
Musik von Mensch oder Maschine
Berlin (dpa/tmn) - Menschengemacht oder KI-generiert? Diese Frage stellt sich längst auch bei Musik. Denn mit Generatoren wie Suno oder Udio gibt es KI-Lösungen, die Songs und ganze Alben vollsynthetisch produzieren - und das so «gut», dass es für viele Menschen schwer oder gar nicht zu erkennen ist. Deshalb setzen viele Streaminganbieter schon auf eine KI-Kennzeichnungspflicht oder planen deren Einführung.
Um zu verhindern, dass Tantiemen Menschen oder Firmen zufließen, die gar nicht kreativ tätig waren, sondern nur Musikgeneratoren genutzt und dies vielleicht sogar verschleiert haben, durchforsten die Anbieter ihre Datenbanken aber auch mit Erkennungssystemen - etwa mit dem KI-Detektor von Deezer.
Wie viele KI-Tracks stecken in den eigenen Playlisten?
Der französische Anbieter bietet das Tool aber nicht nur anderen Streamingdiensten an, um «den eigenen Katalog zu schützen, für faire Vergütung zu sorgen und rechtliche Risiken in Zusammenhang mit Gen-AI zu mindern». Nutzende beliebiger Streamingdienste können kostenlos darauf zurückgreifen, um herauszufinden, ob und wie viele Voll-KI-Tracks in ihren Playlisten stecken.
Das geht ganz einfach: Auf der entsprechenden Deezer-Seite auf den Button «Meine Playlists scannen» klicken, den genutzten Streamingdienst auswählen, dann das eigene Konto verbinden und die Playlists scannen lassen. Das Ganze ist kostenlos für bis zu 100 Playlists möglich. Anschließend erhält man eine Ergebnisauswertung.