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Kinderimpfen ab Freitag
© Hellweg Radio / Symbolbild
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Kinderimpfen ab Freitag

Ab morgen (Freitag, den 17.12.2021) werden in der ständigen Impfstelle der Stadt Soest auch Kinder von 5 bis 11 Jahre geimpft. Die Kinderärzte bei uns im Kreis Soest machen dies schon seit Montag.

Veröffentlicht: Donnerstag, 16.12.2021 05:12

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Die ersten Termine in der ständigen Impfstelle sind bereits alle vergeben. Wer keinen bekommen hat, muss sich also noch etwas gedulden oder den Kinderarzt kontaktieren. Dr. Burhard Lawrenz ist Sprecher der Kinder- und Jugendärzte im Bezirk Soest, Lippstadt und dem Hochsauerlandkreis. Wir haben mit ihm über die wichtigsten Fragen rund um das Thema Kinderimpfen gesprochen.

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Welche Kinder sollten sich impfen lassen?

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Lawrenz: "Ich rate zunächst mal, die STIKO-Empfehlung zu beachten und insbesondere die Kinder zu impfen, die durch Vorerkrankungen besonders gefährdet sind oder Kontakte zu Personen haben, die besonders gefährdet sind, vor allem in der Familie. Wenn Eltern zum Beispiel Krebs oder die Großeltern ein schwaches Immunsystem haben, dann hat die Familie natürlich Angst, dass das Kind sich in der Schule ansteckt, zwar selbst nur harmlos erkrankt, die Krankheit aber nach Hause bringt. Das wäre für die Familie natürlich eine Katastrophe und wäre sicherlich mit Schuldgefühlen verbunden, wenn man sich doch mit der Impfung hätte schützen können. Von daher können sich auch gesunde Kinder in jedem Fall impfen lassen, vor allem, wenn Kontakt zu potentiellen Risikogruppen besteht."


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Wo sollte ich mein Kind impfen lassen?

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Lawrenz: "Kinder mit chronischen Erkrankungen würde ich immer beim Kinderarzt impfen lassen, da dieser das Kind und die Krankheit schon kennt und das einordnen kann. Wenn das Kind gesund ist und man kein Termin beim Kinderarzt bekommt, kann man das problemlos auch im Impfzentrum machen."


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Brauchen wir die Kinder für die Herdenimmunität?

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Lawrenz: "Nein! Wir bräuchten in Deutschland eine Impfquote von über 90 Prozent. Die könnten wir aber auch ohne die Kinder erreichen, wenn sich genügend Jugendliche und Erwachsene impfen lassen würden. Fest steht jedoch: Je weniger Viren da sind, desto geringer ist auch die Anzahl an Mutationen. Das ist einfach eine statitische Frage. Wir brauchen eigentlich eine Grundimmunisierung gegen diese Krankheit und seine Mutationen, wie das zum Beispiel bei der Grippe der Fall ist."


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