
Kreis Soest startet Projekt für mehr Gesundheit
Der Kreis Soest und der Kreissportbund Soest starten gemeinsam das Projekt "Gesunde Kommune" - mit dem Ziel, mehr Menschen für Bewegung, gesunde Ernährung und Prävention zu gewinnen. Finanziert wird das Vorhaben von der AOK NordWest. Besonders im Blick: Gruppen, die bisher nur schwer von Gesundheitsangeboten erreicht werden.
Veröffentlicht: Montag, 15.06.2026 08:33
AOK fördert Gesundheitsprojekt im Kreis Soest
Der Kreis Soest und der Kreissportbund Soest e. V. haben gemeinsam das Projekt "Gesunde Kommune" gestartet. Dahinter steckt eine Gesundheitsförderungsoffensive, die Bewegungs-, Ernährungs- und Präventionsangebote im Kreisgebiet bündeln, vernetzen und ausbauen soll. Die AOK NordWest übernimmt die Finanzierung des Projekts.
„Gesundheit ist das höchste Gut. Deshalb freue ich mich, dass wir mit der ,Gesunden Kommune' Kreis Soest nun offiziell an den Start gehen. Wir wollen, dass alle Bürgerinnen und Bürger möglichst gute Chancen auf ein gesundes Leben haben." - Heinrich Frieling, Landrat des Kreises Soest.
Was steckt hinter der "Gesunden Kommune"?
Das Projekt setzt auf Vernetzung: Bestehende Angebote rund um Gesundheit, Sport und Ernährung sollen sichtbarer gemacht und besser miteinander verknüpft werden. Wo Lücken bestehen, sollen neue Strukturen entstehen. Das Konzept greift dabei auf mehreren Ebenen - es bezieht öffentliche Einrichtungen wie Kitas und Schulen ein, arbeitet mit kommunalen Partnern zusammen und bindet auch private Unternehmen mit ein.
AOK-Serviceregionsleiter Dirk Schneider betont die Bedeutung solcher Ansätze:
„Als Gesundheitskasse hat die Prävention für uns von jeher eine große Bedeutung und wir sind hier mit fachlicher Expertise breit aufgestellt. Zunehmende Bedeutung gewinnt die Gesundheitsförderung in den sogenannten nichtbetrieblichen Lebenswelten. Wir freuen uns daher besonders, in der Partnerschaft mit dem Kreissportbund und dem Kreis Soest durch das Projekt den kommunalen Strukturaufbau unterstützen zu können." - Dirk Schneider, AOK-Serviceregionsleiter.
Sportvereine als wichtige Partner
Ein zentrales Anliegen des Projekts ist es, mehr Menschen dauerhaft in Sportvereine zu bringen. Denn die Zahlen zeigen: Gerade in wichtigen Lebensphasen geht die Beteiligung zurück.
„Wir stellen fest, dass Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis zehn Jahren - also in einer besonders prägenden Lebensphase - kaum an Sportangeboten teilnehmen. Auch bei den über 18-Jährigen ist ein Rückgang der Bindung an Sportvereine zu erkennen. Dabei leisten Sportvereine einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung und sozialen Teilhabe." - Silke Riße, Projektleiterin beim Kreissportbund Soest e. V.
Um dem entgegenzuwirken, will das Projektteam gezielt neue gesundheitsfördernde Maßnahmen entwickeln und bestehende Angebote sichtbarer machen. Langfristig soll ein tragfähiges Netzwerk entstehen, von dem alle profitieren können.
„Wir wollen langfristig gesundheitsfördernde Maßnahmen aus dem Netzwerk, insbesondere in den Bereichen Bewegung und Ernährung etablieren, die allen Menschen zugutekommen. Dafür ist es wichtig, alle Zielgruppen mit an den Tisch zu holen und gemeinsam tragfähige Netzwerkstrukturen aufzubauen." - Celine Longerich und Leila Rincke, Gesundheitsamt des Kreises Soest.
Wer soll besonders profitieren?
Das Projekt richtet sich an alle Menschen im Kreis Soest - von Kindern und Jugendlichen bis hin zu Erwachsenen ab dem 39. Lebensjahr. Einen besonderen Schwerpunkt legen die Projektverantwortlichen auf Gruppen, die bisher nur schwer von Gesundheits- und Bewegungsangeboten erreicht werden: Frauen und Mädchen, Menschen mit Einwanderungsgeschichte sowie Menschen mit Behinderung. Ziel ist es, Angebote so zu gestalten, dass sie wirklich für alle zugänglich sind.
Kreisweite Umfrage als erster Schritt
Als Auftakt des Projekts startet eine kreisweite Umfrage. Dabei soll erfasst werden, welche Angebote rund um Bewegung und Ernährung im Kreis Soest bereits vorhanden sind - und wo Lücken bestehen. Diese sollen im Laufe des Projekts gezielt geschlossen werden.
Die Umfrage richtet sich an Personen, Institutionen, Vereine und andere Anbieter aus den Bereichen Bewegung und Ernährung. Sie ist online zu finden. Wer den Link zugeschickt haben möchte, kann sich per E-Mail an Projektleiterin Silke Riße wenden: silke.risse@ksb-soest.de.