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Lippstadt: Neues Mittel gegen Eichenprozessionsspinner
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Lippstadt: Neues Mittel gegen Eichenprozessionsspinner

Lippstadt probiert in diesem Jahr erstmals eine biologische Methode gegen den Eichenprozessionsspinner aus. Das neue Mittel soll die Raupen bekämpfen, bevor sie gefährlich werden - und gilt laut Stadt als unbedenklich für Menschen, Tiere und Insekten. Getestet wird zunächst an ausgewählten Standorten in Overhagen und am Alberssee.

Veröffentlicht: Freitag, 29.05.2026 05:46

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Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners

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Die Stadt Lippstadt geht in diesem Jahr neue Wege bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners. Erstmals wird ein biologisches Präparat eingesetzt, das vorbeugend wirkt - also bevor die Raupen ihre gefährlichen Brennhaare ausbilden. Das Mittel ist laut Stadtverwaltung bereits in anderen Kommunen und durch spezialisierte Unternehmen im Einsatz. Lippstadt erprobt es nun im Rahmen eines Pilotprojekts, um Erfahrungen über Wirksamkeit und Aufwand zu sammeln.

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Was ist der Eichenprozessionsspinner - und warum ist er gefährlich?

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Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, der ursprünglich aus Südosteuropa stammt. Noch vor wenigen Jahrzehnten war er in Deutschland kaum verbreitet - inzwischen kommt es immer häufiger zu Massenauftreten, begünstigt durch wärmere und trockenere Frühjahre. Das Umweltbundesamt rechnet damit, dass sich die Befallsgebiete im Zuge des Klimawandels weiter ausdehnen werden. In Lippstadt tritt der Schädling seit mehreren Jahren verstärkt auf.

Das eigentliche Problem sind die feinen Brennhaare der Raupen. Sie können beim Menschen allergische Hautreaktionen, Reizungen und Atemwegsbeschwerden auslösen - und die Empfindlichkeit kann mit jedem weiteren Kontakt zunehmen. In der Vergangenheit mussten Betroffene in Lippstadt deshalb auch medizinisch behandelt werden. Das Umweltbundesamt empfiehlt, befallene Bereiche so weit wie möglich zu meiden. Wegen des starken Befalls musste die Stadt in den vergangenen Jahren wiederholt öffentliche Bereiche sperren - darunter Schulhöfe, Kitas, Spielplätze und Grünanlagen.

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Bisherige Methoden: Kein nachhaltiger Erfolg

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Die Stadtverwaltung hat in den vergangenen Jahren verschiedene Bekämpfungsmaßnahmen ausprobiert: Fallen aufgehängt, Sprühkleber eingesetzt und Raupen sowie Nester abgesaugt. Trotz des hohen personellen und finanziellen Aufwands blieb der Erfolg begrenzt. Das Absaugen der Nester war zwar kurzfristig wirksam, führte aber nicht dauerhaft zur Beseitigung des Befalls. Auch zahlreiche Beschwerden aus der Bevölkerung haben die Stadt dazu bewogen, nach einer wirksameren Lösung zu suchen.

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Wie das neue Mittel wirkt - und warum es als sicher gilt

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Das biologische Präparat wirkt gezielt gegen die Raupen des Eichenprozessionsspinners. Es wird frühzeitig eingesetzt - bevor sich die Brennhaare überhaupt bilden können. Laut Stadtverwaltung ist das Mittel weder für Menschen noch für Säugetiere wie Hunde und Katzen schädlich. Auch Vögel sowie Insekten wie Hummeln und Bienen werden nicht beeinträchtigt.

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