
Hitze im Kreis Soest: Werl handelt, Lippstadt hinkt nach
Zum heutigen bundesweiten Hitzeaktionstag informiert die Wallfahrtsstadt Werl über den richtigen Umgang mit hohen Temperaturen. Der aktuelle Hitze-Check 2026 der Deutschen Umwelthilfe zeigt zudem: Die Stadt Lippstadt hat beim Schutz vor Hitze noch Nachholbedarf.
Veröffentlicht: Donnerstag, 11.06.2026 15:56
Hitze-Check 2026: Lippstadt im unteren Mittelfeld
Die Deutsche Umwelthilfe hat in ihrem Hitze-Check 2026 untersucht, wie gut Städte in Deutschland auf zunehmende Hitze vorbereitet sind. Bewertet wurden unter anderem Grünflächen, Versiegelung, Stadtbäume und Hitzebelastung. Lippstadt landet dabei nur im unteren Mittelfeld. Seit 2018 wurden in der Stadt vergleichsweise viele Flächen versiegelt. Darüber hinaus gibt es weiterhin zu wenig Schatten und zu wenig Grün, um Hitze wirksam abzufedern. Die Deutsche Umwelthilfe warnt, dass Städte sich stärker auf Hitzeperioden einstellen müssen. Beim Hitze-Check 2024 der Deutschen Umwelthilfe hatte Lippstadt noch eine deutlich bessere Gesamtbewertung erhalten als im aktuellen Check 2026.
Werl: Hitzeschutz als Gemeinschaftsaufgabe
Am 11. Juni 2026 findet bundesweit der Hitzeaktionstag statt. Die Wallfahrtsstadt Werl nimmt das zum Anlass, um Bürgerinnen und Bürger über den richtigen Umgang mit hohen Temperaturen zu informieren. Hintergrund sind zunehmende Hitzewellen, die auch in der Region immer häufiger auftreten. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder, chronisch Erkrankte sowie Menschen, die im Freien arbeiten oder Sport treiben. Die Stadt ruft alle dazu auf, auf sich selbst und auf Mitmenschen zu achten.
„Hitze ist längst nicht mehr nur ein Thema für einzelne Sommertage. Sie gehört zu den spürbaren Folgen des Klimawandels und stellt insbesondere ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich vorbelastete Personen vor große Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, frühzeitig über Schutzmaßnahmen zu informieren und die Menschen auf die Risiken aufmerksam zu machen." - Christopher Beyer, Klimaschutzmanager der Wallfahrtsstadt Werl
Hitzeschutz im Alltag: Einfache Maßnahmen helfen
Die Stadt Werl empfiehlt den „Hitzeknigge", der in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt herausgegeben wurde und leicht umsetzbare Hinweise für den Alltag enthält. Dazu gehören: ausreichend Wasser trinken, direkte Sonneneinstrahlung besonders mittags meiden sowie leichte und helle Kleidung tragen. Wohnräume sollten morgens und nachts gelüftet sowie tagsüber verschattet werden. Körperliche Anstrengungen sind in die kühleren Morgen- oder Abendstunden zu verlegen. Gedruckte Exemplare des Hitzeknigge sind bei der Stadtverwaltung Werl erhältlich. Weitere Informationen zum Hitzeaktionstag gibt es unter hitzeaktionstag.de sowie unter werl.de.
„Hitzeschutz beginnt nicht erst bei einer Warnmeldung. Schon einfache Maßnahmen wie ausreichend Trinken, das Verschatten von Räumen oder ein kurzer Blick nach den Nachbarn können einen wichtigen Beitrag leisten. Der Hitzeaktionstag soll dazu anregen, gemeinsam Verantwortung für die Gesundheit in unserer Stadt zu übernehmen." - Christopher Beyer, Klimaschutzmanager der Wallfahrtsstadt Werl
Kitas, Schulen und Pflegeheime: Checklisten verfügbar
Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Kindertagesstätten und Schulen stehen bei großer Hitze vor besonderen Herausforderungen. Für diese Einrichtungen stehen spezielle Handlungsempfehlungen und Checklisten bereit. Der Deutsche Wetterdienst informiert bei bevorstehenden Hitzebelastungen mit offiziellen Hitzewarnungen. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, diese Hinweise aufmerksam zu verfolgen und ihr Verhalten entsprechend anzupassen.