
Abschaltung möglich
Berlin (dpa/tmn) - Schon seit dem 1. Juli 2024 ist Schluss mit dem sogenannten Nebenkostenprivileg. Bis dahin hatten viele Hausverwaltungen einen Generalvertrag für die Kabel-TV-Nutzung und rechneten über die Nebenkosten ab. Auch zwei Jahre nach Ende dieser Praxis läuft die Flimmerkiste in vielen Mietwohnungen noch. Doch jetzt will Vodafone, Nachfolger von Kabel Deutschland, das Schwarz-Glotzen endgültig beenden, darüber berichtet Computer Bild (Ausgabe 17/2026).
Auch wenn die Vodafone-Techniker für die Abschaltung keinen Zugang zur Wohnung brauchen und dadurch kein konkreter Zeitpunkt für die Abschaltung kommuniziert werden muss, kommt diese nicht völlig unangekündigt.
Daran erkennen Sie, dass bald abgeschaltet wird
Vodafone hat in den vergangenen Jahren versucht, TV-Nutzerinnen und Nutzer für eigene Verträge zu gewinnen. Das Unternehmen habe Betroffene nach eigenen Aussagen mehrfach per Post auf die Thematik aufmerksam gemacht. Komme nun ein Vodafone-Techniker in die Gegend, stehe die Abschaltung am Kabelkasten bevor.
Dass Mieterinnen und Mieter für die TV-Nutzung der vergangene zwei Jahre nachzahlen müssen, hält Medienanwalt Christian Solmecke laut Computer Bild für unwahrscheinlich: Da es eben keinen Vertrag gab, kann demnach auch kein Geld gefordert werden. Es handle sich um eine unbestellte Leistung.
Außerdem müsse Vodafone die Nutzung nachweisen - was ohne Messungen nicht gehe. Betroffene sollten laut Solmecke darauf achten, nichts schriftlich zu bestätigen, das als Nutzungsnachweis verwendet werden kann.
Und: Wer keinen Vertrag abschließen will, sollte sich nicht unter Druck setzen lassen. Vodafone könne den Zugang zwar abklemmen, aber nicht automatisch kassieren, so Solmecke.