
Bei der Veranstaltung am Flughafen Paderborn-Lippstadt kamen rund 130 Vertreter aus der regionalen Wirtschaft zusammen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Technologien rund um Drohnen und die Drohnenabwehr. Insgesamt 13 Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen aus Ost- und Südwestfalen stellten ihre Innovationen vor. Neben Impulsvorträgen unter anderem von der Bundeswehr konnten die Teilnehmer die Technik bei Ausstellungen und Live-Demonstrationen hautnah erleben.
Metall- und Elektrobranche könnte profitieren
Organisiert wurde das Treffen von der Wirtschaftsförderung Kreis Soest und weiteren regionalen Partnern, um dem Mittelstand neue Perspektiven zu bieten. Da klassische Branchen wie der Maschinenbau aktuell unter hohem Druck stehen, rückt die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in den Fokus. Viele regionale Betriebe verfügen bereits über passendes Fachwissen in der Metall- und Kunststoffverarbeitung oder bei Leichtbauwerkstoffen, um auf diesem Wachstumsmarkt Fuß zu fassen.
Sondergenehmigung nötig
Um die Drohnen am Flughafen Paderborn-Lippstadt aufsteigen lassen zu dürfen, mussten im Vorfeld regulatorische Hürden genommen werden. Grundsätzlich ist das Fliegen von Drohnen in direkter Nähe oder auf dem Gelände von Flughäfen streng verboten. Für die Live-Vorführungen bei dem Netzwerk-Treffen erteilte die Deutsche Flugsicherung eine spezielle luftrechtliche Freigabe.
Lokale Unternehmen schon im Bereich Drohnen aktiv
Ein lokales Beispiel für Innovationen in diesem Bereich ist die Morpheus Logistik GmbH, die aus Forschungen unter anderem im Kreis Soest hervorging. Das Unternehmen plant automatisierte Drohnenflüge, um in Zukunft etwa Medikamente in ländlichen Räumen auszuliefern. Zudem präsentierte eine Firma aus Werl auf der Veranstaltung ein spezielles Schutzgewebe. Es soll kritische Infrastruktur wie IT-Anlagen vor Drohnenangriffen abschirmen.