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Lippstadt: Nistkästen gegen Eichenprozessionsspinner
© Jason Rittmeyer, Bezirksregierung Arnsberg
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Lippstadt: Nistkästen gegen Eichenprozessionsspinner

Die Bezirksregierung Arnsberg setzt in der Lippeaue bei Lippstadt auf natürliche Schädlingsbekämpfung. Mit 25 neuen Nistkästen sollen Blaumeisen die gefährlichen Eichenprozessionsspinner dezimieren.

Veröffentlicht: Montag, 23.02.2026 07:09

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Natürliche Schädlingsbekämpfung in der Lippeaue

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Die Bezirksregierung Arnsberg geht neue Wege im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner. Im Februar haben Mitarbeitende vom Dezernat für Wasserwirtschaft insgesamt 25 Nistkästen in der Lippeaue bei Lippstadt angebracht. Mit dieser naturnahen Methode soll der Bestand der Blaumeise gefördert werden, die als natürlicher Feind der schädlichen Raupen gilt. Im Frühjahr verfüttern die Elterntiere die Raupen des Eichenprozessionsspinners an ihre hungrigen Jungvögel. Diese biologische Schädlingsbekämpfung soll langfristig das gestörte Gleichgewicht in der Nahrungskette wiederherstellen.

"Durch die Klimaerwärmung breitet sich auch im Regierungsbezirk Arnsberg der Eichenprozessionsspinner immer stärker aus. Eine übermäßige Population stellt jedoch ein Problem für die Natur da: Fressen die Raupen zu oft die Blätter der Eichen, kann das den Baum schädigen und auch große Bäume in wenigen Jahren absterben lassen" - Dirk Tornede, Bezirksregierung Arnsberg
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Lippstadt: Nistkästen gegen Eichenprozessionsspinner
© Jason Rittmeyer, Bezirksregierung Arnsberg
Dirk Tornede hängt Nistkästen in den Lippeauen auf.
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Gesundheitsgefahr durch Eichenprozessionsspinner bei Lippstadt

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Der Eichenprozessionsspinner stellt nicht nur für die Natur eine Bedrohung dar, sondern auch für die menschliche Gesundheit. Die Brennhaare der Raupen können bei direktem Kontakt zu schmerzhaften Hautreizungen führen. Besonders gefährlich wird es, wenn die feinen Härchen eingeatmet werden - dies kann zu anhaltendem Husten oder sogar Asthma führen. Vor allem an Wegen und Orten in der Lippeaue, wo sich Menschen regelmäßig aufhalten, besteht daher akuter Handlungsbedarf. Die natürliche Bekämpfung durch Vögel bietet hier eine schonende Alternative zu herkömmlichen Methoden wie dem Absaugen der Nester oder dem Einsatz von Giftstoffen.

"Ziel dieses Ansatzes ist es, das gestörte Gleichgewicht zwischen den einzelnen Arten der Nahrungskette wieder herzustellen, damit Schädlinge nicht Überhand nehmen. Auf diese Weise kann der Eichenprozessionsspinner auf natürlichem Wege bekämpft werden" - Laura Radtke, Bezirksregierung Arnsberg
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Land NRW übernimmt Verantwortung in der Lippeaue

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Als größter Flächeneigentümer in der Lippeaue westlich und östlich von Lippstadt sieht das Land Nordrhein-Westfalen eine besondere Verantwortung zur Lösung des Schädlingsproblems. Die strategische Platzierung der Nistkästen an vielen Eichen soll einen unbeschwerten Aufenthalt in der renaturierten Lippeaue ermöglichen. Nach der umfangreichen Renaturierung der Lippe können Besucher die Naturlandschaft nun wieder sicher erleben und entdecken. Gleichzeitig erhofft sich die Bezirksregierung, durch diese nachhaltige Methode zukünftig Kosten für das aufwendige Absaugen der Gespinste einzusparen. Die Nistkästen-Aktion zeigt, wie moderne Umweltpolitik Ökologie und Ökonomie erfolgreich miteinander verbinden kann.

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