
Polizei warnt vor Betrugsanrufen im Kreis Soest
Im Kreis Soest haben Betrüger am Wochenende mehrfach versucht, Seniorinnen und Senioren mit Schockanrufen hereinzulegen. Besonders in Ense und Lippstadt meldete die Polizei mehrere Fälle mit falschen Polizisten am Telefon.
Veröffentlicht: Montag, 18.05.2026 15:36
Betrugsversuche in Ense und Lippstadt
Der Polizei im Kreis Soest sind am vergangenen Wochenende mehrere Betrugsversuche gemeldet worden. Schwerpunkte lagen nach Angaben der Ermittler in Ense und Lippstadt. In allen Fällen gaben sich die Anrufer als Polizisten aus und berichteten von angeblichen Einbrüchen oder Diebstählen in der Nachbarschaft. Die Täter wollten die Angerufenen dazu bringen, Geld und Wertsachen zur angeblichen Sicherung herauszugeben. Die Seniorinnen und Senioren reagierten allerdings richtig: Sie legten sofort auf und verhinderten so einen Schaden. Die Polizei lobt das Verhalten ausdrücklich und warnt gleichzeitig davor, bei solchen Anrufen persönliche oder finanzielle Informationen preiszugeben.
„Wenn man sich unsicher ist, auf keinen Fall irgendwelche sensiblen Daten rausgeben.“ - Marco Baffa-Scinelli, Sprecher der Kreispolizeibehörde Soest
Polizei warnt vor immer raffinierteren Maschen
Nach Angaben der Polizei entwickeln Betrüger ihre Methoden ständig weiter. Dabei könnten künftig auch technische Möglichkeiten wie künstliche Intelligenz eine größere Rolle spielen. Die Polizei befürchtet, dass Betrugsversuche dadurch noch glaubwürdiger wirken könnten.
Besonders ältere Menschen stehen weiterhin im Fokus der Täter. Deshalb rät die Polizei dazu, bei unbekannten Anrufen grundsätzlich misstrauisch zu sein. Auch angezeigte Telefonnummern könnten manipuliert werden. Selbst wenn die „110“ oder eine örtliche Polizeidienststelle auf dem Display erscheine, könne es sich um Betrüger handeln.
„Die Methoden werden immer schwerer zu durchschauen.“ - Benjamin Aufdemkamp, Direktor der Kreispolizeibehörde Soest
Das rät die Polizei im Kreis Soest
Die Polizei empfiehlt, unbekannte Anrufe im Zweifel sofort zu beenden. Niemals sollten Geld oder Wertsachen an fremde Personen übergeben werden. Außerdem raten die Ermittler dazu, Angehörige und Nachbarn – besonders ältere Menschen – über bekannte Betrugsmaschen zu informieren.
Wer unsicher ist, sollte die Polizei selbst über die bekannten Telefonnummern kontaktieren und nicht die Rückruffunktion nutzen. Im Notfall empfiehlt die Polizei, direkt den Notruf 110 zu wählen.