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Personen klettern auf die Soester Wiesenkirche
© Ben Hettwer / Hellweg Radio
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Personen klettern auf die Soester Wiesenkirche

Zwei Personen haben am frühen Freitagmorgen (31.07.2026) die Spitze des Turms der Wiesenkirche in Soest erklommen und sich anschließend in Sicherheit gebracht - ohne dass die Einsatzkräfte sie finden konnten. Der Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr ist beendet. Die Polizei vermutet, dass es sich um Profi-Kletterer aus der sogenannten Roofing-Szene handelt.

Veröffentlicht: Freitag, 31.07.2026 07:30

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Sharin Brinkmann & Ben HettwerRadiobeitrag: Das war heute Morgen an der Wiesenkirche los
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++ Update 9:30 ++ Der Einsatz ist beendet

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Der Einsatz an der Wiesenkirche in Soest ist beendet. Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte haben alle Bereiche abgesucht, die sie gefahrenlos betreten konnten - die beiden Personen, die am Morgen in rund 80 Metern Höhe auf der Kirchturmspitze fotografiert worden waren, wurden nicht gefunden. Die Einsatzkräfte haben die Suche bewusst abgebrochen, um niemanden in Gefahr zu bringen.

„Wir gehen davon aus, dass wir hier es mit Profikletterern zu tun haben, dass die sich vielleicht irgendwo in einem Winkel versteckt haben, wo wir nicht gefahrenlos hinkommen. Und wir werden die Kolleginnen und Kollegen nicht in Gefahr begeben und in Bereiche schicken, wo sie sich drohen zu verletzen, vielleicht sogar irgendwo runterzufallen. Und daher brechen wir den Einsatz jetzt hier ab." - Marco Baffa-Scinelli, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Soest.

Die Polizei geht davon aus, dass die Personen in Sicherheit sind - auch wenn sie das Verhalten klar einordnet. Wer zu zweit auf eine Kirchturmspitze klettert und dort Selfies macht, sei zwar erfahren - leichtsinnig sei es trotzdem.

„Wer auf einer Kirchturmspitze klettert, zu zweit da oben steht und ein Selfie macht, der weiß zwar, was er tut - das heißt aber nicht, dass wir es trotzdem nicht als absolut leichtsinnig, verrückt und lebensgefährlich halten." - Marco Baffa-Scinelli, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Soest.

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Roofing-Szene im Verdacht

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Die Polizei vermutet, dass die beiden Personen zur sogenannten Roofing-Szene gehören - Menschen, die gezielt Dächer, Türme und andere schwer zugängliche Gebäude erklimmen und ihre Aktionen anschließend auf Instagram oder ähnlichen Plattformen veröffentlichen. Einen Zusammenhang zu früheren Vorfällen - etwa dem Fall einer 19-Jährigen, die bereits auf einem Dach in Soest gesessen hatte - sieht die Polizei nicht.

„So einen Zusammenhang zu den Einsätzen aus der Vergangenheit, wo wir eine 19-Jährige auf dem Dach hatten, sehen wir jetzt nicht. Wir würden jetzt einfach mal vermuten, dass es sich um zwei Personen aus der Roofing-Szene handelt, die dann eben halt mit diesen Videos auf Instagram veröffentlichen oder auf ähnlichen Plattformen." - Marco Baffa-Scinelli, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Soest.

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Kritik an gebundenen Einsatzkräften

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Auch wenn niemand zu Schaden gekommen ist - die Polizei macht keinen Hehl daraus, dass ein solcher Einsatz Ressourcen kostet, die anderswo fehlen.

„So ein Einsatz bindet natürlich Kräfte, die woanders fehlen. Und das gilt auch für die Feuerwehr, nicht nur für die Polizei. Das kostet nicht nur Geld, sondern eben halt auch Zeit. Und woanders wird die Polizei und die Feuerwehr sicherlich mehr benötigt." - Marco Baffa-Scinelli, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Soest.
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++ Erstmeldung ++

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Gegen 5:30 Uhr am Freitagmorgen (31.07.2026) haben Zeugen beobachtet, wie zwei Personen auf den Turm der Wiesenkirche in Soest geklettert sind. Die Polizei rückte daraufhin aus. Als die Beamten an der Kirche eintrafen, reagierten sie nicht auf Ansprachen und zogen sich in den Kirchturm zurück. Die beiden hatten einen Selfiestick dabei und haben Fotos von sich gemacht, so die Polizei. Deshalb sei es wahrscheinlich, dass sie der sogenannten Roofing-Szene angehören.

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