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Zahl der Verkehrstoten im Kreis Soest deutlich gesunken
© Symbolbild/Hellweg Radio
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Zahl der Verkehrstoten im Kreis Soest deutlich gesunken

Die Polizei hat ihre Verkehrsbilanz 2025 für den Kreis Soest vorgestellt. Zwar gab es etwas mehr Unfälle als im Jahr davor, gleichzeitig sind aber deutlich weniger Menschen im Straßenverkehr gestorben. Sorgen macht der Polizei vor allem ein anderes Thema.

Veröffentlicht: Mittwoch, 11.03.2026 15:46

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Polizei stellt Verkehrsbilanz für 2025 vor

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Die Polizei im Kreis Soest hat am Mittwoch (11. März 2026) ihre Verkehrsbilanz für das Jahr 2025 vorgestellt. Die Gesamtzahl der Unfälle ist leicht gestiegen - gleichzeitig gibt es aber deutlich weniger Tote und Schwerverletzte im Straßenverkehr.

Insgesamt registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 9.948 Verkehrsunfälle. Das sind 32 mehr als im Jahr davor.

„Die Zahl der Verkehrsunfälle ist leicht gestiegen. Unser Ziel bleibt es aber, die Zahl der Verkehrsunfälle weiter zu senken – insbesondere durch präventive Maßnahmen und verstärkte Kontrollen“, so Landrat Heinrich Frieling in seinem Vorwort der Bilanz.
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Deutlich weniger Verkehrstote im Kreis Soest

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Eine besonders positive Entwicklung zeigt sich bei den schweren Unfällen. Die Zahl der Verkehrstoten ist deutlich gesunken: 2025 starben drei Menschen bei Verkehrsunfällen, im Jahr davor waren es noch elf.

Auch die Zahl der Schwerverletzten ging spürbar zurück. 148 Menschen wurden 2025 schwer verletzt, im Jahr zuvor waren es 189.

Laut Polizei spielen dabei unter anderem verstärkte Präventionsarbeit und häufigere Kontrollen eine Rolle.

„Erfreulicherweise können wir aus den Zahlen herausheben, dass es deutlich weniger getötete Personen im Straßenverkehr gibt“, sagt Polizeisprecher Marco Baffa-Scinelli im Gespräch mit Hellweg Radio.

Die Polizei setzt unter anderem auf Aufklärung und engmaschige Verkehrskontrollen im gesamten Kreisgebiet, um gefährliches Verhalten früh zu erkennen.

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Mehr verunglückte Kinder

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Sorge bereitet der Polizei dagegen eine andere Entwicklung: Die Zahl der verunglückten Kinder ist gestiegen.

Im Jahr 2025 wurden 110 Kinder bei Verkehrsunfällen verletzt oder getötet. Ein Jahr zuvor waren es noch 93. Das entspricht einem Anstieg von 18,3 Prozent.

Insgesamt ist die Zahl der Verunglückten im Kreis Soest allerdings leicht gesunken: 1.203 Menschen wurden 2025 bei Verkehrsunfällen verletzt oder getötet, im Jahr davor waren es 1.233.

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Immer mehr Unfälle mit E-Scootern

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Deutlich nach oben geht seit einigen Jahren die Zahl der verunglückten E-Scooter-Fahrenden.

  • 2021: 9 Personen
  • 2023: 29 Personen
  • 2024: 45 Personen
  • 2025: 69 Personen

Nach Einschätzung der Polizei liegt das vor allem daran, dass E-Scooter immer beliebter werden, besonders bei jungen Menschen.

„E-Scooter werden immer populärer, insbesondere bei jungen Erwachsenen, aber leider auch bei Kindern. Dabei ist vielen gar nicht bekannt, dass unter 14-Jährige keinen E-Scooter fahren dürfen“, erklärt Baffa-Scinelli.

Die Polizei setzt deshalb verstärkt auf Aufklärung in Schulen und zeigt bei Präventionsveranstaltungen auch E-Scooter-Simulatoren, um Risiken zu verdeutlichen.

Ein weiteres Problem: E-Scooter-Fahrende stehen überdurchschnittlich häufig unter Drogeneinfluss. 2024 stellte die Polizei 40 Verstöße fest, 2025 waren es 44.

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Tausende Verstöße bei Tempo und Handy

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Auch bei Verkehrsverstößen zeigt die Statistik deutliche Zahlen. Laut Baffa-Scinelli haben sich diese aber nicht besonders verändert im Vergleich zum Vorjahr.

  • 1.847 Mal wurde im Kreis Soest Handy am Steuer festgestellt
  • 32.604 Geschwindigkeitsverstöße registrierte die Polizei im Jahr 2025
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Mehr Unfallfluchten - aber bessere Aufklärung

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Negativ entwickelt hat sich außerdem die Zahl der Unfallfluchten mit verletzten Personen. Immer wieder verlassen Unfallverursacher laut Polizei die Unfallstelle, obwohl Menschen verletzt wurden.

„Wir sehen leider einen Trend, dass Fahrzeugführer Menschen verletzen und dann einfach weiterfahren“, sagt Baffa-Scinelli.

Allerdings gibt es auch hier eine positive Nachricht: Die Aufklärungsquote solcher Fälle konnte deutlich gesteigert werden - um rund 40 Prozent.

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Polizei will weiter verstärkt kontrollieren

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Die Polizei will sich auf den aktuellen Zahlen nicht ausruhen. Besonders die Themen E-Scooter, Unfallfluchten und Verkehrsprävention sollen weiterhin im Fokus stehen.

„Wir werden weiterhin engmaschige Kontrollen im Kreis durchführen und intensiv aufklären. Unser Ziel ist, die Zahlen in diesem Jahr noch weiter zu senken“, so Baffa-Scinelli.

Autor: Ben Hettwer

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