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Konflikte bei Fußballspielen im Kreis Soest
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Konflikte bei Fußballspielen im Kreis Soest

In den letzten Wochen kam es im Kreis Soest immer wieder zu Stress und Konflikten auf den Fußballplätzen im Kreis Soest. Doch woran liegt das?

Veröffentlicht: Dienstag, 10.12.2024 04:53

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Kicken statt Keifen

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Sonntag, 15 Uhr, Fußballplatz. Eigentlich Zeit für spannende Spiele, packende Zweikämpfe und Jubelgesänge. Doch statt Torjubel und Fairplay gibt's in letzter Zeit im Kreis Soest leider immer häufiger Pöbeleien, Beleidigungen und hitzige Diskussionen auf dem Platz. Marcel Voß, stellvertretender Vorsitzender des Kreisschiedsrichterausschusses, bringt es auf den Punkt:

„Der Großteil läuft harmonisch ab. Aber die negativen Fälle überstrahlen alles – und die nehmen zu. Es wird immer unsportlicher.“

Ähnlich sieht es in Lippstadt aus, das bestätigt der Kreisschiedsrichterausschuss aus Lippstadt auf Anfrage. Gerade rassistische und sexualisierte Beleidigungen haben sich dort in letzter Zeit gehäuft. Zu tatsächlicher Gewalt sei es bisher aber noch nicht im Kreis Soest gekommen, so die Ausschüsse.

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Fairplay-Liga: Die Kleinen spielen fair, die Großen nicht

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Dass die Probleme oft nicht von den Spielern selbst kommen, zeigt ein Blick auf den Kinder- und Jugendfußball. Der FLVW, also der Fußball und Leichtathletik Verein Westfalen, hat hier seit fast 15 Jahren eine sogenannte „Fairplay“-Liga, die besonders auf faires Verhalten und Respekt setzt. Doch laut Sven Günther, Abteilungsleiter der Fußballjugend beim FLVW, liegt das Problem oft nicht mal direkt auf dem Platz:

"Gerade im Kinderfußball sind es weniger die Kinder, die uns Sorgen bereiten. Es sind eher die Erwachsenen am Rand, die durch Drucksituationen und nicht korrekte Aussagen Einfluss auf die Kinder nehmen."

Es sind also die Zuschauer – oft Eltern oder Trainer –, die durch ihr Verhalten die Atmosphäre vergiften. Doch was für Maßnahmen gibt es gegen diese negative Atmosphäre?

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Handzeichen statt Spielabbruch: Das Stopp-Konzept

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Ein Werkzeug, das die Schiris im Kreis Soest jetzt öfter nutzen, ist das sogenannte Stopp-Konzept. Und das funktioniert so: Wenn es auf dem Platz zu wild wird und der Schiri kurz vorm Spielabbruch steht, überkreuzt er die Handgelenke über dem Kopf. Bedeutet für die Spieler: Ab in den Strafraum, runterkommen, Emotionen sortieren.

Dieses Handzeichen kennt ihr vielleicht unter anderem von der EM. Es hilft, brenzlige Situationen zu entschärfen – bevor alle wild auf den Schiri losstürmen.

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Kommunikation hilft

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Um die Probleme langfristig zu lösen, setzt der Kreis Soest auf Prävention. Neben dem Deeskalationstraining für Vereine werden auch die Schiedsrichter stärker geschult. Sie lernen, wie sie Konflikte frühzeitig erkennen und entschärfen können. Zusätzlich suchen die Schiedsrichter den direkten Kontakt zu den Vereinen, sprechen mit den Teams und sensibilisieren sie für einen respektvollen Umgang.

Respekt auf dem Platz ist und bleibt das A und O. Fußball lebt von Emotionen – aber wenn hier im Kreis Soest der Respekt verdrängt wird, läuft etwas schief. Respekt gegenüber Schiris und allen Spielern - das sollte selbstverständlich sein. 

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