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Kritik an neuen Krankmeldungs-Plänen im Kreis Soest
© Symbolbild / Hellweg Radio
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Kritik an neuen Krankmeldungs-Plänen im Kreis Soest

Die geplanten Änderungen bei der Krankschreibung stoßen im Kreis Soest auf Kritik. Im Reformpaket „Ein Programm für Wachstum und Beschäftigung“ von CDU, CSU und SPD ist unter anderem vorgesehen, dass Beschäftigte künftig bereits ab dem ersten Krankheitstag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen müssen. Außerdem soll die telefonische Krankschreibung wegfallen.

Veröffentlicht: Donnerstag, 02.07.2026 14:59

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Arztpraxen jetzt schon stark ausgelastet

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Für Dr. Heinz Ebbinghaus, Sprecher der Hausärzte im Kreis Soest, wäre das ein Schritt in die falsche Richtung. Die Arztpraxen seien schon jetzt stark ausgelastet. Die neuen Regeln würden die Situation aus seiner Sicht weiter verschärfen.

"Ein jeder Patient weiß ja, das schon jetzt erhebliche strukturelle Probleme im gesamten Gesundheitssystem bestehen, mit einer auch schon zurzeit bestehenden Mangelverwaltung. Durch dieses neue Programm wird wieder eine Misstrauens, ich nenne es mal eine Misstrauensunkultur gegenüber uns Ärzten und auch gegenüber den Patienten geschaffen."
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Telefonische Krankschreibung entlastet Praxen

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Auch das geplante Aus der telefonischen Krankschreibung sieht Ebbinghaus kritisch. Gerade bei leichten Infekten habe sich das Verfahren bewährt und sowohl Patienten als auch die Praxisteams entlastet.

"Ja, sie spielt schon eine Rolle, gerade bei den banalen Krankheiten. Banal Infekte, was weiß ich, ein Magen-Darm-Infekten, ein grippaler viraler Atemwegsinfekt. Wir kennen unsere Patienten und wir kennen das Krankheitsbild. Wir kennen die Krankenkartei und da ist die telefonische Krankschreibung über kurzfristige Tage durchaus immer sinnvoll gewesen. Zeit entlastend für das Praxisteam, Zeit entlastend für die Patienten und von daher ist das auch wie ein Schritt in die falsche Richtung, weil es der Genesung der Patienten nicht gut tut."


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Mehr Patienten in den Praxen erwartet

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Sollten die Pläne umgesetzt werden, dürften die Wartezimmer im Kreis Soest noch voller werden. Patienten müssten dann schon bei kurzen Erkrankungen häufiger in die Praxis kommen, um sich krankschreiben zu lassen.

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