Lehrermangel in NRW – So werdet ihr Lehrer als Quereinsteiger

Fast jede zweite Lehrerstelle in NRW ist in diesem Jahr nicht besetzt worden. Schulen schlagen Alarm, die Politik will jetzt neue Studienplätze einrichten. Das wird aber nicht reichen. Plan B: Quereinsteiger. Wir sagen euch, wer sich bewerben kann. 

Nicht jeder kann von jetzt auf gleich Lehrer werden

Auf der Seite lehrer-werden.nrw listet das Land die Voraussetzungen auf. Grundsätzlich gibt es vier Wege in den Lehrerberuf. Am einfachsten haben es Quereinsteiger, die ein nicht-lehramtsbezogenes Universitätsstudium abgeschlossen haben. Zwei Jahre Berufstätigkeit und eine positive Prognose über die Ausbildungsfähigkeit in zwei Fächern braucht man noch, dann kann man loslegen und einen zweijährigen berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst. Danach muss noch eine Prüfung abgelegt werden. Aber auch mit einem Fachhochschulabschluss oder einem Meister kann man Lehrer werden. Hier sind die Hürden aber höher. Meister dürfen zum Beispiel nur an Schulformen der Sekundarstufe I (Haupt-, Real, Sekundar-, Gesamtschule Klasse 5-10) unterrichten und werden hier auch nur selten eingestellt. Außerdem ist fast immer noch eine pädagogische Zusatzausbildung erforderlich.

Nicht alle Fächer sind begehrt

Quereinsteiger, die Geschichte unterrichten wollen werden es schwer haben, steht auf der Seite des Landes. Hier ist der Bedarf eher gering. Ganz anders sieht es allerdings in vielen Hauptfächern und Technischen Fächern aus. Mathematik-, Technik-, Chemie- oder Informatiklehrer werden dringend gesucht. Ein Sonderfall sind die Grundschulen. Hier ist der Seiteneinstieg nur für die Fächer Kunst, Musik, Sport und Englisch möglich.

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