
Kreis Soest: Fast 2 Mio. Euro für Dorfentwicklung
Das Land NRW unterstützt in diesem Jahr 29 Projekte im Kreis Soest mit insgesamt knapp zwei Millionen Euro. Das Geld fließt unter anderem in Schützenhallen, Dorfgemeinschaftshäuser, historische Gebäude und neue Treffpunkte. Vereine, Gemeinden und Privatpersonen aus zehn Kommunen profitieren von der Förderung.
Veröffentlicht: Montag, 15.06.2026 10:02
Schützenhallen bis Dorfläden: Kreis Soest profitiert
Ob eine neue Zuwegung zur Dorfkapelle, die Sanierung einer alten Scheune oder ein neuer Dorfladen - das Landesförderprogramm "Struktur- und Dorfentwicklung" des Landes Nordrhein-Westfalen macht in diesem Jahr auch im Kreis Soest vieles möglich. Insgesamt 1.958.000 Euro fließen in 29 Projekte in der Region.
Was das Programm fördert
Das Förderprogramm richtet sich an ländliche Räume und soll sie als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturräume sichern und weiterentwickeln. Gefördert werden ganz unterschiedliche Vorhaben: die Sanierung von regionaltypischen Gebäuden und Fachwerkhäusern, der Erhalt von Schützenhallen und Dorfgemeinschaftshäusern, aber auch neue Einrichtungen wie Spielplätze, Wanderwege oder Dorfläden. Beantragen konnten die Mittel Städte und Gemeinden, Vereine sowie Privatpersonen - Antragsschluss war Mitte April bei der Bezirksregierung Arnsberg.
Blöming: "Dörfer sind Orte des Zusammenhalts"
Der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Jörg Blöming betont die Bedeutung der Förderung für den ländlichen Raum:
"In den Dörfern in unserer Heimat zeigt sich, was Gemeinschaft wirklich bedeutet. Sie sind Orte des Zusammenhalts und des Miteinanders. Deshalb ist es so wichtig, dass wir sie stärken und ihre Strukturen so aufstellen, dass sie auch in Zukunft funktionieren. Mit den Fördermitteln stellen wir sicher, dass die Menschen auch morgen noch gerne auf dem Land wohnen, arbeiten und ihre Freizeit genießen." - Jörg Blöming, CDU-Landtagsabgeordneter.
Projekte von Anröchte bis Wickede
Die Fördermittel verteilen sich auf zehn Kommunen im Kreis Soest. Den größten Anteil erhält Geseke mit 406.000 Euro für vier Projekte - darunter der neue Dorfladen "Tante Enso" in Ehringhausen und ein Wander- und Verbindungsweg in Störmede. Rüthen folgt mit 385.000 Euro für fünf Projekte, unter anderem für die Gestaltung eines Spielplatzes in der Kernstadt und die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Drewer.
In Lippstadt fließen 269.000 Euro in zwei Projekte: das Bürgerhaus in Herringhausen und den Jugendtreff "Alte Schule" in Mettinghausen. Erwitte erhält 250.000 Euro allein für die Sanierung der Schützenhalle in Bad Westernkotten. Soest bekommt 200.000 Euro, darunter für die Schützen- und Dorfgemeinschaftshalle in Katrop.
In Anröchte verteilen sich 157.000 Euro auf sieben Projekte - viele davon für die Sanierung regionaltypischer Gebäude durch Privatpersonen, aber auch für die Schützenhalle in Altenmellrich und die Zuwegung zur St. Anna Kapelle in Waltringhausen. Lippetal erhält 104.000 Euro für vier Projekte, darunter die Sanierung eines Glockenturms. Wickede (Ruhr) bekommt 58.000 Euro für den Erhalt regionaltypischer Bausubstanz. Bad Sassendorf und Welver erhalten jeweils 50.000 Euro - für eine historische Scheune beziehungsweise ein denkmalgeschütztes Backhaus. Warstein schließlich erhält 29.000 Euro für die Sanierung eines regionaltypischen Gebäudes.
Übersicht: So viel Geld fließt in die Kommunen
Kommune Projekte Fördersumme
Geseke 4 406.000 €
Rüthen 5 385.000 €
Lippstadt 2 269.000 €
Erwitte 1 250.000 €
Soest 2 200.000 €
Anröchte 7 157.000 €
Lippetal 4 104.000 €
Wickede (Ruhr) 1 58.000 €
Bad Sassendorf 1 50.000 €
Welver 1 50.000 €
Warstein 1 29.000 €
Gesamt 29 1.958.000 €