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Kreis Soest reagiert auf CSD-Anschlag in Berlin
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Kreis Soest reagiert auf CSD-Anschlag in Berlin

Beim Christopher Street Day in Berlin ist am Samstag (25.07.2026) eine Frau gestorben, nachdem ein Mann mit einem Transporter in eine Menschenmenge gefahren und anschließend mit einer Machete auf weitere Passanten losgegangen war. Auch im Kreis Soest hat der Anschlag tiefe Betroffenheit ausgelöst. Tim Neumann, Mit-Organisator des Soester CSD, und die Kreispolizei melden sich zu Wort.

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Anschlag beim CSD Berlin erschüttert auch den Kreis Soest

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Am Samstag (25.07.2026) ist beim Christopher Street Day in Berlin ein Mann mit einem Transporter in eine Menschenmenge gefahren - nahe des CSD-Festivalgeländes im Berliner Tiergarten. Anschließend griff er weitere Passanten mit einer Machete an. Eine Frau kam dabei ums Leben, viele weitere Menschen wurden teils schwer verletzt. Der Tatverdächtige wurde im Rahmen eines Polizeieinsatzes in einer Gartenlaube erschossen. Der Anschlag hat auch im Kreis Soest viele Menschen tief getroffen.

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CSD-Organisator Neumann spricht für die Community

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Tim Neumann ist Mit-Organisator des Christopher Street Day in Soest. Er sagt, dass der Anschlag Menschen, die selbst zur LGBTQ-Community gehören, besonders hart trifft. In seinen Worten klingt vor allem eines durch: Fassungslosigkeit.

„Wenn Menschen angegriffen werden, weil sie sich friedlich für Sichtbarkeit und Vielfalt einsetzen, dann macht das am Ende des Tages nur fassungslos, wenn dann ein feiges Attentat sozusagen so eine Veranstaltung stört. Wir sind fassungslos eigentlich aufgrund dieses Attentats." - Tim Neumann, Mit-Organisator CSD Soest.

Für Neumann steht fest, was hinter solchen Taten steckt - und warum es wichtig ist, trotzdem weiterzumachen.

„Ja, das ist ja die besondere Situation, denn CSD ist ja eigentlich ein Ort der Freude, der Begegnung und der Freiheit. Und wenn dort Gewalt verübt wird, dann soll genau dieses Gefühl zerstört werden. Und das Ziel solcher Taten ist am Ende dann Angst. Und deshalb ist es jetzt auch wichtig, dass wir uns nicht einschüchtern lassen. Denn wer Vielfalt mit Gewalt bekämpft, darf damit einfach keinen Erfolg haben." - Tim Neumann, Mit-Organisator CSD Soest.
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"Jetzt erst recht" - Solidarität in Soest

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Neumann berichtet, dass die Reaktionen im Kreis Soest gespalten sind - zwischen Trauer und Entschlossenheit. Viele seien schockiert und verunsichert, aber gleichzeitig wolle sich niemand die Freiheit nehmen lassen.

„Also viele sind traurig, schockiert und verunsichert. Das ist aber, glaube ich, auch völlig nachvollziehbar. Und gleichzeitig nehme ich aber auch wahr, dass viele sagen: Jetzt erst recht - denn wir wollen nicht, dass Menschen sich verstecken, und sie wollen sich nicht ihre Freiheit nehmen lassen. Diese Haltung beeindruckt mich sehr, denn das Thema kann nur bedeuten: Wir müssen weiter sichtbar sein." - Tim Neumann, Mit-Organisator CSD Soest.

Auch die Solidarität in Soest selbst hebt Neumann ausdrücklich hervor.

„Gleichzeitig habe ich in Soest allerdings auch erlebt, wie groß die Solidarität ist in den letzten zwei Jahren. Es geht jetzt darum, deutlich zu machen: Queere Menschen gehören selbstverständlich zu unserer Gesellschaft, und sie haben das Recht, ohne Angst sichtbar zu sein. Und das ist ein Thema, wo wir uns weiterhin für einsetzen müssen." - Tim Neumann, Mit-Organisator CSD Soest.

Polizei Kreis Soest: Sicherheit hat schon immer hohe Priorität

Auch die Kreispolizei Soest hat auf den Berliner Anschlag reagiert. Polizeisprecher Marco Baffa-Scinelli sagt, dass man solche Ereignisse sehr ernst nehme - auch wenn sie nicht vor Ort passiert sind.

„Wir schauen natürlich mit Sorgen auf solche Anschläge, auch wenn sie jetzt nicht hier bei uns im Kreis Soest passiert sind. Aber theoretisch ist das natürlich immer überall möglich, dass solche Anschläge passieren, und deswegen sind wir bei Veranstaltungen auch dementsprechend gut vorbereitet." - Marco Baffa-Scinelli, Pressesprecher Polizei Kreis Soest.

Beim nächsten CSD in Soest werde man die Veranstaltung noch einmal besonders im Blick haben - wobei Baffa-Scinelli betont, dass das auch in der Vergangenheit schon so war.

„Wir sind generell immer vorbereitet auf solche Situationen, das wird ja auch durchgespielt, und wir können flexibel auf neue Situationen reagieren. Wenn wir den CSD hier in Soest das nächste Mal haben, werden wir nochmal ein besonderes Augenmerk auf die Veranstaltung werfen - wobei wir aber sagen müssen: Das haben wir auch schon in der Vergangenheit gemacht." - Marco Baffa-Scinelli, Pressesprecher Polizei Kreis Soest.

Baffa-Scinelli weist außerdem darauf hin, dass Angriffe auf queere Menschen im Kreis Soest zwar nicht überdurchschnittlich häufig vorkämen, aber dennoch immer wieder passierten. Die Kolleginnen und Kollegen seien dafür besonders sensibilisiert - vor allem rund um Veranstaltungen wie den CSD.

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