke.
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Geseke-Störmede: Bombenräumung am Fliegerhorst beendet

47 scharfe Bomben, tonnenweise Munition und sogar Flugzeugkanonen: Auf dem alten Fliegerhorst Störmede haben Experten brisante Funde gemacht. Die Räumung ist vorerst abgeschlossen, doch ganz erledigt ist das Thema noch nicht.

Veröffentlicht: Montag, 22.12.2025 13:59

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Kampfmittelräumung vorerst abgeschlossen

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Die Räumung von Bomben und Munition auf dem alten Fliegerhorst Störmede in Geseke ist vorerst abgeschlossen. Das hat die Stadt mitgeteilt. Seit dem Sommer 2025 haben Experten das rund 110 Hektar große Gelände systematisch untersucht und dabei zahlreiche gefährliche Altlasten aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt und beseitigt.

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Scharfe Bomben und viel Munition gefunden

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Insgesamt stießen die Fachleute auf 47 scharfe Bomben, darunter eine mit einem Gewicht von 1.000 Kilogramm. Fast alle Bomben konnten vor Ort entschärft werden. Eine Bombe war nicht mehr entschärfbar und musste kontrolliert gesprengt werden. Zusätzlich wurden mehr als eine Tonne Munitionsteile, verschiedene Granaten sowie drei Flugzeugbordkanonen aus dem Boden geborgen.

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Enge Zusammenarbeit vor Ort

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Die Arbeiten liefen in enger Abstimmung zwischen der Stadt Geseke, dem Kampfmittelbeseitigungsdienst Westfalen/Lippe bei der Bezirksregierung Arnsberg und dem Grundstückseigentümer Heidelberg Materials. Neben Kampfmitteln wurden auf dem Gelände auch Reste alter Fundamente, Bahnschwellen und viel Metallschrott entdeckt.

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Weitere Verdachtspunkte bleiben

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Trotz der abgeschlossenen Maßnahmen gibt es auf dem ehemaligen Fliegerhorst noch weitere Bereiche mit Blindgängerverdacht. Diese konnten durch die bisherigen Untersuchungen nicht vollständig ausgeschlossen werden und müssen zu einem späteren Zeitpunkt weiter geprüft werden.

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So läuft die Kampfmittelsuche ab

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Zunächst werten Experten historische Luftbilder aus dem Zweiten Weltkrieg aus. Anschließend wird das Gelände mit speziellen Messgeräten untersucht, die eisenhaltige Objekte im Boden erkennen. Gibt es Auffälligkeiten, wird an diesen Stellen gegraben. Gefundene Kampfmittel werden entschärft oder - wenn nötig - kontrolliert gesprengt.

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Historischer Hintergrund des Geländes

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Der Fliegerhorst Störmede geht auf Planungen aus dem Jahr 1934 zurück. Ursprünglich als Segelflugplatz gedacht, entwickelte sich das Areal schnell zu einem militärisch genutzten Standort der Luftwaffe. Auch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs blieben viele Kampfmittel im Boden zurück, die jetzt Schritt für Schritt geräumt werden.

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