
Landtagswahl: SPD schickt zwei Newcomer ins Rennen
Die SPD im Kreis Soest hat ihre Kandidaten für die Landtagswahl 2027 aufgestellt. In Bad Westernkotten nominierten die Delegierten Justus Schulte aus Warstein und Lennart Rixen aus Geseke. Beide treten zum ersten Mal bei einer Landtagswahl an.
Veröffentlicht: Montag, 11.05.2026 05:00
Erstkandidatur für Kandidaten aus dem Kreis Soest
Die SPD im Kreis Soest hat am Wochenende in der Kurhalle Bad Westernkotten die Weichen für die Landtagswahl 2027 gestellt. Die Delegierten nominierten mit großer Mehrheit ihre Kandidaten für beide Wahlkreise im Kreis Soest. Für den westlichen Wahlkreis 119 tritt Justus Schulte aus Warstein an, für den östlichen Wahlkreis 120 Lennart Rixen aus Geseke. Beide Politiker kandidieren zum ersten Mal für den nordrhein-westfälischen Landtag.
Die Nominierung erfolgte im Rahmen der Wahlkreiskonferenz der Partei. Mit der frühzeitigen Aufstellung will sich die SPD gut auf den Wahlkampf vorbereiten, der in knapp einem Jahr beginnt. Die CDU hatte ihre Kandidaten bereits zuvor benannt.
Unterstützung durch Bundestagsabgeordneten
Der heimische Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der SPD im Kreis Soest, Jens Behrens, zeigte sich zufrieden mit der Kandidatenauswahl.
"Mit Justus Schulte und Lennart Rixen haben wir zwei junge und engagierte Kandidaten, die fest in der Region verwurzelt sind und die Anliegen der Menschen im Kreis Soest glaubwürdig vertreten. Ich freue mich auf einen starken gemeinsamen Wahlkampf" – Jens Behrens, Bundestagsabgeordneter und SPD-Kreisvorsitzender.
Die Partei setzt auf frischen Wind und neue Ideen für den kommenden Wahlkampf. Beide Kandidaten bringen ihre regionale Verankerung mit – Schulte aus dem Warsteiner Raum für den westlichen Kreis, Rixen aus Geseke für den östlichen Teil.
Schwerpunkte im Kreis Soest: Familie und Bildung
Inhaltlich hat die SPD im Kreis Soest klare Prioritäten definiert. Im Mittelpunkt stehen bessere und verlässliche Kinderbetreuung sowie faire Bildungschancen unabhängig von Herkunft und Wohnort. Zusätzlich will die Partei den ländlichen Raum gezielt stärken. Familien sollen spürbar entlastet werden, etwa durch qualitativ hochwertige Kitas und ein gerechteres Bildungssystem.
Die SPD positioniert sich damit als Alternative zur aktuellen schwarz-grünen Landesregierung unter Ministerpräsident Hendrik Wüst. Besonders die geplante Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) sieht die Partei kritisch. Sie befürchtet Qualitätsverluste in der Betreuung.
Kritik an der Landesregierung
Die SPD sieht die aktuelle Landesregierung zunehmend unter Druck. Als Beispiele führt sie den Rücktritt der früheren Familienministerin Josefine Paul sowie anhaltende Proteste im Bereich der Kita-Politik an. Diese Entwicklungen unterstreichen aus Sicht der Sozialdemokraten die Herausforderungen der aktuellen Koalition.