
Geseke: VGW stellt Trinkwasserampel auf Rot
Die anhaltende Hitze macht dem Trinkwassernetz im Kreis Soest zu schaffen. Die Vereinigte Gas- und Wasserversorgung (VGW) hat ihre Trinkwasserampel auf Rot gestellt - das gilt auch für Geseke. Wasser darf jetzt nur noch für das Nötigste genutzt werden: Garten gießen oder den Pool befüllen ist ab sofort tabu.
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Netz am Limit: Verbrauch auf Rekordniveau
Die Hitze der vergangenen Tage hat den Wasserverbrauch im VGW-Versorgungsgebiet massiv in die Höhe getrieben. Das Netz ist laut Unternehmen zu über 95 Prozent ausgelastet. Vor allem in den Morgen- und Abendstunden kommt es zu starken Verbrauchsspitzen: Zwischen 6 und 9 Uhr sowie zwischen 17 und 22 Uhr steigt die Nachfrage besonders stark an. Die Situation gilt als angespannt.
„Die derzeitige Wasserabgabe bringt das Trinkwassernetz vor allem in den Abendstunden an seine Grenzen. Auch an den Übergabestellen der Wasserversorgung Beckum und des Aabach-Verbands, über die wir Trinkwasser in unser Netz einspeisen, sind die Anlagen den ganzen Tag im Hochbetrieb und zeitweise maximal ausgelastet, so dass es lokal zu geringen Drücken bei einzelnen Kunden kommen kann." - Jonas Hülsmann, VGW-Betriebsstellenleiter.
Was die rote Phase bedeutet - und was jetzt gilt
In der roten Phase der Trinkwasserampel darf Wasser nur noch für lebensnotwendige Zwecke genutzt werden. Erlaubt sind Trinken, das Zubereiten von Mahlzeiten, Körperpflege, Toilettenspülung und normale Haushaltsreinigung. Wer einen Garten hat, darf Nutzpflanzen noch gießen - aber bitte nur nachts zwischen 22 und 4 Uhr, wenn der Verbrauch im Netz geringer ist. Das Befüllen von Pools, Planschbecken oder Wasserspielanlagen ist dagegen komplett einzustellen. Auch das Abspritzen von Einfahrten, Fassaden oder Fahrzeugen ist nicht erlaubt.
„Gemeinsam müssen wir jetzt das Ziel verfolgen, den Verbrauch und insbesondere die Verbrauchsspitzen zu reduzieren, so dass wir die Versorgung aller in dieser angespannten Situation sicherstellen können." - Dr. Gesa Kutschera, VGW-Geschäftsführerin.
Was die VGW selbst unternimmt
Auch der Versorger selbst handelt. Standrohrausgaben für private Zwecke sind vollständig eingestellt. Landwirtschaftliche Bewässerung ist nur noch auf Grundlage bestehender Sonderregelungen und ausschließlich nachts möglich. Technische Maßnahmen zur Stabilisierung des Netzes werden laut VGW laufend geprüft und wo möglich sofort umgesetzt.