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Immer mehr Menschen im Kreis Soest brauchen Pflege
© Birgit Kalle / Kreis Soest
Die Gesamtzahl pflegebedürftiger Menschen steigt weiter an. Der Bericht „Örtliche Planung für Pflege und Alter 2025/26“ zieht daraus die nötigen Schlüsse. Martina Krick (r.) aus dem Sachgebiet Pflegeplanung und Alter der Kreisverwaltung unter Leitung von Marius Hansbuer (l.) hat den Bericht jetzt im Sozialausschuss vorgestellt.
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Immer mehr Menschen im Kreis Soest brauchen Pflege

Immer mehr Menschen im Kreis Soest sind auf Pflege angewiesen. Ein neuer Bericht zeigt klare Trends - und große Herausforderungen beim Personal. Der Kreis will jetzt gegensteuern und Angehörige stärker unterstützen.


Veröffentlicht: Dienstag, 24.02.2026 14:31

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Immer mehr Menschen brauchen Pflege

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Im Kreis Soest steigt die Zahl der pflegebedürftigen Menschen weiter an. Das zeigt der neue Bericht „Örtliche Planung für Pflege und Alter 2025/26“, der am Montag (23. Februar 2026) im Sozialausschuss vorgestellt wurde.

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Mehr als 20.000 Menschen betroffen

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Die Entwicklung ist deutlich: 2023 waren im Kreisgebiet 21.357 Menschen pflegebedürftig. Zwei Jahre zuvor lag die Zahl noch bei 18.498. Das entspricht einem Anstieg um 15,5 Prozent und liegt damit auf ähnlichem Niveau wie im Landestrend.

„Der weitaus größte Teil der Pflegebedürftigen, inzwischen sogar 85 Prozent, lebt nach wie vor zu Hause“ erläutert Martina Krick.

Die Mitarbeiterin der Kreisverwaltung hat den Bericht gemeinsam mit weiteren Fachleuten erarbeitet.

„Es entspricht auch dem überwiegenden Wunsch der älteren Menschen, möglichst lange zu Hause wohnen zu bleiben.“
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Pflege zu Hause bleibt Wunsch vieler

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Trotz steigender Zahlen bleibt die Versorgung im eigenen Zuhause der wichtigste Bereich. Gleichzeitig zeigt der Bericht aber auch Unterschiede bei den Pflegeformen: Der Anteil der Menschen in vollstationären Einrichtungen liegt im Kreis Soest mit 15 Prozent über dem Landesdurchschnitt von 12 Prozent. Allerdings sinkt die Nachfrage nach klassischen Pflegeheimen.

Sehr gefragt sind dagegen Kurzzeitpflegeplätze. Auch Tagespflegeangebote werden weiterhin stark genutzt.

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Fachkräftemangel bleibt großes Problem

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Ein zentrales Thema bleibt die Personalsituation.

„Die Fachkräftegewinnung und -bindung sowie die Schul- und Ausbildungslandschaft ist eines der größten Themen und betrifft alle Bereiche, besonders die Einrichtungs- und Anbieterstruktur“, erklärt Martina Krick.

Um die Pflege langfristig zu sichern, wurden Handlungsempfehlungen in einer Arbeitsgruppe erarbeitet. Ansprechpartnerin beim Kreis ist Saskia Klemme von der Koordinierungsstelle zur Sicherung der Pflege.

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Unterstützung für Angehörige und barrierefreies Wohnen

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Neben neuen Fachkräften setzt der Kreis auch auf Entlastung für pflegende Angehörige. Dazu gehören niedrigschwellige Unterstützungsangebote, bessere Beratung und mehr Barrierefreiheit im Wohnumfeld. Ziel ist es, dass Pflegebedürftige möglichst lange selbstbestimmt leben können.

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Projekte und Angebote für Senioren

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Der Bericht hebt außerdem bestehende Initiativen hervor.

„Es gibt viele tolle Angebote“, sagt Martina Krick und verweist unter anderem auf Projekte der AG Aktiv im Alter.

Dazu gehört auch eine Messe rund um den Übergang in den Ruhestand am 14. März im Börde-Berufskolleg Soest.

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