
Fünftklässler lernen Gefahren im toten Winkel kennen
Für mehr als 600 Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen in Soest und Bad Sassendorf steht in dieser Woche ein wichtiges Thema auf dem Stundenplan. Bei der „Aktion Toter Winkel“ auf dem Parkplatz der Soester Stadthalle lernen die Fünftklässler die Gefahren im Straßenverkehr kennen. Sie dürfen selbst in das Führerhaus eines Lastwagens klettern und erleben so hautnah, dass eine ganze Schulklasse aus dem Sichtfeld des Fahrers verschwinden kann.
Projekt läuft seit 2018
Initiiert wurde das Projekt 2018 von der Dekra in Zusammenarbeit mit der Kreispolizeibehörde Soest und weiteren Partnern. Laut Verkehrsexperten ist es lebenswichtig, dass ihr euren Kindern frühzeitig beibringt, an Kreuzungen niemals rechts neben einem Lkw oder Bus zu warten oder daran vorbeizuziehen. Stattdessen sollten die Schüler immer ausreichend Abstand halten und den direkten Blickkontakt zum Fahrer suchen.
Die Aufklärung geht dabei über den reinen toten Winkel hinaus. Auch richtiges Verhalten an der Bushaltestelle ohne Drängeln und Schubsen wird den Kindern durch den Regionalverkehr Ruhr-Lippe vermittelt, um brenzlige Situationen im Schulalltag zu vermeiden.
Verschiedene Unternehmen unterstützen Aktion
Um Abbiegeunfälle künftig technisch besser zu verhindern, hat sich in den vergangenen Jahren gesetzlich etwas getan. Seit 2024 gibt es eine Einbaupflicht für neue Lastwagen und Busse. Sie müssen mit Assistenzsystemen ausgestattet sein, die den toten Winkel elektronisch überwachen.
Die Präventionskampagne im Kreis Soest läuft bereits im achten Jahr erfolgreich und wird lokal breit unterstützt. Unternehmen wie Kuchenmeister und Unitec stellen die großen Lkw für die Übungen zur Verfügung, während Transportfirmen die Kinder zum Veranstaltungsgelände bringen.