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 Hochschulen in der Region verlieren Studis
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Hochschulen in der Region verlieren Studis

An den Hochschulen in der Region sinkt die Zahl der Studierenden. Die Hochschule Hamm-Lippstadt verzeichnete im vergangenen Wintersemester rund 17 Prozent weniger Einschreibungen als noch drei Jahre zuvor. Auch die Fachhochschule Südwestfalen mit ihrem Standort in Soest spürt den Trend.

Veröffentlicht: Freitag, 24.07.2026 10:36

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Weniger Studis an der HSHL - 17 Prozent Rückgang in drei Jahren

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Die Zahl der Studierenden in Nordrhein-Westfalen geht zurück - das hat das Statistische Landesamt am Dienstag (21.07.) gemeldet. Auch die Hochschulen in der Region merken das deutlich. An der Hochschule Hamm-Lippstadt, kurz HSHL, waren im vergangenen Wintersemester noch rund 4.250 Studierende eingeschrieben. Das sind etwa 17 Prozent weniger als noch drei Jahre zuvor.

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Warum trifft es die HSHL besonders?

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Ein Grund für den vergleichsweise starken Rückgang liegt im Profil der Hochschule. Die HSHL ist eine sogenannte MINT-Hochschule - das Kürzel steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Genau in diesen Fächern ist die Nachfrage zuletzt besonders stark gesunken. Dazu kommt: Vor allem die Zahl der Bachelor-Studierenden geht zurück, während bundesweit immer mehr Menschen einen Master-Abschluss anstreben.

"Als MINT-Hochschule, und MINT steht hier für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, trifft diese Entwicklung die HSHL einfach stärker als große Volluniversitäten." - Johanna Bömken, Sprecherin der Hochschule Hamm-Lippstadt.
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Demografischer Wandel macht sich bemerkbar

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Neben dem veränderten Studienverhalten spielt auch die Bevölkerungsentwicklung eine Rolle. Hochschulen für angewandte Wissenschaften - zu denen die HSHL gehört - ziehen ihre Studierenden vor allem aus der näheren Umgebung. Wer dort weniger junge Menschen hat, bekommt das direkt zu spüren.

"Zudem studieren an der HSHL wie an allen Hochschulen für angewandte Wissenschaften überwiegend Studierende, die schon vor dem Studium im Einzugsbereich der Hochschule gewohnt haben. In der entsprechenden Alterskohorte sinkt die Einwohnerzahl in der Region, das heißt hier wirkt sich auch einfach der demografische Wandel auf unsere Studierendenzahlen aus." - Johanna Bömken, Sprecherin der Hochschule Hamm-Lippstadt.
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Weniger Bachelor - aber mehr wollen den Master

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Hinter dem Gesamtrückgang steckt ein klarer Trend: Es sind vor allem die Bachelor-Studierenden, deren Zahl sinkt. Die Zahl der Master-Studierenden dagegen steigt - und zwar weil viele nach dem Bachelor nicht direkt in den Job gehen, sondern weiterstudieren. HSHL-Sprecherin Johanna Bömken sieht als Hauptgrund die Lage auf dem Arbeitsmarkt.

"Hinter dieser Entwicklung steckt ja, dass sich mehr Studierende nach ihrem Bachelorabschluss für ein anschließendes Masterstudium anstatt für den Einstieg in den Job entscheiden. Vermutlich hat es also auch sehr viel damit zu tun, welche Chancen die AbsolventInnen für sich auf dem Arbeitsmarkt sehen." - Johanna Bömken, Sprecherin der Hochschule Hamm-Lippstadt.
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Bachelor bleibt - trotz wachsendem Master-Interesse

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Auch wenn das Interesse am Master wächst, bedeutet das nicht, dass Bachelor-Studiengänge an der HSHL auf der Kippe stehen. Bömken betont, dass der Master ohne vorherigen Bachelor gar nicht möglich ist - und dass Master-Studierende gemessen an der Gesamtzahl nach wie vor eine kleinere Gruppe bleiben. Neue Master-Angebote werden zwar geprüft, ein Abbau des Bachelor-Angebots ist aber nicht geplant.

"Allerdings braucht es ja für alle erst mal einen Bachelorabschluss, bevor es mit dem Master weitergehen kann. Und man muss hier berücksichtigen, dass Studierende im Master trotzdem weiterhin einen eher kleinen Anteil an den Gesamtstudierenden ausmachen. Dass wir also Bachelorstudiengänge wegfallen lassen zugunsten von Masterprogrammen, ist demnach eher unwahrscheinlich." - Johanna Bömken, Sprecherin der Hochschule Hamm-Lippstadt.

Zuletzt hatte die HSHL bei den Neueinschreibungen stabile Zahlen gemeldet. Auch die Fachhochschule Südwestfalen verzeichnete im vergangenen Semester etwas mehr Erstsemesterstudierende als zuvor.

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