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Ihr kommt zur Arbeit: Busse im Kreis Soest fahren
© Symbolbild / Hellweg Radio
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Ihr kommt zur Arbeit: Busse im Kreis Soest fahren

Während bundesweit der Nahverkehr wegen des Verdi-Streiks stillsteht, fahren die Busse im Kreis Soest planmäßig. RLG und Westfalenbus sind von den Arbeitsniederlegungen nicht betroffen.

Veröffentlicht: Montag, 02.02.2026 05:42

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Der bundesweite Verdi-Streik im kommunalen Nahverkehr sorgt heute für Chaos bei Millionen von Pendlern. Im Kreis Soest können Fahrgäste jedoch aufatmen: Die Busse der Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH (RLG) und von Westfalenbus verkehren nach Plan. Grund dafür sind unterschiedliche Tarifverträge, die bei diesen Unternehmen gelten. Auch die Züge der Deutschen Bahn, der Eurobahn sowie National Express sind von den Arbeitsniederlegungen nicht betroffen. Lediglich in der Nachbarstadt Hamm und im Märkischen Kreis müssen Fahrgäste mit Ausfällen bei den Bussen rechnen.

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Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen in NRW

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Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) hat im Rahmen der laufenden Tarifrunde bundesweit die Beschäftigten der kommunalen Verkehrsunternehmen zu ganztägigen Streiks aufgerufen. In Nordrhein-Westfalen sind rund 30.000 Beschäftigte aus über 30 Unternehmen des kommunalen Nahverkehrs von der Tarifrunde betroffen. Die Gewerkschaft geht davon aus, dass der Nahverkehr mit Bussen und Straßenbahnen in vielen Regionen zum Erliegen kommt. S-Bahnen sowie Regionalzüge sind jedoch nicht von den Streikmaßnahmen betroffen.

"Die Belastung im ÖPNV ist in NRW seit Jahren extrem hoch. Schichtdienste, Zeitdruck und Personalmangel treiben viele an ihre Grenzen" - Heinz Rech, Verhandlungsführer von Verdi in NRW.

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Erste Verhandlungsrunde ohne Ergebnis

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Verdi fordert für die Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr deutliche Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen. Die wöchentliche Arbeitszeit soll bei vollem Lohnausgleich gekürzt werden, zudem soll die Ruhezeit zwischen zwei Schichten mindestens elf Stunden betragen. Weitere Forderungen umfassen einen Zuschlag von mindestens 40 Prozent für Sonntagsarbeit und die Ausweitung des Geltungsbereichs auf kurzfristig Beschäftigte sowie Minijobs. Die erste Verhandlungsrunde am 21. Januar in Köln war ergebnislos beendet worden.

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