
Kreis reagiert auf steigendes Defizit
Im Kreis Soest gilt seit einigen Tagen eine Haushaltssperre. Das bedeutet: Geld aus dem Haushalt wird vorerst nur noch dann ausgegeben, wenn es rechtlich verpflichtend ist oder nicht aufgeschoben werden kann. Ziel ist es laut Kreis, finanziell handlungsfähig und eigenständig zu bleiben.
Deutlich höheres Minus als geplant
Auslöser für die Maßnahme ist die aktuelle Prognose für den Jahresabschluss 2025. Der Fehlbetrag falle deutlich höher aus als ursprünglich eingeplant, sagte eine Kreissprecherin auf Nachfrage.
Bei der Aufstellung des Doppelhaushalts 2025/2026 sei noch nicht absehbar gewesen, wie stark die Ausgaben steigen würden. Besonders betroffen sind demnach Bereiche wie die Hilfe zur Pflege, die Krankenhilfe und die Personalkosten.
Nicht alle Bereiche betroffen
Die Haushaltssperre gilt allerdings nicht für den gesamten Etat. Bereiche, die vollständig refinanziert sind - zum Beispiel Grundsicherungsleistungen - bleiben außen vor, so der Kreis weiter.
Regelmäßige Überprüfung geplant
Zunächst soll die Haushaltssperre bis zum Ende des Jahres gelten. Allerdings will der Kreis die Lage regelmäßig neu bewerten und prüfen, ob Anpassungen notwendig sind.