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Kreis Soest: 217 Jugendliche mit Alkoholvergiftung

Neue Statistik zeigt: Der Kreis Soest liegt bei Alkoholvergiftungen unter Jugendlichen weiterhin über dem NRW-Durchschnitt. Nur Hamm verzeichnet noch höhere Behandlungszahlen.

Veröffentlicht: Freitag, 14.11.2025 06:02

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Kreis Soest bleibt Problemregion bei Alkoholvergiftungen

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Der Kreis Soest kämpft weiterhin mit überdurchschnittlich vielen Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen. Nach neuen Daten des Statistischen Landesamts lag der Anteil bei 217 Behandlungsfällen pro 100.000 junge Menschen. Diese Zahlen bestätigen eine problematische Entwicklung, die bereits in früheren Jahren dokumentiert wurde. Im landesweiten Vergleich positioniert sich der Kreis Soest damit deutlich über dem NRW-Durchschnitt. Lediglich die Stadt Hamm weist noch höhere Behandlungsraten auf.

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NRW-weite Entwicklung zeigt gemischtes Bild

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Landesweit wurden im vergangenen Jahr rund 1.800 Jugendliche wegen einer Alkoholvergiftung behandelt. Diese Zahl liegt etwas unter den Behandlungsfällen von 2023, was zunächst wie eine positive Entwicklung erscheint. Dennoch bleibt die Gesamtsituation besorgniserregend, insbesondere da sich die Verbesserung nicht gleichmäßig auf alle Bevölkerungsgruppen verteilt. Die regionalen Unterschiede bleiben erheblich, wobei der Kreis Soest nach wie vor zu den Regionen mit den höchsten Behandlungsraten gehört.

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Besonders alarmierend: Anstieg bei Mädchen und jungen Frauen

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Eine besonders beunruhigende Entwicklung zeigt sich bei der geschlechtsspezifischen Verteilung der Behandlungsfälle. Während die Gesamtzahlen leicht rückläufig sind, verzeichnen Mädchen und junge Frauen sogar einen leichten Anstieg bei den Alkoholvergiftungen. Diese Entwicklung widerspricht dem allgemeinen Trend und erfordert spezielle Aufmerksamkeit in der Präventionsarbeit. Die Gründe für diese gegenläufige Entwicklung sind noch nicht vollständig erforscht und bedürfen weiterer Analyse durch Fachkräfte und Beratungsstellen.

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