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Iran-Krieg belastet Firmen im Kreis Soest
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Iran-Krieg belastet Firmen im Kreis Soest

Die Wirtschaft im Kreis Soest spürt die Folgen des Iran-Kriegs deutlich. Das zeigt eine aktuelle Konjunkturumfrage der IHK Hellweg-Sauerland. Demnach sind die Erwartungen vieler Unternehmen für die kommenden Monate spürbar schlechter als noch zu Jahresbeginn.

Veröffentlicht: Mittwoch, 29.04.2026 04:25

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Iran-Krieg belastet Firmen im Kreis Soest

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Zwar hatte es Anfang des Jahres noch vorsichtige Anzeichen für eine Erholung gegeben. Laut IHK-Präsident Andreas Knappstein zeigte sich bei vielen Betrieben zuletzt ein kleiner Hoffnungsschimmer. Diese Entwicklung ist durch die Eskalation im Nahen Osten aber vorerst wieder ausgebremst worden.

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Erwartungen der Unternehmen deutlich eingebrochen

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Für die aktuelle Umfrage hat die IHK vom 1. bis 17. April insgesamt 386 Unternehmen aus der Region Hellweg-Sauerland befragt. Das Ergebnis: Der Konjunkturklimaindikator ist von 95 auf 90 Punkte gefallen. Ab 100 Punkten beginnt die Wachstumsgrenze.

Besonders deutlich zeigt sich die Eintrübung bei den Geschäftserwartungen. Diese sind laut IHK von minus 1 auf minus 17 Punkte abgestürzt. Die aktuelle Lage der Unternehmen wird zwar etwas besser bewertet als zuletzt, insgesamt bleibt die Stimmung aber angespannt.

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Energiepreise und Rohstoffe bereiten große Sorgen

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Als Hauptgrund für die wachsende Unsicherheit nennt die IHK die geopolitische Lage im Nahen Osten. IHK-Hauptgeschäftsführer Jörg Nolte sagt, die neue Krise treffe die Unternehmen in einer ohnehin schwierigen Phase mit voller Wucht.

Vor allem die Energie- und Rohstoffpreise machen den Betrieben Sorgen. 74 Prozent der Unternehmen sehen darin inzwischen das größte Risiko. Das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Jahresbeginn. Auch die Sorge um die Verfügbarkeit von Rohstoffen hat merklich zugenommen.

Damit wächst auch das Risiko, dass die Belastungen bei den Verbrauchern ankommen. Viele Unternehmen reagieren laut IHK bereits mit Preisanpassungen, um gestiegene Kosten bei Energie, Transport und Logistik aufzufangen.


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Industrie und Handel besonders betroffen

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Besonders unter Druck steht laut IHK die Industrie in der Region. Viele Betriebe sind energieintensiv und gleichzeitig stark vom Export abhängig. Auch im Großhandel, Einzelhandel und Verkehrsgewerbe hat sich die Stimmung verschlechtert.

Etwas stabiler zeigt sich dagegen die Lage in der Bauwirtschaft und bei den sonstigen Dienstleistungen. Trotzdem gehen die Erwartungen in fast allen Branchen zurück.

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IHK fordert klare Reformen von der Politik

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Angesichts der Entwicklung fordert die IHK Hellweg-Sauerland von der Politik tiefgreifende wirtschaftliche Strukturreformen. Aus Sicht der Wirtschaft brauche es verlässliche Rahmenbedingungen, klare politische Orientierung und Maßnahmen, die Unternehmen wirklich entlasten und Investitionen fördern.

Jörg Nolte mahnt, dass es derzeit an Klarheit und Vertrauen fehle. IHK-Präsident Knappstein kritisiert, viele politische Ansätze griffen bislang zu kurz. Aus Sicht der Unternehmen brauche es deshalb mehr Mut zu umfassenden Reformen.

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