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Land.Arzt.Zukunft: Warstein wirbt um Mediziner
© Dirk Risse/Stadt Warstein
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Land.Arzt.Zukunft: Warstein wirbt um Mediziner

Warstein geht den Ärztemangel aktiv an: Die Stadt hat alle niedergelassenen Haus- und Fachärzte zu einem Gespräch eingeladen - und gleichzeitig eine neue Initiative vorgestellt. Mit "Land.Arzt.Zukunft Warstein" sollen junge Medizinerinnen und Mediziner frühzeitig für eine Zukunft in der Stadt gewonnen werden. Hintergrund ist eine ernüchternde Prognose: Bis 2035 könnte Warstein rund sechs Ärztinnen und Ärzte fehlen.

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Warstein handelt früh

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Bürgermeister Maximilian Spinnrath hat alle niedergelassenen Haus- und Fachärztinnen und -ärzte der Stadt zu einem gemeinsamen Gespräch eingeladen. Mit dabei waren auch der 1. Beigeordnete und Stadtkämmerer Stefan Redder sowie Wirtschaftsförderer Dirk Risse. Im Mittelpunkt standen die Erfahrungen und Herausforderungen der heimischen Ärzteschaft, die Vernetzung untereinander und die Frage, wie Stadt und Mediziner gemeinsam die Weichen für die Zukunft stellen können. Das Treffen war der Auftakt - weitere Runden sollen regelmäßig folgen.

„Eine gute medizinische Versorgung vor Ort ist ein wichtiger Bestandteil der Lebensqualität in unserer Stadt. Deshalb wollen wir nicht erst handeln, wenn Praxen bereits vor der Frage stehen, wie es weitergeht" - Maximilian Spinnrath, Bürgermeister Warstein

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Was steckt hinter "Land.Arzt.Zukunft Warstein"?

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Beim Treffen hat die Stadt gleichzeitig eine neue Initiative vorgestellt: "Land.Arzt.Zukunft Warstein". Das Projekt soll junge Medizinstudierende und Ärztinnen und Ärzte frühzeitig mit Warstein und den hiesigen Praxen in Kontakt bringen. Die Idee dahinter: Wer die Stadt kennt, früh Verbindungen knüpft und konkrete berufliche Perspektiven sieht, entscheidet sich eher für eine Zukunft hier. Die Stadt beschäftigt sich nach eigenen Angaben seit Anfang des Jahres intensiv mit dem Thema.

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Wer wird angesprochen?

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Besonders im Blick hat die Initiative junge Ärztinnen und Ärzte, die aus Warstein oder der Region stammen oder bereits einen persönlichen Bezug zur Stadt haben. Sie sollen mit den niedergelassenen Praxen vernetzt werden - zum Beispiel für Praktika, Famulaturen oder Weiterbildungsabschnitte. Ausdrücklich richtet sich das Projekt aber auch an Medizinerinnen und Mediziner ohne bisherigen Bezug zu Warstein. Wer Interesse hat, soll dabei bestmögliche Unterstützung erhalten.

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Praxisnachfolge als weiterer Baustein

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Ein weiterer Schwerpunkt der Initiative ist die Unterstützung bei Praxisnachfolgen und -übernahmen. Die Stadt will angehenden Praxisinhaberinnen und -inhabern bei den Rahmenbedingungen helfen, Kontakte vermitteln und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Ziel ist es, bestehende medizinische Strukturen langfristig zu erhalten und den Einstieg in die eigene Niederlassung zu erleichtern. Gleichzeitig soll die Initiative die Vernetzung der bereits in Warstein tätigen Ärzteschaft untereinander stärken.

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Die Zahlen hinter der Initiative

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Der Handlungsbedarf ist konkret: Für das Jahr 2035 wird für Warstein eine Versorgungsquote von nur 71,7 Prozent prognostiziert. Das bedeutet: Für eine flächendeckende Versorgung auf dem Niveau von 100 Prozent werden dann voraussichtlich rund sechs zusätzliche Ärztinnen und Ärzte benötigt. Eine Zahl, die die Stadt ernst nimmt. Diese Prognose hat die Stadt dazu bewogen, frühzeitig zu handeln - und nicht erst zu warten, bis Praxen konkret vor der Frage stehen, wie es weitergehen soll.

„Wir können als Stadt keine Ärztinnen und Ärzte herbeizaubern - aber wir können dafür sorgen, dass unsere Heimatstadt sichtbar ist, Kontakte entstehen und Menschen, die sich für unsere Stadt interessieren, bestmögliche Unterstützung erhalten" - Maximilian Spinnrath, Bürgermeister Warstein

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Wie geht es weiter?

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Der Auftakt mit den heimischen Haus- und Fachärztinnen und -ärzten hat gezeigt, dass die Sicherung der medizinischen Versorgung als gemeinsame Aufgabe verstanden wird. Stadt und Ärzteschaft wollen künftig eng zusammenarbeiten. Weitere Treffen sind bereits geplant - so sollen Herausforderungen frühzeitig erkannt und gemeinsam Lösungsansätze entwickelt werden. Das Ziel: Warstein soll langfristig über eine wohnortnahe und vielfältige medizinische Versorgung verfügen.

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