
30 Prozent der Gebäude im Bestand des Erzbistums Paderborn sollen in Zukunft wegfallen. Diese Entwicklung hat direkte Auswirkungen auf die katholischen Kirchen im Kreis Soest, insbesondere auf den Pastoralen Raum Lippstadt. Die Kirchengemeinde steht vor schwierigen Entscheidungen über die Zukunft ihrer Immobilien. Nicht alle Kirchen, Pfarrhäuser und Pfarrheime können langfristig erhalten bleiben. Die Gemeinde muss daher ein umfassendes Immobilienkonzept entwickeln, das sowohl den pastoralen Bedürfnissen als auch den finanziellen Realitäten gerecht wird.
Zweite Diskussionsrunde heute
Nach einem ersten Informationstreffen haben sich verschiedene Arbeitsgruppen intensiv mit den Rückmeldungen der Anwesenden beschäftigt. Heute Abend um 19 Uhr lädt der Pastorale Raum Lippstadt zur zweiten Diskussionsrunde in die Josephkirche ein. Dabei wird das sogenannte "zweite Bild des Immobilienkonzeptes" vorgestellt und diskutiert. Die Gemeinde setzt auf Transparenz und Bürgerbeteiligung bei diesem schwierigen Transformationsprozess. Alle interessierten Bürger sind eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen und ihre Meinungen zu den geplanten Veränderungen zu äußern.
Konkrete Pläne für Lippstädter Süden: Josephkirche wird zur Urnenkirche
Für den Lippstädter Süden zeichnen sich bereits konkrete Veränderungen ab. Die Josephkirche soll nach den aktuellen Plänen zu einer Urnenkirche umfunktioniert werden. Teile des Gebäudes sollen jedoch weiterhin für Gottesdienste genutzt werden können. Diese Lösung ermöglicht es, sowohl den veränderten Bedürfnissen der Gemeinde gerecht zu werden als auch die historische Bedeutung des Gebäudes zu bewahren. Die St. Pius Kirche hingegen soll komplett aufgegeben werden. Das dazugehörige Pfarrhaus steht zum Verkauf, sobald der aktuelle Pastor in Pension geht.