
Neue Pläne für das Thermengelände in Walibo
Die Stadt Lippstadt plant neue Angebote für das Thermengelände in Bad Waldliesborn. Verwaltung und Stadtplanung setzen dabei auf einen sogenannten Dreiklang aus „Sole atmen, Sole baden und Wald erleben“. Vorgesehen sind eine kleinere Therme und ein Naturbadesee mit Solewasser. Nach Angaben der Stadt wäre das der erste Sole-See dieser Art in Nordrhein-Westfalen. Ergänzt werden könnte das Gelände unter anderem durch einen Strandbereich, Spielmöglichkeiten am Wasser, einen Barfußpfad und Drehliegen.
Wegen behördlicher Vorgaben soll der Naturbadesee allerdings nicht frei zugänglich sein. Für Besucherinnen und Besucher wäre deshalb ein Eintritt erforderlich. Die Stadt sieht in dem Konzept eine Möglichkeit, Bad Waldliesborn touristisch neu aufzustellen und ein eigenes Profil im Wettbewerb mit anderen Kurorten zu entwickeln.
Wald soll größere Rolle in Bad Waldliesborn spielen
Neu im Konzept ist vor allem die stärkere Einbindung des Waldes in den Tourismus. Nach Angaben der Verwaltung spielt der Wald bislang kaum eine Rolle im touristischen Angebot des Kurorts. Künftig könnte sich das ändern: Denkbar ist eine Zertifizierung als Heil- oder Kurwald mit therapeutischen Anwendungen. Ein vergleichbares Angebot gibt es in Nordrhein-Westfalen bislang nur in Bad Lippspringe.
Bürgermeister Alexander Tschense sieht darin eine Chance, die Besonderheiten von Bad Waldliesborn stärker hervorzuheben. Auch touristische Angebote im Wald seien denkbar, etwa für Wochenend- oder Fahrradtouristen. Konkrete Entscheidungen dazu gibt es bislang aber noch nicht.
Politik berät Ende Juni über die Zukunft
Die politische Diskussion über die Zukunft des Thermengeländes startet am 25. Juni im Stadt- und Entwicklungsausschuss im Haus des Gastes in Bad Waldliesborn. Danach beschäftigen sich auch der Haupt- und Finanzausschuss sowie später der Rat der Stadt Lippstadt mit den Plänen.
Eine vollständige Kostenübersicht liegt nach Angaben der Verwaltung derzeit noch nicht vor. Deshalb war die politische Beratung um mehrere Wochen verschoben worden. Die Stadt will den Bürgerinnen und Bürgern damit außerdem mehr Zeit geben, ihre Ideen und Anregungen an die Politik weiterzugeben.