
Hochschule Hamm-Lippstadt wächst weiter
Zum Wintersemester 2026/27 beginnen 1182 Erstsemester ihr Studium an der Hochschule Hamm-Lippstadt. Im Vorjahr waren es 1008. Das ist ein Plus von gut 17 Prozent, und das trotz des landesweit fehlenden gymnasialen Abiturjahrgangs.
1029 der Erstsemester starten in einem Bachelorstudiengang, 153 in einem Masterstudiengang. 740 von ihnen beginnen am Campus Lippstadt, 442 am Campus Hamm.
Internationale Studierende sind der Wachstumstreiber
Den größten Anteil am Zuwachs haben internationale Studierende. Die Zahl der Erstsemester mit ausländischer Hochschulzugangsberechtigung hat sich im Vergleich zum Vorjahr ungefähr verdoppelt. 507 internationale Studierende begrüßt die HSHL nun, vor allem aus Bangladesch, Marokko und Pakistan. Der Anteil der Studierenden mit ausländischer Staatsangehörigkeit steigt damit auf rund 30 Prozent. Im Vorjahr waren es 21 Prozent. Gleichzeitig bleibt die Hochschule in der Region verankert: Rund 47 Prozent der Erstsemester kommen von hier.
Mehr Studierende starten nicht direkt nach dem Abitur
Laut der jährlichen Erstsemesterbefragung sind dieses Jahr gut 43 Prozent direkt nach dem Abitur ins Studium gestartet. 2025 und 2024 waren es noch etwa 49 Prozent. Viele machen zuerst eine Ausbildung, einen Freiwilligendienst oder ein "Gap Year". Diese Zielgruppen hat die Hochschule in diesem Jahr mit einer eigenen Werbekampagne angesprochen.
Beliebteste Studiengänge
Die beliebtesten Studiengänge sind wie im Vorjahr "Electronic Engineering" am Campus Lippstadt und "Interkulturelle Wirtschaftspsychologie" am Campus Hamm. Der Frauenanteil liegt bei knapp 39 Prozent (Vorjahr: 41 Prozent). Insgesamt studieren aktuell rund 4.600 Menschen an der HSHL, jeweils etwa 2.300 an beiden Standorten.
HSHL-Präsidentin Prof. Dr.-Ing. Kira Kastell sieht in den Zahlen eine Bestätigung: "Unsere praxisnahen, zukunftsfähigen Studiengänge überzeugen, hier in der Region wie auch weit darüber hinaus." Sie seien zudem ein wichtiger Baustein, um gemeinsam mit Städten und Unternehmen den Fachkräftebedarf der Region zu decken.