
Kinderhospizarbeit: Soest setzt wichtiges Zeichen
Mit grünen Bändern an den Dienstfahrzeugen macht der Kreis Soest auf den bundesweiten Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar aufmerksam. Landrat Heinrich Frieling würdigt damit die wichtige gesellschaftliche Arbeit der Kinderhospizdienste.
Veröffentlicht: Dienstag, 10.02.2026 14:27
Kreisverwaltung Soest setzt Zeichen für Kinderhospizarbeit
Leuchtend grüne Bänder zieren derzeit die Dienstfahrzeuge des Kreises Soest und machen auf eine besonders wichtige gesellschaftliche Aufgabe aufmerksam. Mit dieser Aktion unterstützt die Kreisverwaltung anlässlich des bundesweiten Tags der Kinderhospizarbeit am 10. Februar die Arbeit der Kinderhospizdienste und des Deutschen Kinderhospizvereins. Die symbolische Geste soll die Aufmerksamkeit auf die schwerkranken Kinder und ihre Familien lenken, die täglich um Hoffnung und Lebensqualität kämpfen. Landrat Heinrich Frieling betont dabei die gesellschaftliche Bedeutung dieser Unterstützung für betroffene Familien in der Region. Die Aktion macht deutlich, dass der Kreis Soest die Kinderhospizarbeit nicht nur ideell, sondern auch praktisch unterstützt.
"Die Hospizdienste leisten einen unermesslichen Beitrag für unsere Gesellschaft. Wenn Tod und Sterben andere hilf- und sprachlos werden lässt – und das gilt wohl insbesondere dann, wenn es um Kinder und Jugendliche geht –, sorgen sie dafür, dass der letzte Weg des Menschen nicht einsam ist und dass Würde, Empathie, Zuwendung und Trost ihn begleiten." - Heinrich Frieling, Landrat
Grünes Band als Symbol der Verbundenheit im Kreis Soest
Das grüne Band an den Fahrzeugen der Kreisverwaltung hat eine tiefere symbolische Bedeutung, die über die reine Aufmerksamkeit hinausgeht. Es steht für das gemeinsame Band, das betroffene Familien mit ihren Freunden und Unterstützern verbindet und Solidarität in schwierigen Zeiten ausdrückt. Gleichzeitig ist es ein Ausdruck der Hoffnung, dass sich immer mehr Menschen aus dem Kreis Soest für erkrankte Kinder und deren Familien einsetzen werden. Die Aktion soll Menschen ermutigen, sich über die Angebote der Kinderhospizarbeit zu informieren und möglicherweise selbst aktiv zu werden. Das grüne Band wird so zu einem sichtbaren Zeichen der Gemeinschaft und des Zusammenhalts in einer der schwierigsten Lebenssituationen, die Familien durchleben können.
"Es ist zugleich Ausdruck der Hoffnung, dass sich immer mehr Menschen für die erkrankten Kinder und deren Familien einsetzen." - Heinrich Frieling, Landrat
Kinder- und Jugendhospizarbeit im Kreis Soest: Begleitung von der Diagnose bis darüber hinaus
Die Kinder- und Jugendhospizarbeit umfasst weit mehr als nur die Begleitung in den letzten Lebenswochen. Kinder und Jugendliche mit verkürzter Lebenserwartung sowie ihre Familien erfahren bereits ab der Diagnose umfassende Begleitung und Unterstützung, die sich über das Leben und Sterben bis über den Tod des jungen Menschen hinaus erstreckt. Der bundesweite Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar dient dazu, diese wichtige Arbeit stärker in der gesellschaftlichen Wahrnehmung zu verankern und das schwierige Thema "Tod und Sterben von jungen Menschen" zu enttabuisieren. Besonders wichtig ist es, Menschen dazu zu motivieren, sich mit erkrankten Kindern, ihren Eltern und Geschwistern zu solidarisieren und praktische Unterstützung zu leisten. Der Tag soll außerdem ehrenamtliche Begleitende sowie finanzielle Unterstützer gewinnen, um die wichtige Arbeit langfristig sicherzustellen.