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Lippstadt: Tempo 30 in sechs Ortsteilen geplant
© Symbolbild / Hellweg Radio
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Lippstadt: Tempo 30 in sechs Ortsteilen geplant

In Lippstadt soll es in gleich sechs Ortsteilen langsamer werden: Die Stadtverwaltung schlägt neue Tempo-30-Strecken in Cappel, Eickelborn, Benninghausen, Garfeln, Hellinghausen und Herringhausen vor. Jetzt entscheidet der Umwelt-, Bau- und Mobilitätsausschuss über die Maßnahmen.

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Ausschuss entscheidet am Mittwochabend

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Der Umwelt-, Bau- und Mobilitätsausschuss der Stadt Lippstadt kommt am Mittwoch (16.09.2026) abends zusammen und hat dabei ein umfangreiches Verkehrsthema auf der Tagesordnung. Die Stadtverwaltung hat geprüft, wo in den Lippstädter Ortsteilen neue Tempo-30-Regelungen möglich und sinnvoll sind. Herausgekommen sind konkrete Vorschläge für sechs Ortsteile. Der Ausschuss soll die Verwaltung nun beauftragen, die Maßnahmen schrittweise umzusetzen und die dafür notwendigen verkehrsrechtlichen Anordnungen zu treffen.

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Neue StVO macht mehr Tempo 30 möglich

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Möglich werden die Pläne durch eine Novellierung der Straßenverkehrsordnung (StVO). Seitdem können Tempo-30-Strecken unter anderem an stark genutzten Schulwegen, an Fußgängerüberwegen und im Bereich von Spielplätzen angeordnet werden - ohne dass eine besondere Gefahrenlage nachgewiesen werden muss. Im Bereich von Spielplätzen und an hochfrequentierten Schulwegen ist die Geschwindigkeit sogar grundsätzlich auf 30 km/h zu begrenzen. Die Stadt Lippstadt hat die neuen Möglichkeiten bereits im Frühjahr 2026 genutzt: Damals wurden Tempo-30-Regelungen in einem Teil der Ortsdurchfahrt Overhagen sowie am Fußgängerüberweg an der Bökenförder Straße eingerichtet. Die Verwaltung prüft seitdem fortlaufend, wo weitere Maßnahmen möglich sind - mit dem Schwerpunkt auf Grundschulen in den Ortsteilen und Spielplätzen im Stadtgebiet.

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Cappel: Kritischer Schulweg wird entschärft

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In Cappel soll der Knotenpunkt Beckumer Straße (L 822) und Cappeler Stiftsallee sicherer werden. Eltern der Martinschule hatten diesen Bereich in der Vergangenheit wiederholt als gefährlich kritisiert - trotz einer vorhandenen Fußgängerampel. Die frühere Rechtslage ließ eine Tempo-30-Regelung dort nicht zu. Das hat sich geändert: Auf einem rund 150 Meter langen Abschnitt der Beckumer Straße soll künftig montags bis freitags zwischen 7 und 17 Uhr Tempo 30 gelten. Ortsvorsteher Christoph Kabus befürwortet den Vorschlag ausdrücklich. Polizei und Straßen.NRW haben bereits zugestimmt.

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Benninghausen: Drei Straßen betroffen

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Für Benninghausen sieht die Verwaltung Tempo-30-Regelungen auf drei Straßen vor. Betroffen sind die Benninghauser Straße zwischen Hexweg und östlichem Ortsteingang, die Dorfstraße zwischen Hammerschmidtbogen und Benninghauser Straße sowie die Flurstraße zwischen Am Osthof und Benninghauser Straße. Grundlage für die Auswahl sind die Schülerzahlen aus den umliegenden Wohngebieten und die Lage der Bushaltestellen, aus denen sich die Schulwege ableiten lassen. Eine bereits bestehende Tempo-30-Regelung in Höhe des Familienzentrums St. Martin an der Dorfstraße wird in die neue Regelung einbezogen. Die Geschwindigkeitsbegrenzung soll auch hier montags bis freitags von 7 bis 17 Uhr gelten. Ortsvorsteher Oliver Bertelt begrüßt die Pläne. Die formale Beteiligung von Polizei und Straßen.NRW steht noch aus.

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Eickelborn: Tempo 30 und neue Radwegmarkierungen

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In Eickelborn sind gleich zwei Maßnahmen vorgesehen. Zum einen sollen auf der Eickelbornstraße (L 636) zwischen östlichem Ortseingang und dem Kreisverkehr Alter Postweg beidseitige Schutzstreifen für Radfahrer markiert werden. Möglich macht das ein Erlass des NRW-Umweltministeriums vom 3. Juni 2026, der Schutzstreifen auch auf schmaleren Fahrbahnen unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Die Eickelbornstraße erfüllt die Voraussetzungen: Mit täglich rund 5.300 Fahrzeugen und einem Schwerverkehrsanteil von etwa 183 Fahrzeugen pro Tag liegt die Belastung deutlich unter den zulässigen Grenzwerten. Gleichzeitig sollen die bisherigen Geh- und Radwege im Nebenraum künftig als Gehwege ausgewiesen werden, auf denen Radfahren weiterhin erlaubt bleibt. Zum anderen ist auf einem Abschnitt der Eickelbornstraße zwischen dem Kreisverkehr Alter Postweg und der Zufahrt zum Feuerwehrstützpunkt West Tempo 30 geplant - ebenfalls werktags von 7 bis 17 Uhr. Ortsvorsteher Antonius Schütte befürwortet beide Maßnahmen. Das Anhörungsverfahren mit Polizei und Straßen.NRW steht noch aus.

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Garfeln: Spielplatz ohne Gehweg macht Tempo 30 nötig

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In Garfeln soll der Dörferweg im Bereich des Spielplatzes zur Tempo-30-Strecke werden - von etwa 90 Meter südlich der Einmündung Düning bis zur Einmündung Mertenskamp. Ein hochfrequentierter Schulweg im Sinne der StVO konnte dort zwar nicht festgestellt werden. Allerdings fehlen auf dem Dörferweg Gehwege und gesicherte Flächen für Fußgänger, sodass Kinder und Erwachsene auf die Fahrbahn ausweichen müssen. Polizei und Verwaltung sind sich einig, dass dieser Umstand eine Geschwindigkeitsbegrenzung rechtfertigt. Zusätzlich soll die angrenzende Straße Düning zur Tempo-30-Zone werden. Da die Regelung im Bereich des Spielplatzes auf dessen Öffnungszeiten beschränkt ist, gilt Tempo 30 auf dem gesamten Abschnitt einheitlich von 7 bis 20 Uhr. Ortsvorsteher Josef Kückmann-Kemper hat keine Einwände gegen die Maßnahmen.

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Hellinghausen: 475 Meter auf der Friedhardtskirchener Straße

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Für Hellinghausen plant die Verwaltung eine Tempo-30-Regelung auf einem 475 Meter langen Abschnitt der Friedhardtskirchener Straße (K 42) - zwischen den Einmündungen Am Sötling und Gieselerweg. Ausschlaggebend sind die Schülerzahlen der Grundschule Benninghausen, die Lage der Bushaltestellen sowie ein Spielplatz, der direkt an die Straße grenzt. Auch hier gilt Tempo 30 von 7 bis 20 Uhr - eine einheitliche Regelung für den gesamten Abschnitt, um wechselnde Zeitfenster und damit Verwirrung bei Verkehrsteilnehmern zu vermeiden. Ortsvorsteher Thomas Stuckenschneider befürwortet die Maßnahme. Die formale Beteiligung von Polizei und Kreis Soest soll in Kürze erfolgen.

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Herringhausen: Schulbusse bestimmen die Planung

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In Herringhausen soll die Herringhauser Straße (L 636) auf einem rund 350 Meter langen Abschnitt zwischen der Steinbachstraße und dem östlichen Ortsausgang zur Tempo-30-Strecke werden. Maßgeblich für diese Entscheidung sind die Bushaltestellen im Ort und die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die von dort aus mit dem Bus nach Benninghausen fahren. Ortsvorsteher Dirk Sauermann begrüßt die Maßnahme. Das Anhörungsverfahren mit Polizei und Straßen.NRW soll zeitnah durchgeführt werden.

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Verwaltung prüft weiter

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Die vorliegenden Pläne sind laut Stadtverwaltung ein aktueller Zwischenstand. Die Prüfungen laufen weiter - der Ausschuss soll regelmäßig über neue Ergebnisse informiert werden. Tempo-30-Schilder sollen dabei in der Regel mit Zusatzzeichen ergänzt werden, die den Grund für die Geschwindigkeitsbegrenzung erklären - zum Beispiel "Schulweg" oder "Spielplatz". Das soll die Akzeptanz bei Autofahrerinnen und Autofahrern erhöhen.

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