
Lebensgefahr: Sperrzone an der Möhnetalsperre
An der Möhnetalsperre läuft wieder eine große Baustelle. Der Ruhrverband legt den Ausgleichsweiher unterhalb der Staumauer trocken - für umfangreiche Instandsetzungsarbeiten, die bis Mitte Oktober dauern sollen. Was Besucher wissen müssen, lest ihr hier.
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Zweites Jahr in Folge: Weiher an der Möhnetalsperre wird entleert
Wer in dieser Woche an der Möhnetalsperre unterwegs ist, sieht es sofort: Der Ausgleichsweiher unterhalb der Staumauer wird trockengelegt. Bereits zum zweiten Mal in Folge entleert der Ruhrverband den Weiher - für Instandsetzungsarbeiten, die bis voraussichtlich Mitte Oktober laufen. Die Maßnahmen sind Teil einer auf mehrere Jahre angelegten Sanierung der gesamten Anlage.
Was an der Möhnetalsperre gebaut wird
Die Arbeiten umfassen mehrere Bereiche der Anlage. An der Grundablassleitung II wird eine sogenannte Kegeldüse ausgebaut - ein aufwendiges Verfahren mit Betonschneiden und Höchstdruckwasserstrahlen, um die bestehende Bausubstanz zu schonen. Im vergangenen Jahr war das bereits an der Grundablassleitung III nötig. Neue Kegeldüsen sollen im nächsten Jahr aufgesetzt werden, wenn der Ausgleichsweiher erneut abgesenkt wird.
Dazu kommen weitere Arbeiten: Am rechten Mauerfuß der Staumauer stehen Verfugarbeiten an, der Einlauf des Westricher Bachs in den Ausgleichsweiher muss noch fertiggestellt werden. Taucher setzen außerdem Revisionsverschlüsse auf zwei Grundablasseinläufe - danach folgen Kontrollarbeiten und die Instandsetzung eines Hydraulikzylinders.
Auch beide Kraftwerke sind Teil der Baustelle
Im Hauptkraftwerk erhalten die Laufräder der beiden Turbinen eine neue Beschichtung an der Stahlpanzerung, außerdem wird das Endstück der Kraftwerksleitung umgebaut. Diese Arbeiten sind Voraussetzung für umfassende Inspektionen der Kraftwerksleitung, die für das nächste oder übernächste Jahr geplant sind. Auch am Nebenkraftwerk muss in diesem Herbst noch einmal Hand angelegt werden: Die Instandsetzung der Turbineneinlaufschütze hat sich als aufwendiger herausgestellt als zunächst erwartet.
Was Besucher wissen müssen
Die Wege rund um den Ausgleichsweiher bleiben nach aktuellem Stand weitgehend zugänglich - abgesehen von kurzfristigen Sperrungen, etwa für Kraneinsätze. Auch die Mauerkrone der Möhnetalsperre ist weiterhin begehbar. Auf der Südseite des Weihers ist jedoch mit Baustellenverkehr zu rechnen.
Lebensgefahr: Trockengelegte Fläche ist verboten
Der Ruhrverband warnt ausdrücklich: Das Betreten oder Befahren der trockengelegten Weiherfläche ist streng verboten. Entsprechende Schilder weisen vor Ort auf Lebensgefahr hin. Hinzu kommt, dass der Ausgleichsweiher Vogelschutzgebiet ist - auch deshalb sollte der Bereich nicht betreten werden, um die Tierwelt dort nicht zu stören.