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Mehr Tote als Geburten: Kreis Soest verliert Einwohner
© Symbolbild / Hellweg Radio
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Mehr Tote als Geburten: Kreis Soest verliert Einwohner

Der Kreis Soest hat im ersten Halbjahr 2026 rund 1.105 Einwohner verloren – und schrumpft damit stärker als NRW insgesamt. Das zeigen neue Zahlen des Statistischen Landesamts IT.NRW. Zwölf der 14 Kommunen im Kreis verzeichnen einen Rückgang, nur Erwitte und Ense wachsen noch leicht.

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Kreis Soest verliert Einwohner

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Der Kreis Soest zählt zum Ende des ersten Halbjahres 2026 noch 297.352 Einwohner. Zu Jahresbeginn waren es noch 298.457 - das ergibt ein Minus von 1.105 Personen. In Prozent entspricht das einem Rückgang von 0,37 Prozent. Zum Vergleich: In ganz NRW sank die Bevölkerungszahl im gleichen Zeitraum um 0,23 Prozent. Der Kreis Soest liegt damit rund 0,14 Prozentpunkte über dem Landeswert. Die Daten stammen vom Statistischen Landesamt IT.NRW.

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Mehr Sterbefälle als Geburten - das ist der Hauptgrund

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Den größten Anteil am Bevölkerungsrückgang hat das sogenannte Geburtendefizit. Im ersten Halbjahr 2026 wurden im Kreis Soest 1.186 Kinder geboren - gleichzeitig starben 1.829 Menschen. Das ergibt ein Minus von 643 Personen allein durch diesen natürlichen Saldo. Das entspricht knapp 60 Prozent des gesamten Bevölkerungsrückgangs im Kreis. Dieses Ungleichgewicht zwischen Geburten und Sterbefällen ist laut IT.NRW ein landesweiter Trend, der sich seit Jahren fortsetzt.

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Auch die Wanderung läuft gegen den Kreis

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Neben dem Geburtendefizit verliert der Kreis Soest auch durch Zu- und Wegzüge an Einwohnern. Im ersten Halbjahr 2026 zogen 2.084 Menschen in den Kreis, während 2.456 fortzogen. Das ergibt einen negativen Wanderungssaldo von 372 Personen. Dieser Trend ist laut IT.NRW auch auf Landesebene zu beobachten: NRW hatte demnach erstmals seit Jahren wieder Wanderungsverluste über die Landesgrenze hinaus zu verzeichnen.

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Zwölf von 14 Kommunen verlieren Einwohner

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Das Bild auf Gemeindeebene ist eindeutig: Von den 14 Kommunen im Kreis Soest verzeichnen zwölf einen Rückgang. Nur Erwitte wächst mit einem Plus von 0,52 Prozent spürbar, Ense hält sich mit einem minimalen Plus von 0,05 Prozent knapp im positiven Bereich. Alle anderen Kommunen verlieren Einwohner - wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Werl liegt bei minus 0,24 Prozent, Geseke bei minus 0,39 Prozent, Lippetal bei minus 0,43 Prozent.

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Wickede trifft es am härtesten

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Den stärksten prozentualen Rückgang im Kreis verzeichnet Wickede (Ruhr) mit minus 1,10 Prozent. Die Gemeinde zählt damit zum 30. Juni 2026 noch 11.130 Einwohner. Besonders auffällig: In Wickede standen im ersten Halbjahr 66 Zuzügen insgesamt 132 Fortzüge gegenüber – also doppelt so viele Wegzüge wie Zuzüge. Hinter Wickede folgen Welver mit minus 0,90 Prozent und Bad Sassendorf mit minus 0,68 Prozent als am stärksten betroffene Kommunen im Kreis.

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Lippstadt und Soest bleiben die größten Städte

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An den Größenverhältnissen im Kreis ändert sich trotz der Rückgänge nichts. Lippstadt bleibt mit 68.109 Einwohnern die mit Abstand bevölkerungsreichste Stadt im Kreis - das entspricht rund 23 Prozent der gesamten Kreisbevölkerung. Auf Platz zwei folgt die Kreisstadt Soest mit 47.528 Einwohnern, was einem Anteil von rund 16 Prozent entspricht. Beide Städte verzeichnen jedoch ebenfalls Rückgänge: Lippstadt minus 0,40 Prozent, Soest minus 0,47 Prozent.

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