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Metall-Tarifrunde NRW: Warnstreiks ab Samstag möglich
© Thomas Range
Die Gewerkschaft IG Metall fordert in den aktuellen Tarifverhandlungen für die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie fünf Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber lehnen das ab, sie schlagen 1,3 Prozent vor.
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Metall-Tarifrunde NRW: Warnstreiks ab Samstag möglich

In der Metall- und Elektroindustrie spitzt sich der Tarifstreit zu: Die Arbeitgeber haben in der zweiten Verhandlungsrunde ein erstes Angebot vorgelegt - die IG Metall lehnt es als unzureichend ab und kündigt Warnstreiks an. Viele Beschäftigte im Kreis Soest schauen gespannt auf die Entwicklungen.

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Arbeitgeber legen erstes Angebot vor

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In der zweiten Verhandlungsrunde der Metall-Tarifrunde 2026 haben die Arbeitgeber in NRW erstmals konkrete Zahlen auf den Tisch gelegt. Das Angebot sieht eine Einmalzahlung im Juli 2027 sowie eine dauerhafte Lohnerhöhung ab Juli 2028 vor. Der Tarifvertrag soll 26 Monate laufen und bis Ende Dezember 2028 gelten. Im Kreis Soest arbeiten viele Menschen in der Metall- und Elektroindustrie - für sie ist der Ausgang der Verhandlungen besonders relevant.

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Das steckt im Angebot

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Konkret bieten die Arbeitgeber eine sogenannte differenzierbare Einmalzahlung an: Sie entspricht einem Prozent des durchschnittlichen tariflichen Jahresbruttoentgelts und soll im Juli 2027 fließen. "Differenzierbar" bedeutet dabei: Die Zahlung ist nicht für alle Betriebe garantiert. Unternehmen in wirtschaftlich schwieriger Lage können sie unter bestimmten Bedingungen verschieben oder aussetzen. Ab Juli 2028 soll dann eine dauerhafte Tabellenerhöhung von 1,3 Prozent folgen - also eine Erhöhung, die dauerhaft in die Lohntabellen eingeht.

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Stimme aus der Region: Westfalen-Mitte am Tisch

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Der Unternehmensverband Westfalen-Mitte war direkt an den Verhandlungen beteiligt. Verbandsvorsitzender Markus Dürkes und Geschäftsführer Dr. Volker Verch saßen für Südwestfalen mit am Verhandlungstisch. Dürkes begründet das Angebot mit der wirtschaftlichen Lage der Branche: Die Metall- und Elektroindustrie stecke in einer tiefen strukturellen Krise. Hohe Kosten, schwache Erträge und Produktionsverlagerungen ins Ausland erforderten einen Abschluss, der die Wettbewerbsfähigkeit stärke und Investitionen ermögliche.

„Unser Angebot steht: eine differenzierbare Einmalzahlung von einem Prozent des durchschnittlichen tariflichen Jahresbruttoentgelts im Juli 2027 und 1,3 Prozent mehr Tabellenentgelt im Juli 2028, bei einer Laufzeit bis Ende 2028. Damit wollen wir zügig einen tragfähigen Abschluss erreichen, Beschäftigung sichern und den Flächentarif stärken." - Markus Dürkes, Vorsitzender des Unternehmensverbands Westfalen-Mitte.
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IG Metall: Angebot nicht ausreichend

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Die Gewerkschaft IG Metall lehnt das Angebot klar ab. Es bleibe deutlich hinter den Erwartungen der Beschäftigten zurück und enthalte keine tragfähige Perspektive für Standorte und Arbeitsplätze. Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld - für eine Laufzeit von zwölf Monaten. Zusätzlich will die Gewerkschaft verbindliche Zusagen zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten, eine tarifliche Gewinnbeteiligung in gut laufenden Unternehmen sowie eine soziale Komponente für Beschäftigte mit niedrigen Einkommen und für Auszubildende.

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Ab Samstag: Warnstreiks möglich

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Am Samstag (31.10.2026) endet die Friedenspflicht in der Metall- und Elektroindustrie. Bis dahin sind Streiks tarifvertraglich ausgeschlossen - danach nicht mehr. Die IG Metall hat bereits angekündigt, nach Ablauf der Friedenspflicht mit Warnstreiks den Druck in den Betrieben zu erhöhen. Ziel ist es, die Arbeitgeber zu einem verbesserten Angebot zu bewegen.

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