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Symbolbild: Blitzer
© Thomas Weinstock
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Kreis Soest: 559 Fahrverbote wegen Raserei verhängt

Die Jahresstatistik 2025 des Kreises Soest offenbart erschreckende Zahlen: Der schlimmste Raser fuhr 156 km/h bei erlaubten 70 km/h. Insgesamt verhängten die Behörden 559 Fahrverbote wegen verschiedener Verkehrsverstöße.

Veröffentlicht: Dienstag, 27.01.2026 09:42

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156 km/h statt 70: Geseker Raser führt Negativ-Ranking an

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Der Kreis Soest hat seine Jahresstatistik 2025 für Verkehrsordnungswidrigkeiten vorgelegt - und die Zahlen sind alarmierend. Den traurigen Spitzenplatz belegt ein Raser, der auf der Erwitter Straße in Geseke-Mittelhausen mit 156 Stundenkilometern gemessen wurde, obwohl dort nur 70 km/h erlaubt sind. Der Tempsünder hatte somit unfassbare 86 km/h zu viel auf dem Tacho und riskierte damit nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das anderer Verkehrsteilnehmer. Das Sachgebiet Verkehrsordnungswidrigkeiten dokumentierte im vergangenen Jahr insgesamt 51.623 Verwarn- und Bußgeldfälle im gesamten Kreisgebiet.

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Weitere Tempo-Sünder in Erwitte und auf der A44

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Auf Platz zwei der kreisweiten Negativ-Rangliste landete ein Schnellfahrer in Erwitte. Dieser wurde auf der Soester Straße innerhalb der geschlossenen Ortschaft mit 130 km/h statt der erlaubten 50 km/h geblitzt - eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 80 km/h. Den dritten Platz sicherte sich ein Autofahrer auf der Bundesautobahn 44 in Geseke in Fahrtrichtung Dortmund, der mit 159 km/h unterwegs war, obwohl dort nur 80 km/h erlaubt sind. Selbst in Tempo-30-Zonen zeigten manche Verkehrsteilnehmer keinerlei Respekt vor den Geschwindigkeitsbegrenzungen: Der "Spitzenreiter" wurde auf der Schlaunstraße in Geseke mit 75 km/h gemessen.

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559 Fahrverbote im Kreis Soest verhängt

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Die Konsequenzen für die Extremraser sind hart: Alle drei Spitzenreiter müssen neben einem dreimonatigen Fahrverbot mit Bußgeldern von mindestens 700 bis 800 Euro rechnen. Von den insgesamt 559 Fahrverboten, die 2025 im Kreis Soest verhängt wurden, gingen jedoch nicht alle auf Geschwindigkeitsüberschreitungen zurück. 280 Personen verloren ihre Fahrerlaubnis aufgrund von Tempoübertretungen, während 187 Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss erwischt wurden. Weitere 51 Fälle betrafen Rotlichtverstöße, bei denen Autofahrer trotz roter Ampel weiterfuhren und dabei andere Verkehrsteilnehmer gefährdeten.

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